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Bund Deutscher Zupfmusiker · Landesverband Bayern e.V.

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Karin HeilgenthalHerzlich willkommen beim Zupfboten-online!

Der BDZ Landesverband Bayern bietet mit dieser Website ein Portal, um musikalisch Interessantes aus ganz Bayern und darüber hinaus zu veröffentlichen, sich als Mitglied oder Musikbegeisterter über aktuelles Geschehen zu informieren und auch Highlights der eigenen Orchester und Mitspieler zu präsentieren.

Inhaltlich werden vor allem Vorankündigungen, Programme und Berichte über Veranstaltungen des Verbandes, sowie der Newsletter des Bayerischen Musikrates zu lesen sein. Aber auch die einzelnen Laienorchester sollen hier die Möglichkeit nutzen, um Konzerte, Konzertreisen, Jubiläen, Wettbewerbserfolge oder Ehrungen kundzutun. Damit steht der Wunsch und der Anspruch im Vordergrund, auch für die Öffentlichkeit ein interessantes Medium in Sachen Zupfmusik in Bayern zu sein.

Nachrichten | Veröffentlichungen | Archiv

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Junge Ensembles beim eurofestival in Bruchsal

[04.04.2017 • Petra Breitenbach]  Das eurofestival des BDZ in Bruchsal steht quasi vor der Tür (10.–13.05.2018). Nach den erfolgreichen Auftritten der Jugend-musiziert-Teilnehmer, die beim letzten eurofestival der Zupfmusik 2014 zwischen den Orchestern eine Plattform bekommen haben und sich in großen Sälen hervorragend präsentieren konnten, möchte der BDZ auch beim nächsten Festival 2018 wieder jugendlichen Ensembles diese Möglichkeit bieten.

Gesucht sind jugendliche Ensembles von 1 bis 5 Personen (auch Solisten sind willkommen), Zupfinstrumente, gern auch gemischt (auch mit Bläsern oder Streichern), die ein vorzeigbares Programm von 8 bis 10 Minuten präsentieren wollen/können. Sie sollten möglichst BDZ-Mitglieder sein (schließlich möchte der Verband seinen Nachwuchs zeigen) und nächstes Jahr von 10. bis 13. Mai Zeit haben. Es wäre schön, wenn sie sich für das ganze Festival interessieren würden, das ist aber keine Voraussetzung, man kann auch nur einen Tag vor Ort sein und die Veranstaltungen um die eigene besuchen.

Interessierte Jugendliche oder deren Lehrkräfte melden sich bitte bis 01.05.2017 bei Madlen Kanzler vom Musikbeirat des BDZ-Bundesvorstandes unter musikbeirat@bdz-online.de.

Es ist wirklich eine besondere Auftrittsgelegenheit für alle Nachwuchsmusiker, die sich gern mal der Fachwelt vorstellen wollen: Wer also Jugend-musiziert-Erfahrungen hat, bzw. sonst engagiert und erfolgreich Kammermusik betreibt, sollte sich nicht scheuen, diese Chance zu nutzen!

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Neue Buchhaltungsvorgaben im Verein

Das Bundesministerium der Finanzen hat in einem umfangreichen BMF-Schreiben (GoBD) zu den Grundsätzen der ordnungsmäßigen Buchführung, der Aufbewahrung der Aufzeichnungen und der Sicherung der Unterlagen in Papier- und in elektronischer Form, sowie zum Datenzugriff der Finanzverwaltung bei Außenprüfungen neue Vorgaben veröffentlicht. Diese Vorschriften sind in allen Vereinen anzuwenden.

Alle Details als pdf-Datei.

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Weihnachtsbrief des Präsidenten

Liebe Zupfmusikerinnen und Zupfmusiker in Bayern,

auch zum Ende dieses Jahres möchte ich Ihnen herzlich danken für das Engagement im Rahmen der Ausübung, Unterstützung und Verbreitung der bayerischen Zupfmusik. Das verbinde ich gerne damit, über Ereignisse des abgelaufenen Jahres zu informieren bzw. auf noch kommende hinzuweisen.

Als ein Projektorchester wurde Anfang 2016 das Zupfensemble Bayuna unter der Leitung von Silvan Wagner gegründet, um mit einem neuen Format auf die limitierte zeitliche Verfügbarkeit von Spielern im Alter von 20 bis 35 Jahren zu reagieren. In zwei Wochenendprobenphasen pro Jahr wird jeweils ein Programm erarbeitet, welches sich speziell mit einem musikalischen Projekt beschäftigt. Den Anfang machte »Impressionismus und Salonmusik« mit Werken von Munier, Debussy, Ravel und Macciochi und einem Abschlussauftritt in Eichenau. Interessenten können sich bei benedikt.haeusele@uni-konstanz.de melden. Das Projekt des Jahres 2017 wird »Musik des Mittelalters«.

Sehr Erfreuliches gibt es vom Deutschen Orchesterwettbewerb des Deutschen Musikrats vom 30. April bis zum 8. Mai 2016 in Ulm zu berichten: Das Ensemble Roggenstein der Kreismusikschule Fürstenfeldbruck unter der Leitung von Oliver Kälberer wurde mit 24,6 Punkten und somit mit hervorragendem Erfolg zum wiederholten Male 1. Preisträger im Bereich Zupforchester. Herzliche Glückwünsche nach Fürstenfeldbruck!

In Bad Kissingen fand vom 16. bis zum 18. September 2016 das »Deutsche Musiktreffen 60+« zum zweiten Mal statt, an dem auch vier Zupforchester teilnahmen. Es gab einen umfangreichen Rahmenplan und eine Vielzahl von Seminaren mit Themen zum Musizieren im fortgeschrittenen Lebensalter, z.B. für Neueinsteiger, Umsteiger oder Wiedereinsteiger.

Am 9. Oktober fand in Münchsmünster die Landesdelegiertenversammlung statt, also das Treffen aller BDZ-Mitglieder im Landesverband Bayern. Karla Jennuwein stellte ihr Amt als Geschäftsführerin des Landesverbandes (erfreulicherweise aber nicht die Verwaltung der Geschäftsstelle in Lohr) und Peter Kroiß das seine als Landesjugendleiter zur Verfügung. Für die intensive, engagierte und erfolgreiche Arbeit seit vielen Jahren im Präsidium bedanke ich mich bei ihnen im Namen aller bayerischen Zupfmusiker nochmals ganz herzlich. Aus der Wahl der Delegierten gingen neben den bisherigen Amtsinhabern Peter Kroiß als Geschäftsführer und Elias Pfetscher als Jugendleiter hervor. Ich danke beiden für ihre Kandidatur für die nicht leichten Ämter und wünsche ihnen viel Erfolg in ihren neuen Aufgaben. Die nächste Delegiertenversammlung auf Landesebene wird im Jahr 2018 stattfinden.

Die Tage der Chor- und Orchestermusik werden im nächsten Jahr vom 24. bis 26. März in Konstanz stattfinden und durch die Verleihung u.a. der »pro-musica-Plaketten« durch den Bundespräsidenten gekrönt werden.

Die Konzertreise des Bayerischen Landeszupforchesters nach Schottland im vergangenen Jahr findet 2017 ihre Erwiderung. Auf Einladung des BDZ Bayern werden vom 30. Juni bis zum 4. Juli die schottischen Zupfmusiker Unterfranken besuchen und auch gemeinsam mit unserem Landesorchester konzertieren. Darüber hinaus sind im März und November weitere Arbeitsphasen des BLZO geplant, zu denen ich gerade auch neue Teilnehmer einladen möchte. (Nächste Aufnahmemöglichkeit für Interessierte besteht danach erst wieder im Herbst 2018.)

Hinweisen möchte ich noch auf das Dirigierseminar vom 27. bis 29. Januar in Eltville, auf den BDZ-Orchesterwettbewerb am 29. und 30. April in Jülich-Barmen und auf das Festival für Mandoline und Gitarre am 24. und 25. Juni 17 in Luxemburg.

Auch 2017 besteht für uns wieder die Möglichkeit, einen Dirigentenzuschuss zu verteilen. Jedes Mitgliedsorchester, das die Voraussetzungen erfüllt, (Gemeinnützigkeit und Qualifikation des Dirigenten) kann gerne einen Antrag stellen. Falls mehrere Dirigenten für einen Verein tätig sind, kann pro Dirigent ein Antrag gestellt werden.

Nun noch eine Bitte: Wenn die Mitgliedsorchester spätestens bis Ende Januar die Mitgliedermeldung an die Bundesgeschäftsstelle senden, schicken Sie doch bitte gleich auch eine Kopie an unsere Geschäftsstelle, z. B. über bdz-bayern@web.de. Weitere interessante Informationen und Veranstaltungen im kommenden Jahr entnehmen Sie bitte auch unserer Homepage.

Wie bereits in den Vorjahren bitte ich außerdem darum, Beiträge und Berichte über Konzerte, Probenphasen, Kurse, Orchesterreisen o.ä. direkt über die Homepage an die Redaktion des Zupfboten zu senden. Nur so ist ein reger Austausch und Kontakt untereinander möglich. Orchester, die zu besonderen Jubiläen (25, 40, 50, 75 Jahre) einen Vertreter des Landesvorstandes dabei haben möchten, mögen dies rechtzeitig in Form einer Einladung kundtun. Vielen Dank schon jetzt für Ihre Bemühungen!

Ich wünsche Ihnen allen im Namen des gesamten Vorstands neben den Vorbereitungen für die Weihnachtszeit ein paar besinnliche Stunden im Kreise Ihrer Familien, einen hoffentlich weiterhin schönen Advent, friedliche Feiertage, einen fröhlichen Jahresbeschluss und einen unfallfreien Rutsch in ein gutes und erfolgreiches Jahr 2017.

Ihr
Joachim Kaiser Präsident
[Hammelburg, im Dezember 2016]

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Vorstandswahl im Landesverband Bayern

[17.11.2016]  Im Rahmen der Herbstprobenphase des Bayerischen Landeszupforchesters (BLZO) in Münchsmünster hielt der Landesverband Bayern satzungsgemäß seine Delegiertenversammlung mit der turnusmäßigen Neuwahl des Vorstands ab.

Im Amt bestätigt wurden Joachim Kaiser als Präsident, Heiko Holzknecht als Vizepräsident, Thomas Zapf als Schatzmeister und Petra Breitenbach als Musikleiterin.

Nicht mehr zur Verfügung standen Karla Jenuwein als Geschäftsführerin und Peter Kroiß als Jugendleiter, welche dem Vorstand seit 11 bzw. 7 Jahren in dieser Position angehörten. Joachim Kaiser bedankte sich bei beiden für dieses große Engagement mit einer kleinen Aufmerksamkeit.

Die vakanten Ämter wurden mit Elias Pfetscher als Jugendleiter und Peter Kroiß als Geschäftsführer im Anschluss wieder neu besetzt.

Dem neuen Vorstand werden mit Bianca Brand, Anne Feiglbinder, Christine Heinz, Sonja Kennerknecht und Manuel Thomas künftig fünf Beisitzer zur Seite stehen. Das Gremium freut sich auf die Zusammenarbeit und wird bei der nächsten Vorstandssitzung die Weichen für die nächsten vier Jahre stellen.

Vorstand 2016

Hintere Reihe von links: Elias Pfetscher, Thomas Hammer (Bezirksvorsitz Mittelfranken), Bianca Brand,
Anne Feiglbinder, Manuel Thomas, Christine Heinz, Sonja Kennerknecht.
Vordere Reihe von links: Thomas Zapf, Joachim Kaiser, Petra Breitenbach, Peter Kroiß.
Nicht auf dem Bild: Heiko Holzknecht.

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Blick ins HeftAndré Herteux gewinnt Kompositionswettbewerb

[11.10.2016]  Beim 28. Siegburger Kompositionswettbewerb 2016, der in diesem Jahr der Zupfmusik gewidmet war, wurde der Gitarrist und Komponist André Herteux mit einem 1. Preis für sein eingereichtes Werk »five small ones« für Gitarre solo ausgezeichnet. Eine hochkarätige, unabhängige Jury – Prof. Hans Werner Huppertz (Musikhochschule Aachen), Prof. Boris Björn Bagger (Musikhochschule Karlsruhe und Musikverleger) sowie Björn Raithel (Musikhochschule Düsseldorf) – wählte die Siegerkomposition unter insgesamt 51 eingereichten Werken aus. Die Uraufführung und feierliche Preisübergabe durch den Bürgermeister der Stadt Siegburg erfolgte am 7. Oktober. Das Werk ist bereits bei dem Karlsruher Verlag edition49 erschienen. André Herteux lehrt an der Hochschule für Musik in Nürnberg und am musischen Labenwolf-Gymnasium der Stadt Nürnberg.

Demo auf Youtube

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Das BLJZO auf neuen Wegen

Kompositionsprojekt mit der HfM München

[10.08.2016 • Peter Kroiss]  Das Bayerische Landesjugendzupforchester (BLJZO) hatte bei der diesjährigen Pfingstprobenphase etwas Besonderes zu bieten: Vier neue Werke für Zupforchester wurden am 25.05.2016 im Münchner Klinikum rechts der Isar uraufgeführt. Die Kompositionen entstanden in enger Zusammenarbeit mit den Kompositionsklassen von Prof. Moritz Eggert und Prof. Jan Müller-Wieland der Hochschule für Musik und Theater München.

Die Idee zu diesem Projekt hatte der künstlerische Leiter und Dirigent des BLJZO Julian Habryka, der zur Zeit Master Komposition bei Prof. Moritz Eggert studiert. Er konnte Robin Becker, Felix Bönigk und Alexander Mathewson dafür gewinnen, neue Literatur für die Besetzung des Zupforchesters zu schaffen. Dabei sollten sich die spieltechnischen Anforderungen im Mittelstufenbereich befinden. In regem Austausch mit dem Dozententeam arbeiteten die Komponisten entsprechende Änderungsvorschläge und Wünsche ein, sodass am Ende vier Werke entstanden sind, die spieltechnisch gut zu bewältigen sind und sehr unterschiedliche Kompositionsideen verfolgen.

Das Werk »Sisyphos« von Julian Habryka greift thematisch auf den gleichnamigen Mythos zurück. Sisyphos muss einen Felsbrocken einen steilen Hang hinaufrollen, der ihm jedoch kurz vor Erreichen des Gipfels immer wieder entgleitet. Vor einer ähnlichen Aufgabe steht der Spieler eines Zupfinstruments, der versucht, lang klingende Töne zu produzieren. Der Reiz der Komposition besteht aus der Kombination von elektronischer Musik mit typischen Geräuschklängen von Zupfinstrumenten. Die beiden Komponenten treten in ein gegenseitiges Wechselspiel, das sich im Laufe der Komposition verdichtet und dann wieder entspannt. Auf genaue Tonhöhen wird in der Komposition weitgehend verzichtet, sodass sich den SpielerInnen bei der Ausführung wenig Hindernisse stellen. Bei den zahlreich notierten Fermaten wird elektronische Musik eingespielt, die unterschiedlich lang ist. Damit steht bei der Einstudierung vor allem die Kommunikation zwischen Dirigent und Orchester im Vordergrund.

Eine Hommage an Alexander Skrjabin stellt die Komposition »Poème« von Felix Bönigk dar. Im Mittelpunkt steht die Suche nach neuen klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten. Dazu erweitert Bönigk – selbst Gitarrist – das traditionelle Klangspektrum im Laufe des Stückes beispielsweise durch »Schattentöne« (die Saite wird zwischen gegriffenem Ton und Sattel angeschlagen) oder Flageolett-Töne oberhalb des IV. Bundes und kombiniert die unterschiedlichen Spieltechniken miteinander zu einem fragilen Klanggedicht. Eine Mandoloncellostimme verleiht dem Klangkörper zusätzlichen Tiefgang. Die spieltechnischen Schwierigkeiten wurden bewusst reduziert, indem jeder Stimme ein solistischer Part hinzugefügt wurde. Dadurch erhält der Orchesterpart eine rhythmisch leicht verständliche Struktur, die eine Fokussierung auf das Erlernen der neuen Spieltechniken ermöglicht.

Der Komponist Robin Becker wählte eine völlig andere Vorgehensweise. Er übertrug eines seiner Klavierstücke auf die Besetzung des Zupforchesters. »Das fünfte Aquarell« ist eine Klangflächenkomposition, die aus dem Nichts heraus beginnt, sich allmählich steigert, bis sich die Energie in einem dynamischen Höhepunkt entlädt. Danach wird diese Energie langsam abgebaut, einzelne Stimmen verstummen, bis zum Schluss alle Stimmen im Nichts verschwinden. Durch die bewusste Reduktion auf wenige Elemente wird Wiederholung als wichtiges kompositorisches Mittel erfahrbar. Ein tragendes Element ist dabei die rhythmische Struktur, bei der sich Zweier- und Dreierunterteilungen über weite Strecken gegenüberstehen. Spieltechnisch ergeben sich kaum Schwierigkeiten. Vielmehr ist jedoch eine besondere Konzentration erforderlich, den musikalischen Verlauf über die ganze Komposition hinweg organisch zu gestalten.

Mit »Palmyra blutet« gibt Alexander Mathewson ein politisches Statement zur aktuellen Lage in Syrien und wendet sich gegen die Brutalität des sogenannten »Islamischen Staates«. Durch die Vermischung verschiedener Musikstile – es sind deutliche Einflüsse von balkanischer und arabischer Musik, sowie Popmusik erkennbar – wendet sich der Komponist vom Schubladendenken ab und lässt eine neue Klangsprache entstehen. Dazu wird das Zupforchester durch eine Bouzouki und eine Trommel (Darbouka) erweitert. Rhythmische Raffinessen entstehen durch die Schichtung verschiedener Pop- und Funkgrooves, die aufgrund der melodischen Struktur sehr eingängig sind.

Neben den vier genannten Werken kam ein weiteres Werk zur Uraufführung. »Tasso mit dem Januskopf« von Prof. Steven Heelein (HfK Bayreuth) wurde von Veronika Schlereth, der das Stück gewidmet ist, vorgetragen. Im Mittelpunkt steht Torquato Tasso, ein berühmter Dichter aus dem 16. Jahrhundert, der vermutlich unter Schizophrenie litt. In Anlehnung an Goethes gleichnamiges Bühnenstück wird eine Szene dargestellt, in der sich Tasso janusköpfig selbst betrachtet, seine Wahnvorstellungen offen bekennt und schließlich in den Tod flieht. Dieses Spannungsverhältnis spiegelt sich bereits in der Besetzung wieder, bei der Mandoline und Stimme vorgesehen ist, die von ein und derselben Person ausgeführt werden. Oftmals wird eine musikalische Linie in der Mandoline durch die Stimme unterbrochen und umgekehrt, sodass ein vielschichtiges Stimmengeflecht entsteht.

Eine Bearbeitung von Edvard Griegs Holberg Suite und eine Consort Music von John Dowland rundeten das ungewöhnliche Konzertprogramm mit fünf Uraufführungen ab.

Das BLJZO hatte während der Probenphase die Möglichkeit, die Stücke mit den Komponisten zusammen zu erarbeiten und diese auch persönlich kennenzulernen. Insgesamt ist eine sehr produktive und positive Kooperation entstanden. Um diese Zusammenarbeit zu vertiefen, wurde bereits an weitere Kompositionen für diese Besetzung gedacht. Einzelne Konzertausschnitte sind unter www.bljzo.de zugänglich.

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Einladung

zur kombinierten Mitgliederversammlung und Hauptausschusssitzung des BDZ Landesverbands Bayern e.V.
am Sonntag, dem 9. Oktober 2016 um 13 Uhr
in Enzos Osteria im Gasthof Rauscher, Tassilostraße 10 in 85126 Münchsmünster

Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Feststellung von Anwesenheit und Stimmkraft
  3. Protokollgenehmigung
  4. Tätigkeitsberichte der Präsidenten
  5. Kassenbericht des Schatzmeisters
  6. Bericht der Musikleiterin
  7. Bundesangelegenheiten
  8. Vorliegende Anträge
  9. Rechnungsprüfungsbericht
  10. Entlastung des Präsidiums
  11. Verabschiedungen
  12. Neuwahl des Präsidiums
  13. Sonstiges

Diese Einladung zur Mitgliederversammlung entspricht § 12 unserer Satzung und ist somit rechtsgültig. Anträge zur Mitgliederversammlung sind spätestens zwei Wochen vor der Versammlung schriftlich beim Präsidenten einzureichen. Bitte informieren Sie die Geschäftsstelle per Post oder E-Mail (s.u.) in jedem Fall darüber, ob Sie an der Versammlung teilnehmen oder nicht! Ich hoffe auf eine rege Beteiligung und wünsche schon jetzt eine gute Anreise.

Mit freundlichem Gruß
Joachim Kaiser, Landesverbandspräsident
Hammelburg, den 29. August 2016

Einladung mit Rückmeldungsabschnitt

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Wettbewerb für Zupforchester

[17.07.2016]  Liebe bayerische Zupforchester und Kinderorchester, von dem geplanten Wettbewerb mit viel Begegnungscharakter und wenig Konkurrenzdruck haben sicher schon viele von Euch gelesen/gehört. Der Anmeldeschluss ist bereits am 01.09.2016.

Bayerische Zupforchester müssen sich also bereits vor der Sommerpause überlegen, ob nicht mal eine Reise nach NRW interessant sein könnte …. Es ist kein Vergleich zum Deutschen Orchesterwettbewerb gedacht, also Hemmungen über Bord und los geht’s!

Infos | Flyer

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Alte Turnhalle ausverkauft

Jahreskonzert des Lohrer Zupf-Ensembles unter Motto »… extra für uns!«

[13.06.2016 • Sylvia Knüppel, Main Post]  Lohr. Das Konzert des Zupf-Ensemble Lohr »… extra für uns!« in der Alten Turnhalle war am Samstag, 11.06.2016 mit 200 Besuchern ausverkauft. Die Leiterin des Zupf-Ensemble Lohr Petra Breitenbach begrüßte das Publikum mit der Bemerkung, ob man bei der zweiten Veranstaltung in der neu eröffneten Konzerthalle schon über einen Anbau nachdenken solle, da etliche Besucher nicht mehr eingelassen werden konnten.

Nach dem Vortrag der Abendmusik (vier Canzoni) übernahm Sébastien Schmitt die weitere Moderation des Abends. Als Biologielehrer forderte er das Publikum zu einem Experiment auf und ließ dieses seine individuelle Pulsfrequenz »messen«. Das Ganze war als »Vorbereitung« auf die Drei Bagatellen von Mirko Schrader gedacht …

Da Robin Becker an diesem Abend persönlich zugegen war, dirigierte er seine Komposition »Oshiwambo« selber, die er 2010 dem Zupf-Ensemble Lohr gewidmet hatte. Es war großartig, wie diese Klänge die Zuhörer verzauberten und sich diese den morgendlichen Flug über eine Steppe in Afrika vorstellen konnte. Verstärkt wurde das Ensemble bei dieser Darbietung von Elisabeth Klüpfel (Flöte), Sabrina Fürtsch (Oboe), Susanne Nickel (Klarinette), Tessa Feller (Violine), John Walkowiak (Bratsche), Andreas Franzky (Violoncello), Oliver Dannhauser (Kontrabass), den Percussionisten Reinhild Becker, Sabine Mattke-Trendel, Maximilian Beck, sowie Gerhard Kunkel und Sonja Dietrich am Marimbaphon.

Vor der Pause erklang die Klezmersuite, die dem Zupf-Ensemble 1996 von Elke Tober-Vogt gewidmet wurde. Die Klezmermusik wurde bereits im Mittelalter in den jüdischen Ghettos Osteuropas gespielt. Eine großartige Komposition, die die Einflüsse orientalischer, slawischer und Musik des Balkans erkennen lässt und eine bravourös gemeisterte Herausforderung für die Klarinettistin Susanne Nickel und am Akkordeon (Alma Flammersberger), Violine (John Walkowiak), Tuba (Karl Goldbach), Schlagwerk (Reinhild Becker und Max Beck).

Nach dem Vortrag des »Palladio« von Karl Jenkins in einer Bearbeitung von Jaqueline Stürmer ging es mit einem Leckerbissen weiter: »Classical Gas« von Mason Williams arrangiert im 2012 von Robin Becker. Neben dem ausdrucksstarken Solisten Alexander Esgen gaben Elisabeth Klüpfel (Flöte), John Walkowiak (Violine) und Maximilian Beck (Schlagzeug) ihr Können zum Besten.

Dem Traditional »Telephone« folgte ein Klassiker von John Miles in einer Bearbeitung von Jürgen Heusler: »Music (was my first love)«, das Zupf-Ensemble wurde diesmal verstärkt durch das Frauenstimmenensemble »Lohreley«, die Streichergruppe der Sing- und Musikschule Lohr, Gerhard Kunkel (Saxophon), Susanne Nickel (E-Piano), Oliver Dannhauser (E-Bass), Sébastien Schmitt (E-Gitarre), Max Beck (Drums) und als Gesangssolist Frank Schwab. Seine ganze Bandbreite stellte Frank Schwab beim anschließenden »Tribute to Sting« unter Beweis.

Nach kaum enden wollendem Applaus sowie der Übergabe eines großen Blumenstraußes an Petra Breitenbach, die allen Mitwirkenden dankte, gab es die eingeforderte Zugabe: eine Wiederholung von »Music«. Ein großartiger musikalischer Streifzug fand so einen würdigen Abschluss und man darf schon auf das nächste Jahreskonzert des Zupf-Ensemble Lohr gespannt sein.

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Erfolgreicher Pfingstkurs in Bayern

[27.06.2016]  Der Bund Deutscher Zupfmusiker Landesverband Bayern veranstaltet jährlich in den Pfingstferien ein einwöchiges Seminar für Mandoline und Gitarre in der Bayerischen Musikakademie in Hammelburg, bei dem sowohl Einzel- als auch Gruppenunterricht angeboten wird. Ensemblespiel, Theorie, Liedbegleitung, powerchords, bodypercussion, ein berauschendes Eröffnungskonzert mit dem Duo consensus (Karoline und Christian Laier) und Schnupperkurse rundeten das Programm ab. Die außerordentlich beeindruckenden Ergebnisse präsentierten die Teilnehmer im Saal der Bayerischen Musikakademie einem begeisterten Publikum. Ein Highlight der 41-jährigen Kursgeschichte!

Daneben hatten die Kursteilnehmer wieder die Möglichkeit, während der Woche eine Laienmusikprüfung (D-Kurs) abzulegen. In diesem Jahr legten von den insgesamt 26 Teilnehmern (Jugendliche und Erwachsene) 8 erfolgreich die D-Prüfung ab. Erfreulich war, dass die Anforderungen von den Kursteilnehmern im praktischen Teil immer weit überschritten wurden, die Prüfungen also auf besonders hohem Niveau stattfanden.

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Ensemble Roggenstein siegt beim Deutschen Orchesterwettbewerb in Ulm

[09.05.2016]  Mit 24,6 von möglichen 25 Punkten hat das Ensemble Roggenstein, das Zupforchester der Kreismusikschule Fürstenfeldbruck, am vergangenen Wochenende den 9. Deutschen Orchesterwettbewerb in Ulm gewonnen. Die 17 Spielerinnen und Spieler um ihren Leiter Oliver Kälberer verzauberten die Fachjury und das Publikum mit vielschichtigen Rhythmen, anspruchsvoller Technik und vor allem mit dem einzigartigen Klang, für den das Ensemble bekannt ist.

Schon zum Auftakt zog das Ensemble mit einem Intermezzo von Johannes Brahms seine Zuhörer in den Bann. Man konnte förmlich spüren, dass die Spieler die Musik gemeinsam empfanden und quasi aus dem Herzen hinaus fließen ließen. An Minimal Music erinnerte »Unforgettable« von Tõnu Kõrvits, das vom Ensemble aus der Liste der Pflichtstücke ausgewählt worden war. Das Stück wurde mit Präzision und Leichtigkeit interpretiert, was beim Publikum ebenfalls gut ankam. Abschließender Höhepunkt des Wettbewerbsprogramms war die neueste Komposition von Oliver Kälberer: »Zong 2«. Das komplexe 11-minütige Werk beeindruckte durch seine anspruchsvollen unterschiedlichen Rhythmen, die sich durch die einzelnen Stimmen ziehen.

Die Jury bescheinigte dem Orchester höchste musikalische Qualität und lobte insbesondere den Einklang und die Verbundenheit. Es sei herausragend, wie die Spieler in den Klängen und Rhythmen miteinander verschmelzen, so ein Jurymitglied. Viel Wertschätzung bekam auch die Komposition von Oliver Kälberer. Das Werk wurde für die Sparte Zupfmusik in die Sonderwertung für zeitgenössische Musik aufgenommen.

Beim Preisträgerkonzert am Samstagabend konnte sich das Ensemble Roggenstein noch einmal mit »Unforgettable« in Erinnerung halten. Seit 1992 ist es regelmäßig Preisträger des Deutschen Orchesterwettbewerbs. Mit dem Auftritt in Ulm bereits zum siebten Mal in Folge.

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Letzte Aktualisierung am 08.05.2017