[28.12.2010] Das Protokoll der Mitglieder- und Landeshauptausschusssitzung vom 01.11.2010 liegt vor und kann bei Interesse von Einzelmitgliedern bei der Geschäftsstelle des BDZ LV Bayern e.V. (bdz-bayern@web.de) angefordert werden.
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Der Weihnachtsbrief des Präsidenten
Liebe Mitglieder,
auch zum Ende dieses Jahres möchte ich Ihnen herzlich danken für Ihr Engagement für die Ausübung, Unterstützung und Verbreitung der bayerischen Zupfmusik. Im letzten Jahr gab es massive Bestrebungen des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, die Zuschüsse für den BDZ deutlich zu kürzen. Hintergrund hierfür war die Regelung, fast ausschließlich aufgrund der Zahl der Verbandsmitglieder über die Mittelverteilung zu entscheiden. Aus diesem Grunde war es im Interesse aller jetzigen Mitglieder äußerst wichtig, neue und vor allem jugendliche BDZ-Mitglieder zu werben.
Hier muss auch noch weiter versucht werden, unseren Verband und die Mitgliedschaft für mögliche Interessenten attraktiv darzustellen. Bitte engagieren Sie sich deshalb weiterhin intensiv, um neue Mitglieder zu werben. Ein entsprechendes Formular und die ausführlichen Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie über unsere Homepage.
Da erst zum Ende des Februars 2011 die Ergebnisse der Mitgliederwerbung genau beziffert und zugeordnet werden können, haben Sie noch bis dahin die Gelegenheit, für Ihre Musikschule oder Ihr Orchester als der Einrichtung mit den meisten Neumitgliedern einen Satz Noten als Dankeschön zu »erwerben«.
Meine Bitte, uns die Zahl der kooperativen Mitglieder und deren Altersstruktur detailliert mitzuteilen, wurde im überwiegenden Maße bereits erfüllt. Dies war für die genaue und möglichst hohe Zahl der an das Ministerium zu meldenden BDZ-Mitglieder sehr wichtig. Leider müssen wir die Orchester und Musikschulen mit der entsprechenden Fragestellung im Frühjahr bereits wieder um ihre Zahlen bitten.
Von Seiten des Vorstands waren wir massiv darum bemüht, die Zuschussminderung zu verhindern. Es waren dafür mehrere Konferenzen, Treffen und Einbeziehung von Politikern und Dachverbandsverantwortlichen notwendig. Doch der Zeitaufwand und die Hilfestellung unserer Mitglieder haben gefruchtet: Für das laufende Jahr hat sich der Gesamtbetrag der Mittel zur Förderung der Laienmusik für den BDZ sogar etwas erhöht! Ganz herzlichen Dank dafür an alle daran Beteiligten, in der Hoffnung, dass es sich auch für die Folgejahre ähnlich ergibt! Sowohl bei der Verleihung der Zelter- und Pro Musica-Plaketten im März in Schweinfurt als auch beim 30-jährigen Jubiläum der Bayerischen Musikakademie im November in Hammelburg war Herr Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, zugegen. Ausgestaltet wurden diese publikumswirksamen Veranstaltungen von einem spontan gegründeten Fränkischen Zupforchester und einem Ensemble, ebenfalls aus den Reihen des BDZ LV Bayern, zur Freude der Zuhörer und damit auch der des Ministers. Dass auch dies die o. a. Entwicklung beeinflusst hat, kann nicht völlig ausgeschlossen werden ;-)
Ich bitte wie bereits in den Vorjahren darum, Beiträge und Berichte über Konzerte, Probenphasen, Kurse, Orchesterreisen o. ä. direkt über die Homepage an die Redaktion des Zupfboten zu senden. Nur so ist ein reger Austausch und Kontakt untereinander möglich. Auch in diesem Jahr ist außerdem wieder Ihr »Rechenschaftsbericht« (vor allem die Angabe der Gemeinnützigkeit!) für den Erwerb von Zuschüssen von großer Bedeutung. Vielen Dank schon jetzt für Ihre Bemühungen!
Im Juni dieses Jahres feierte musica a corda mit einem Festkonzert sein 20-jähriges Jubiläum. Damit sind für zwanzig Jahre unermüdlichen Wirkens für die Förderung der Zupfmusik z.B. durch herausragende Orchesterkonzerte mit Aufführungen von Originalkompositionen und instrumentengerechten Bearbeitungen zu danken. Herzlichen Glückwunsch zum runden Geburtstag!
Als ein für fast 3000 Besucher und Interpreten besonderes Ereignis im vergangenen Jahr möchte ich das eurofestival der Zupfmusik in Bruchsal erwähnen, bei welchem ich die Gelegenheit hatte, mich von der hohen Leistungsfähigkeit unserer bayerischen Zupfensembles im Reigen vieler anderer nationaler und internationaler Gruppierungen zu überzeugen.
Nach neun Jahren hat es an der Spitze des Bayerischen Landeszupforchesters einen Wandel gegeben: Dominik Hackner hat aus verständlichen Gründen, die nicht in der Zusammenarbeit mit dem BLZO lagen, das Dirigat abgegeben an Oliver Kälberer. Ich möchte Dominik Hackner ganz herzlich danken für die engagierte und entsprechend erfolgreiche Arbeit mit dem Orchester. Ich freue mich sehr darüber, dass es uns gelungen ist, mit Oliver Kälberer einen äußerst kompetenten Dirigenten aus den eigenen Reihen zu finden, der diese verantwortungsvolle Aufgabe sicherlich bravourös meistern wird. Herzlich willkommen in der Leitung eines unserer »Aushängeschilder«!
Ich wünsche Ihnen allen auch im Namen des gesamten Vorstands neben den Vorbereitungen für die Weihnachtszeit ein paar besinnliche Stunden im Kreise Ihrer Familien, einen schönen Advent, friedliche Feiertage und einen guten Rutsch in ein gutes und hoffentlich erfolgreiches Jahr 2011.
Ihr
Joachim Kaiser
Dez. 2010
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Phoibos
[13.12.2010] Phoibos – Zeitschrift für Zupfmusik ist eine Schriftenreihe für Interpreten, Wissenschaftler und Pädagogen, für Laien und Profis gleichermaßen. Jeder der sich ernsthaft mit den Instrumenten Gitarre, Harfe, Mandoline und Zither beschäftigt, wird hier ein vielseitiges Spektrum von wissenschaftlichen Artikeln, aktuellen Essays, Berichten über Kongresse und Festivals, CD- und Buchkritiken bis hin zu launigen »Mailwechseln« und Comics finden.
Dabei versteht sich die Zeitschrift als musik- und kulturwissenschaftliches Organ der Gruppe der Zupfinstrumente, die ihre Gruppenidentität über die gemeinsame Art der Tonerzeugung, ihre Klanglichkeit und ihre über weite Strecken gemeinsame Vergangenheit erhalten. Da Phoibos einen breiten, kulturwissenschaftlichen Focus ansetzt, sind interdisziplinäre Artikel vieler Fachrichtungen willkommen, um das Phänomen Zupfmusik von möglichst vielen Seiten zu beleuchten.
Jede Ausgabe setzt ein Thema dominant und beinhaltet neben einem Leitartikel der Herausgeber vier Fachartikel, die dem jeweiligen Thema gewidmet sind. Um eine thematische Vielfalt zu garantieren, enthält jede Ausgabe darüber hinaus auch drei thematisch freie Fachartikel. Regelmäßig aktualisierte und weiterführende Informationen bietet die Website www.phoibos-zfz.de.
Zum Kennenlernen kann Phoibos bei der Geschäftsstelle des BDZ LV Bayern (Sterngasse 8, 97816 Lohr a. Main) für drei Wochen ausgeliehen werden. Nach Zusendung von 2,20 € Porto (in Briefmarken) wird das Heft zugesandt, mit der Bitte um sehr gute Behandlung und termingerechte Rückgabe. Versand in der Reihenfolge der Anfrage, die bitte vorher unter bdz-bayern@web.de gestellt werden sollte. Abonniert werden kann das Heft überwww.phoibos-zfz.de.
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»Spielt einer von Euch Gitarre??«
Sommerprobenphase des BLJZO mit viel Lust und Laune
[16.11.2010] Die diesjährige Sommerprobenphase des BLJZO fand im Bruder-Klaus-Heim in Violau statt. Mit dabei waren 7 Mandolinen, 3 Mandolen, 16 Gitarren und 1 Bass. Nach der ersten Einspielprobe gab es am Abend den BLJZO-typischen Spieleabend, der durch neue Spiele wie das »Zugspiel« ergänzt wurde. Der zweite Tag war mit intensiven Proben ausgefüllt, dabei gab es sowohl getrennte Stimmproben als auch Orchesterproben. Als sportlichen Ausgleich konnte man dafür am Abend sein Geschick im überfüllten Kleinfeldfußball beweisen. Einige Mutige wollten sich danach im Pool erfrischen, was allerdings recht schnell vom Hausvater unterbunden wurde.
Am Mittwoch wurde ebenfalls fleißig für das Konzert geübt, wobei der Fokus auch auf den zwei Ensembles lag: Zum einen wurden zwei italienische Tremolostücke von einem Mandolinenensemble einstudiert, das dann auch selbstständig im Konzert auftrat. Der Rest beschäftigte sich als reines Gitarrenensemble mit der Suite G-Dur von Christian Friedrich Witt. Der Abend konnte frei gestaltet werden, wobei u.a. der Spieleraum zur Verfügung stand. Für eine für Donnerstag geplante Aufführung wurden von einzelnen Gruppen Beiträge vorbereitet, die folgende Reizwörter beinhalten sollten: Oli, Trivialität, Vorhalt, Pool, blümerant und »Oh Mann sind wir glücklich«.
Der Donnerstag selbst stand ganz im Zeichen der Generalprobe für das Konzert am Freitag, bevor am Abend die Präsentation der Gruppenarbeit anstand. Die erste Gruppe ließ die Zuhörer die Reizwörter durch musikalische Themen erraten. Darauf folgten Schneewittchen und die drei Zwerge, die kleine Theaterpassagen aufführten. »Holzhacken macht Spaß« war Daniels Motto. Trotzdem war er über die Ablösung von Benni dann doch sehr froh: »Ach bin ich glücklich.« Den Begriff »Vorhalt« verarbeiteten die Gruppen unterschiedlich. »Da hätten wir bei Vorhalt besser aufpassen müssen!« Auch ein Gedicht und ein Wörterbuch mit den gegebenen Reizwörtern wurden geschaffen. Die Gruppe Hering ließ das Familie-Meier-Spiel mit anderen Protagonisten aufleben. Zum Schluss folgte noch eine Vorstellung von »Frei Schnauze«. Dieser Abend war ein einziger Ohren- und Augenschmaus.
Freitag – das groß angekündigte Konzert stand an. Nach den leckeren Käsespätzle zu Mittag gingen fast alle Spieler und Dozenten an die frische Luft um in Badeklamotten Fußball zu spielen. Anschließend wurde das immer noch kalte Nass von vielen schönen oder schon etwas ausgebleichten Badehosen sowie Bikinis aufgewühlt. Nach der wunderbaren Erfrischung ging es mitsamt vieler gelber Picknickkisten per Bus nach
Olching. Vor Ort wurde dann das komplette Konzert mit Einmarsch und Übergängen geprobt. Anschließend gab es eine liebevoll hergerichtete Brotzeit, bevor das Konzert begann, welches wirklich gut lief. Peter hatte Julian schon prophezeit, dass seine ziemlich abgespielte D-Saite das Konzert mit achtzigprozentiger Wahrscheinlichkeit nicht überleben würde. Doch auf wundersame Weise lebte sie sogar noch einige Tage
weiter. Nach der Rückfahrt gab es wie immer Pizza. Plötzlich sprang Domi auf und setzte sich an den Nebentisch. Dort waren drei Teile eines Chor-Quartetts versammelt. Mit der Zeit kamen immer mehr dazu, am Schluss saßen fast alle Mitspieler des BLJZO an diesem kleinen Tisch und sangen gemeinsam mit Stimmeinteilung Lieder verschiedenster Art.
Der Brüller schlechthin war, als einer der Sänger fragte, ob einer von
uns Gitarre spiele. Gefeiert wurde im Raum »Eichholz«, natürlich sehr lang.
Ziemlich verschlafen bzw. übermüdet machten wir uns schließlich auf den
Heimweg.
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Fachtagung »Ehrenamtliches Engagement im Kulturbereich« mit großer Nachfrage
[19.10.2010 • Bayerischer Musikrat, Referat Laienmusik] Einer großen Nachfrage erfreut sich die Fachtagung »Ehrenamtliches Engagement im Kulturbereich« mit den vier Referaten zu den Themen
Künstlersozialversicherungsrecht
Urheberrecht – Notenkopieren
Aktives Musizieren – Eine Schutzimpfung gegen Medienverwahrlosung
Verwaltungsvereinfachung und Vereinssteuerrecht
am Samstag, 6. November 2011 von 10:00 bis 16:00 Uhr im Bayerischen Landtag. Von den maximal 200 Plätzen sind nur noch 45 Plätze frei. Interessenten an der Fachtagung, die sich bislang noch nicht angemeldet haben, empfehlen wir, dies eilig nachzuholen. Da fast alle Themen alle Sparten der Laienmusik betreffen, würden wir uns sehr freuen, wenn unsere Fachtagung nicht nur in den Chor- und Blasmusikverbänden beworben würde.
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»Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum!« (Friedrich Nietzsche)
Das Schweinfurter Seminar 2010
[23.09.2010 • Christl Lobe] »Ich habe nur einmal gefehlt!« verkündet Michael Tröster stolz bei der Eröffnung des 39sten Schweinfurter Seminars für Mandoline, Gitarre und Kammermusik im August. Damit hält er den Rekord, aber in der Vorstellungsrunde zeigt sich schnell, dass es nur so von »Wiederholungstätern« unter den 40 Teilnehmern wimmelt, die sich auf Altbewährtes freuen und Neuem gespannt entgegensehen. Wie jedes Jahr im August veranstaltete der BDZ LV Bayern das Sommerseminar in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg, um interessierten Zupfmusikern unter der Anleitung von sieben Dozenten die Gelegenheit zu geben, sich fort- und weiterzubilden. Laien und Profis sind gleichermaßen angesprochen.
Das Interesse an diesem Kurs wird in der Ausschreibung geweckt mit Kursinhalten wie Technik, Didaktik, Forums- und Einzelunterricht, Kammermusik, Zupforchester, Gitarrenensemble, Konzerte, Auftrittstraining, t'ai chi ch'üan & Qigong und einer Notenausstellung von Jürgen Thiergärtner. So kommt jeder mit bestimmten Erwartungen und sieht sie individuell erfüllt.
Diese in vielfacher Weise intensive Woche wird mit einem Konzert unter Mitwirkung aller Dozenten eröffnet und stimmt uns wunderbar auf eine Woche ganz im Zeichen der Musik ein. Einfühlsam zarte Klänge auf der Barockmandoline (Bianca Brand und Martine Sikkenk), Diabelli auf Originalgitarren aus dem frühen 19. Jhdt. (Johannes Tappert und Thomas Müller-Pering), furiose Klänge auf dem Klavier (Iwan Urwalow), virtuoses Miteinander im Duo für Mandoline und Gitarre (Steffen Trekel und Michael Tröster), zauberhafte Musik auf der Liuto Forte (Johannes Tappert) und zum Abschluss eine launige Jazz-Pop-Rock-Suite unter Mitwirkung aller Dozenten.
Am Dienstag Abend wird gleich ein weiteres Highlight folgen, wenn Michael und Steffen im Dozentenkonzert Stücke aus ihrer neuen CD spielen.
Jeden Abend werden wir uns dann im Felsenkeller der Akademie treffen, wo man sich je nach Bedarf bei einem Gläschen Akademiewein kennenlernen, unterhalten und entspannen kann (wer hat denn schon wieder diese Cashew-Nüsschen hergestellt?!). Dort werden wir auch in den Genuss von Iwan Urwalows unglaublicher Fingerfertigkeit auf dem Klavier kommen, wenn er nach einem vollen Unterrichtstag als Korrepetitor immer noch voller Energie ist. Wer mehr den Drang nach Bewegung verspürt, der kann sich auch beim Kickern oder Tischtennisspielen austoben, um besonders angespannte Muskelgruppen wieder zu lockern.
Dieses Jahr erwartet die »Oldies« eine kleine Überraschung bezüglich des Wochenkonzeptes. Neben festen Zeiten für t'ai chi und Zupforchester und des Einzelunterrichts bei einem (Wunsch-)Lehrer sind die Teilnehmer aufgefordert – anders als in den vergangenen Jahren – sich täglich einen neuen Stundenplan anhand der Angebote zu erstellen. Ein Vorteil dabei ist sicher, dass man durch die Teilnahme an verschiedenen Technik- und Didaktikstunden möglichst viele Eindrücke und Anregungen sammeln kann, wobei andererseits auch dem Dozenten die Möglichkeit genommen ist, kontinuierlich ein Programm über die ganze Woche zu entwickeln.
Jeden Morgen um 9 Uhr nach dem Frühstück bietet Michael Tröster Übungen aus dem t'ai chi bzw. Qigong an. Er ist Kursleiter für »t'ai chi ch'üan und Körperarbeit« und so stehen wir noch vor dem ersten Ton im wunderschönen Innenhof der Akademie und bewegen und lockern uns unter seiner kundigen Anleitung mit viel Spaß, um fit in den Tag zu starten. Sein Schwerpunkt liegt u.a. auf der Arbeit mit Energiepunkten, Mentalkonnektoren und Chi-Tests und es gelingt ihm, uns Laien mit Geduld (so mancher verwechselt schon mal sein Ming Men und Zong Ding!) und anschaulichen Beispielen an die Materie heranzuführen. Dabei gilt immer das Motto: »Lächeln!«, wenn dieses auch spätestens beim Armkreisen etwas angestrengt wirkt. In seiner Didaktikstunde »Bewegungsprinzipien und Haltung für die Gitarre« zeigt er dann auf, dass die zehn grundlegenden Punkte des t'ai chi für das Gitarrespiel hinsichtlich richtiger Haltung, Spannung und Entspannung erstaunlich weitgehend adaptiert werden können. Praktisch angewendet werden die Erkenntnisse in den Technikstunden zum Barré und zur (leidigen) Frage, wie man seine Geschwindigkeit steigern kann.
Vor diesem Hintergrund ist es auch Steffen Trekel wichtig, den Mandolinenspielern zu zeigen, wie man unter Nutzung der Energieflüsse Blockaden abbauen und damit zu einem entspannteren Spiel finden kann.
Dank der ausgezeichneten didaktischen und pädagogischen Fähigkeiten aller Dozenten können Spieler jeglicher Leistungsstufe etwas lernen. Wie etwa bei Bianca Brand über Regeln für das Akkordspiel, deren Umsetzung auf der Mandoline zur ganz praktischen Begleitung einfacher Lieder. Wer Verzierungen liebt und sie auf der Mandoline auch schön spielen will, geht in ihre Technikstunde. Fortgeschrittene, die keine Angst mehr vor Calace haben, tremolieren mit Steffen in höheren Sphären.
Thomas Müller-Pering widmet sich in der Technik ganz den basics, die es aber in sich haben, wenn man sie genau betrachtet, denn der Teufel sitzt ja bekanntlich im Detail. Eine ganze Stunde wird der rechten Hand gewidmet: richtiger Druck auf die Saiten für einen guten Klang, Druckausübung der Finger beim Akkordanschlag, rechtzeitige Kontaktaufnahme der Finger zur nächsten Saite. Sind die Nägel richtig gefeilt? Thomas gibt präzise Anweisungen – und schon klingt’s besser! Nicht weniger aufschlussreich die Technikstunde, die der linken Hand gilt: effektive Übungen für die Beweglichkeit der Finger bei Bindungen und Barré, bis hin zur Stellung des Daumens, der »im Verborgenen« eine nicht unwichtige Rolle spielt. Und – so sein Rat – über allem walte die Ökonomie!
In der Mandolinendidaktik erzählt Martine Sikkenk über die unterschiedlichen Ansätze in der Handhaltung und Anschlagstechnik bei Mandolinenlehrern des 18. Jhdt.s, und jeder darf einmal mit einem Federkiel spielen. Wie wunderbar weit der musikalische Rahmen sich spannt, zeigt sich einmal mehr, wenn die Dozentin Einblicke in perkussive Techniken und andere Techniken aus der Neuen Musik gibt.
Staunen bei Hannes Tappert: »Viel ist nicht viel!« Er vermittelt uns Einblicke in den neuesten Stand der Hirnforschung hinsichtlich konzentrierten und effektiven Übens. So erfährt der staunende Spieler, dass ein Großteil des Lernvorgangs nicht beim Üben, sondern danach, sogar im Schlaf (!) stattfindet. Leider muss er auch zur Kenntnis nehmen, dass Alkohol weder vor noch nach dem Üben dem Wachsen der Nervenverbindungen zuträglich ist. Dass das Verbalisieren (also wirklich laut Aussprechen), das bildhaft-farbliche Visualisieren oder sogar die olfaktorische Vorstellung einer Musikstelle hilft, »Problemzonen« oft leichter zu überwinden, demonstriert Hannes in den »Üben üben« Stunden an etlichen Beispielen. Mut zu kurzen, aber konzentrierten Übesequenzen und auch mal Geduld, auf den richtigen Moment zu warten. Dies betont auch Steffen in seiner Übung für effizientes Üben mithilfe kurzer Sequenzen. Und – des Gitarristen Fingernägel sind des Mandolinenspielers Plättchen. Richtig eingesetzt winkt als Lohn der gute Ton!
Der besondere Charme des Lehrgangs besteht auch in der Möglichkeit, in diversen, oft spontan gebildeten kammermusikalischen Formationen Stücke miteinander einzustudieren und sie dann (freiwillig) beim internen Vorspiel oder gar beim Abschlusskonzert zum Besten zu geben. Hier sei den Dozenten für ihre schier grenzenlose Geduld gedankt, mit der sie auch Laien auf die Bühne bringen! Nicht alle Teilnehmer haben das Glück, regelmäßig in einem Heimatorchester oder Ensemble spielen zu können und freuen sich ganz besonders auf das Angebot hier in Hammelburg. Diesmal bilden sich u.a. zwei Orchester unter der Leitung von Martine und Bianca. Für mich ist dieses entspannte und heitere miteinander Musizieren (warum spielt die Mandola plötzlich so laut und die Gitarren veranstalten ein Wettrennen?) die schönste Stunde am Tag. In kürzester Zeit entsteht wunderschöne Musik und ich weiß, dass ich im Abschlusskonzert eine Gänsehaut bekommen werde, wenn Eberhard im Scherzo von Ingo Brzoska mit dem Schlagzeug einsetzt.
Klingt das manchem zu sehr nach Arbeit? Ja, ist es auch, aber mit unglaublich viel Freude verbunden. Aus der Fülle von Angeboten kann ja jeder individuell das für ihn Passende auswählen, und gerade dies weiß hier jeder zu schätzen. Das gilt auch für Steffens Angebot für ein Quiz zur Geschichte des Zupforchesters, das mit fröhlichem Eifer durchgeführt wird, denn das Wichtigste ist doch, Neues kennenzulernen (doch nicht Vivaldi?), sich darauf einzulassen (höre ich da eine Oboe oder eine Klarinette?), sich über richtige Antworten zu freuen (wer schon einmal Vishnu gespielt hat, vergisst es nie wieder), oder auch mal munter draufloszuraten (schon nach einer Stunde Mandolinenunterricht ist so mancher hochmotiviert, über die Plättchenstellung zu meditieren). Am Schönsten ist es natürlich, wenn man über das Wissen verfügt und der erste Platz geht souverän an Iris Hammer.
Wie beim Skifahren (auch bei uns werden bestimmte Muskeln und Sehnen besonders strapaziert), so legen auch die Musiker einen (halben) Ruhetag ein. Am Mittwoch werden die Dozenten für den Unterricht getauscht, neue Erfahrungen gesammelt und nach dem Mittagessen ist erst mal frei. Man kann in dieser Zeit üben, schlafen, lesen, in die Stadt gehen zum Eisessen und Kaffeetrinken, man kann wandern, Kanufahren oder mit dem GPS in der Hand Schätze suchen (und sie meistens auch finden).
Ob Laie oder Profi – jeder geht voller Anregungen und Neuerkenntnissen wieder in den Alltag. Dort merkt er dann auch, wie herrlich es doch eine Woche lang war, sich in der Akademie von den Kochkünsten des stets um unser Wohl besorgten Küchenchefs verwöhnen zu lassen, ganz nach dem Motto mens sana in corpore sano. Wie schön es war, aus jeder Ecke Musikklänge zu hören, miteinander zu spielen, zu reden und sich auszutauschen, alte Freundschaften zu vertiefen und neue zu schließen, wunderbare Konzerte zu hören, in den Noten zu stöbern und neue zu erwerben, im Einzelunterricht individuell betreut zu werden und sich insgesamt dank des wunderbaren Dozententeams und der hervorragenden Leitung (danke Bianca!) rundum wohlzufühlen. »Auf Wiedersehen!« heißt es am Ende des Schweinfurter Seminars – und so ist es auch gemeint.
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Junior-Assistent Ensemble-Leitung
[12.10.2010] Die Ausbildung zum »Junior-Assistent Ensemble-Leitung« ist ein neu entwickeltes Angebot für Jugendliche ab 15 Jahren, die Freude an der Musik und deren Vermittlung haben. Ziel des Kurses ist es, die musikpädagogischen Begabungen der Jugendlichen zu fördern und dadurch Impulse für die Wahl eines musikpädagogischen Berufs oder für das ehrenamtliche Engagement in der musikalischen Jugendarbeit in Vereinen und Schulen zu geben.
Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die Qualifikation, in Schulorchestern, Chören, Big Bands oder Blasmusikorchestern bei Proben und in Konzerten als Chor- oder Orchesterassistenten mitzuwirken. Auch im Rahmen von Ganztagsangeboten können die ausgebildeten Jugendlichen tätig werden und das Angebot zum Singen und Musizieren mit ihren musikalischen Fähigkeiten bereichern.
Neben der fachlichen Qualifikation sollen das musikalische und das soziale Engagement gefördert und Selbständigkeit und Mitverantwortung gestärkt werden.
[11.10.2010] Im Juni veröffentlichte der Grenzland-Verlag mit Sitz in Aachen die »Fantasie für Mandoline und Gitarre« von André Herteux in einer Notenausgabe mit Partitur und beiliegenden Einzelstimmen. Das Heft kann direkt beim Verlag oder im Notenfachhandel (z.B. beim Trekel-Verlag) zum Preis von 12,80 € bestellt werden.
Das Gitarrentrio »Herr Dö & Co.« wird im November 2010 »Gruppe des Monats« in der Bayern 1 Volksmusik. Am Freitag, den 05.11. sind wir live zu Gast im Studio. Zu hören ist die Sendung ab 19:05 im Hörfunk-Programm Bayern 1 (Nord) des Bayerischen Rundfunks.
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Neu bei »Jugend musiziert« – Gitarre Pop
[08.10.2010] Der Wettbewerb Jugend musiziert hat in diesem Jahr eine neue Wertung für Gitarristinnen und Gitarristen eingeführt: Gitarre Pop.
Hier die wesentlichen Voraussetzungen:
1. Instrumentarium:
Bei der Wertung Gitarre (Pop) gibt es keinerlei Einschränkung, was die Wahl des Instruments betrifft. Es sind sowohl akustische wie elektronisch verstärkte Gitarren erlaubt.
2. Literatur:
Es sind Titel aus unterschiedlichen Stilen erforderlich, z.B. Funk, Blues, Metal,
Pop, Rock, Latin usw. In der Altersgruppe IV bis VI sind mindestens drei stilistisch
unterschiedliche Titel erforderlich.
3. Begleitung:
Es besteht keine Einschränkung bei der Wahl der Begleitung. Die Begleitung kann elektronisch als Playback oder akustisch durch einen anderen Spieler erfolgen.
4. Solo:
Ab der Altersgruppe IV muss in mindestens einem begleiteten Titel ein Solo enthalten sein.
Die Ausschreibung zum Wettbewerb mit allen Informationen und Daten (pdf, 356 KB).
Anmeldeschluss für den 48. Wettbewerb ist der 15. November 2010.
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»VIELSAITIG« und »INSAITER« Gerolzhofen unter neuer Leitung
Rainer Vollmann übergibt Dirigentenstab nach 30 Jahren
[21.09.2010] Genau im September 1980 wurde auf Initiative eines jungen begeisterten Musikstudenten – Rainer Vollmann – der Grundstein für das in weitem Umkreis bekannte Zupforchester VIELSAITIG der Musikschule Schweinfurt gelegt.
Der Name des Orchesters VIELSAITIG weist auf ein breites musikalisches Spektrum hin.
Bereits ein Jahr später 1981 formierte sich aus Spielern des neugegründeten Zupforchesters ein
weiteres Ensemble (ca. 14 Mitspieler), das Zupfensemble INSAITER der Musikschule Schweinfurt.
Seit diesem Zeitpunkt geben die Schüler der Klasse Rainer Vollmann – oft unter Mitwirkung renommierter Solisten – Konzerte auch im Rahmen kleinerer Tourneen.
Bei zahlreichen Musikwettbewerben wurden Mitglieder von INSAITER und VIELSAITIG mit Preisen ausgezeichnet (u.a. erste Preise beim Landes- und Bundeswettbewerb »Jugend musiziert«).
Das umfangreiche Repertoire umfasst Werke aller Stilrichtungen sowie Blues und Folklore.
Rundfunk und Fernsehaufnahmen, Konzerte von Bayreuth bis München,
von Salzburg, Schloss Mattsee bis Jena und Gera folgten, und aus den anfangs noch sehr jungen Ensemble- und Orchesterspielern entschlossen sich später nicht wenige, selbst ein Musikstudium aufzunehmen oder einen artverwandten Beruf zu ergreifen.
INSAITER und VIELSAITIG treten jeweils eigenständig, aber auch als große musikalische Gemeinschaft
mit über 40 Mitspielern auf.
Aus Anlass eines Engagements im Stadttheater Schweinfurt wurde VIELSAITIG
auf ca. 150 Mitspieler zum wohl größten Zupforchester Bayerns kurzzeitig erweitert!
Auch ein Auftritt in der vollbesetzten Olympiahalle München vor dem damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker ist eines der unvergessenen Highlights der Musiker.
Aktuell wurden fünf Mitglieder des Zupforchesters als Gitarrenquintett beim diesjährigen Landes- und Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« ausgezeichnet – übrigens mit einer Komposition (»Traumbilder«) des Dirigenten Rainer Vollmann für Gitarrenensemble/Zupforchester.
Rainer Vollmann, der mit seinen Publikationen – u.a. seiner didaktischen Songbuchreihe »Songtime« für Gitarre – im ganzen deutschsprachigen Raum bekannt wurde, war jahrzehntelang erfolgreich im Dienste des BDZ tätig. Hier wirkte er als Dozent des jährlichen Pfingstkurses für Mandoline und Gitarre in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg, bei Workshops, BDZ-Veranstaltungen, Konzerten, als Dozent bei div. Kinderkursen, Freizeitaktivitäten und als Initiator und langjähriger Leiter des BDZ-Unterfrankenkurses.
»Alles hat seine Zeit«. Dies gilt auch für Musiker. Und wenn man sich am wohlsten fühlt und es am besten läuft, sollte man daran denken, den Fortbestand und das hohe Niveau dieser 30-jährigen Arbeit zu sichern, so Vollmann. Wie auch schon vorher bei den BDZ-Seminaren hat Rainer Vollmann (für seine Verdienste mit der BDZ-Medaille in Bronze geehrt) in Hannes Wagner (im Bild rechts) einen hervorragenden und äußerst kompetenten Wunsch-Nachfolger gefunden. Die beiden schätzen sich nicht nur auf musikalischer Ebene, sondern sind bereits seit langer Zeit freundschaftlich verbunden.
Allen Musikern des Zupforchesters VIELSAITIG und des Ensembles INSAITER, sowie dessen neuem Leiter Hannes Wagner wünscht Rainer Vollmann von ganzem Herzen weiterhin viel Freude und Erfolg – mindestens für die nächsten 30 Jahre.
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60-jähriges Jubiläum beim MGV »Noris Süd«
[19.09.2010] Der MGV Noris Süd kann heuer eine Ehrung der ganz besonderen Art vornehmen. Frau Helene (genannt Hella) Wiedemann kann auf 60 Jahre Mitgliedschaft zurück blicken.
Bereits vor ihrer Aufnahme beim MGV Noris Süd im Jahre 1950 war Hella Wiedemann in der Jugendgruppe tätig. Seit dieser Zeit hat sie dem Verein unermüdlich die Treue gehalten.
Anfangs spielte sie in der 1. Stimme und später dann in der 2. Mandoline als Führungsstimme. Über 50 Jahre lang war sie als Schriftführerin im Verein tätig, bis sie eine Augenerkrankung dazu zwang, diesen Posten mehr oder weniger aufzugeben. Mit vergrößerten Noten spielt sie nach wie vor noch in der
2. Mandoline. Sie ist sehr in der Vereinsarbeit engagiert – schreibt Geburtstagskarten für die Mitglieder, arrangiert Geschenkkörbe für Jubilare, Päckchen und Geschenke für Feiern, usw. Um es auf einen Nenner zu bringen: Sie ist die »gute Seele des Vereins«.
Der MGV Noris Süd gratuliert Frau Hella Wiedemann ganz herzlich zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum und wünscht ihr noch viele schöne und musikalische Jahre mit »ihrem Verein«.
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Nutzung von Bildmaterial im Internet und aus dem Internet
[14.09.2010 • Bayerischer Musikrat, Referat Laienmusik] Bilder sind im Internet problemlos herunter und herauf zu laden und bereichern jede Vereins-/Verbands-Homepage. Dabei kann es in zwei Bereichen zu juristischen Problemen kommen.
a) Beim Einstellen von selbst geschossenen oder durch Fotografen zur Verfügung gestellten Personenfotos in Homepages.
b) Bei der Nutzung von Fotos/Bildern aus dem Internet.
Personenfotos in Presse und Internet
Fotos erfreuen sich auf Vereins-Homepages und in der Pressearbeit einer wachsenden Beliebtheit, sei es in Gestalt von Konzert- oder Veranstaltungsfotos oder auch als Musiker-/ Vorstandsportraits. Während die Einbindung von Fotos in technischer Hinsicht aufgrund immer schnellerer Internetverbindungen keine Probleme bereitet, sind in rechtlicher Hinsicht einige Besonderheiten zu berücksichtigen. Bei der Veröffentlichung von Fotos, die Personen abbilden, muss das sogenannte »Recht am eigenen Bild« beachtet werden – egal ob es sich um Vereins-Homepages oder private Websites handelt. Im Vordergrund steht dabei die Frage, ob vor der Veröffentlichung der Bilder die Einwilligung der Abgebildeten einzuholen ist.
Da im Internet veröffentlichte Homepages weltweit zugänglich sind, ist die Beachtung des »Rechts am eigenen Bild« von großer Bedeutung. In der Regel ist eine Veröffentlichung von Personenfotos ohne Einwilligung der Abgebildeten nur in Ausnahmefällen erlaubt.
Ist eine Person auf dem Foto zu sehen, die ganz offensichtlich das Haupt-Motiv der Fotografie darstellt, muss diese Person der Veröffentlichung ausdrücklich zustimmen. Die Zustimmung des Fotografierten kann schriftlich oder mündlich erfolgen, wobei in der Praxis eine mündliche Genehmigung allerdings nur sehr schlecht nachgewiesen werden kann. Daher ist es empfehlenswert, eine schriftliche »Genehmigung/Abtretungserklärung« unterzeichnen zu lassen. Diese muss von der Person unterzeichnet werden, die auf dem Foto abgebildet ist bzw. bei Minderjährigen von deren gesetzlichem Vertreter.
Sind auf einem Foto mehrere Personen zu sehen, verhält es sich etwas komplizierter:
Eine Einwilligung ist nicht erforderlich, wenn die abgebildeten Personen nicht den Motivschwerpunkt bilden oder Teil einer Versammlung sind. Ist auf einem Foto eine Person im Vordergrund, allerdings mehrere Personen im Hintergrund, braucht man vom deutlich erkennbaren Menschen auf dem Foto eine Genehmigung. Insbesondere dann, wenn diese Personen in Zusammenhang mit der Berichterstattung dem Thema zugeordnet werden können oder sogar namentlich genannt werden (z.B. Solisten vor dem Orchester/Chor).
Wiederum anders verhält es sich, wenn die fotografierte Person damit rechnen muss, dass sie im Zusammenhang mit einer aktuellen Veranstaltung bzw. in Zusammenhang mit ihrem Handeln in einer gewissen Öffentlichkeit steht (Polizisten im Rahmen eines Fußballspiels / Teilnehmer von Festzügen). Hier muss keine Genehmigung eingeholt werden.
Grundsätzlich gilt:
Sind Personen auf einem Foto klar erkennbar und machen Sie mehr als 50% des Bildes aus, sollte eine Genehmigung eingeholt werden.
Umso größer die Gruppe, um so öffentlicher der Anlass zur Fotografie – desto weniger ist dem Fotografen zuzumuten, eine ausdrückliche Genehmigung für die Veröffentlichung des Fotos im Rahmen einer Berichterstattung einzuholen. Allerdings ist das meist Auslegungssache und es gibt hierzu unterschiedlichste Urteile, wann eine Genehmigung erforderlich sein müsste und wann nicht. D.h. wer »auf Nummer sicher« gehen will, sollte sich im Zweifelsfall lieber eine Genehmigung einholen.
Praktische Beispiele aus dem Schulleben finden Sie im Internet.
Fotos aus dem Internet
Bei der Gestaltung von Homepages stellt sich für viele Vereine/Verbände die Frage, woher die passenden Fotos zu bestimmten Themenbereichen nehmen. Der Blick auf andere Homepages oder die Suche bei Google bringt oft schnell ein Ergebnis. Das gefundene Bild wird abgespeichert, zugeschnitten, gespiegelt oder mit einem Bildbearbeitungsprogramm verfremdet.
Aber Vorsicht, auch Bilder und Fotos genießen in der Regel Schutz durch das Urheberrecht, egal ob es objektiv hochwertige (professionelle) Fotos oder nur Schnappschüsse sind. Deswegen dürfen die meisten im Internet verfügbaren Fotos nicht ohne weiteres verwendet werden. Es bedarf hier einer Einwilligung des Urhebers/Fotografen oder der Agentur, die die Rechte am Bild hat. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Verwendung lizenzierter Bilder und Fotos ohne Einwilligung für Nutzer schnell zum teuren Problem werden kann und sich der Verein plötzlich mit hohen Schadensersatzforderungen und einem Unterlassungsanspruch konfrontiert sieht. Gerichte sind bei verschiedenen Urteilen von einem Lizenzschaden von 450 Euro bis 6.000 Euro je Bild ausgegangen. Gerade im Internet ist es den Urhebern der Fotos/Bilder ein Leichtes, über Codierungen ihre Bilder wiederzufinden und die unrechtmäßige Nutzung anzumahnen bzw. dafür ein entsprechendes Nutzungshonorar zu verlangen.
Deswegen sollten Vereinsverantwortliche sehr genau die Herkunft der Bilder auf ihren Homepages prüfen. Die größte Rechtssicherheit bieten selbst geschossene Fotos (Achtung: »Recht am eigenen Bild« beachten). Jedoch stehen im Internet auch zahlreiche kostenlose Bilddatenbanken für lizenzfreie Fotos (z.B. www.pixelio.de / www.piqs.de / www.bilderkiste.de) und kostenpflichtige Bilddatenbanken (z.B. de.fotolia.com) zur Verfügung. Bitte jedoch hier die entsprechenden Lizenzbedingungen lesen, da die kostenlose Nutzung oft nur für private Zwecke erlaubt ist, der Vereinsbereich jedoch juristisch nicht als privater Bereich gewertet wird. In jedem Fall ist bei der Verwendung solcher Bilder immer das Copyright mit anzugeben.
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Vivaldi Orchester zu Gast auf internationalem Festival in Spanien
[13.09.2010 • Dr. Andrea Deininger] Einen Höhepunkt seiner Konzerttätigkeit erlebte das Vivaldi Orchester Karlsfeld im August beim Festival Plectro 42 in Logroño, dem bekannten Zupfmusik-Ereignis in Nordspanien. Neben Ensembles aus Spanien, Venezuela, Kolumbien und Frankreich waren die Karlsfelder Musiker eingeladen, drei Konzerte zu geben. Das Eröffnungskonzert fand in der Stadthalle von Logroño vor 100 Zuhörern statt. Eine weitere Aufführung gab es im Teatro Ideal in Calahorra. Beim Abschlusskonzert im Kulturhaus konnte sich das Vivaldi Orchester über stehende Ovationen freuen.
Die Verständigung mit den zum Teil nur spanisch sprechenden Musikerkollegen klappte gut. Regina Maier und Elisabeth Mayr, zwei Spielerinnen des Orchesters übersetzten. Ansonsten sprach man mit Händen und Füßen und schließlich gab es ja noch die Musik, eine Sprache die jeder versteht.
Angereist war das Orchester mit dem Bus mit Zwischenstopp in Südfrankreich. In Spanien angekommen wurden den Spielerinnen und Spielern vom Veranstalter freie Unterkunft und Verpflegung sowie eine Stadtführung und eine ganztägige Besichtigungstour in die Umgebung mit Weinprobe geboten. Sogar der Bürgermeister von Logroño empfing die bayerischen Zupfmusiker und ihre Dirigentin Monika Fuchs-Warmhold.
Abends saßen Jung und Alt in der Parkanlage bei der Unterkunft zusammen und ließen sich den guten Rioja-Wein schmecken. Auch ein Ausflug zum berühmten Elefantenpfad, dem »Senda de los Elefantes«, einer Kneipenstraße in Logroño durfte nicht fehlen. Ein Stück dieses Namens hat das VOK derzeit im Programm. Am letzten Abend wurden alle Musiker von den Organisatoren zu einer privaten Party eingeladen. Und natürlich wurde auch gemeinsam musiziert, getanzt und gesungen.
Auf der einwöchigen Konzertreise ist das Orchester nicht nur musikalisch ein weiteres Stück zusammengewachsen. Auch Freundschaften wurden intensiviert und der junge, neu hinzugekommene Nachwuchs hat sich hervorragend integriert. Selbst das Steckenbleiben im Aufzug, ein Krankheitsfall sowie die lange Busfahrt konnten die gute Stimmung der Karlsfelder nicht verderben.
Laut Monika Fuchs-Warmhold war die Konzertreise in jeder Hinsicht gelungen und alle Mitfahrer werden noch lange von diesem besonderen Ereignis zehren.
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Einladung
zur Mitgliederversammlung und zur Landeshauptausschusssitzung des BDZ LV Bayern e.V. am Montag, den 1. November 2010 (Allerheiligen) um 13:30 Uhr
in der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf
Tagesordnung:
Begrüßung
Feststellen von Anwesenheit und Stimmkraft
Tätigkeitsbericht des Präsidiums mit Kassenbericht
Bericht über die geänderten Zuschussrichtlinien durch das Ministerium und die bisherigen Reaktionen zur Verhinderung der Staatszuschusskürzungen für den BDZ
Bericht der Landesmusikleiterin
Vorschau auf 2011
Sonstiges
Diese Einladung zur Mitgliederversammlung entspricht Art. 8 der Satzung des Landesverbands Bayern und ist somit rechtsgültig. Anträge zur Landesmitgliederversammlung sind schriftlich spätestens 3 Wochen vor der Versammlung beim Präsidenten einzureichen.
Die Versammlung findet im Anschluss an die Arbeitstagung des BLZO statt. Wer zusätzliche Verpflegung oder/und Übernachtung in Marktoberdorf benötigt, informiere mich oder die Geschäftsstelle davon bitte umgehend.
Ich hoffe auf eine rege Beteiligung und wünsche schon jetzt eine gute Anreise.
Mit freundlichem Gruß von
Joachim Kaiser
Landesverbandspräsident [Hammelburg, 17.08.2010]
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Kulturförderpreis für Ensemble Roggenstein
[19.05.2010] Das Ensemble Roggenstein, Zupforchester der Kreismusikschule Fürstenfeldbruck, hat den Förderpreis 2009 des Kulturvereins Fürstenfeld erhalten. Am 12. Mai 2010 wurde der Preis im Rahmen des Konzertabends »Junge Stars« im Veranstaltungsforum Fürstenfeldbruck feierlich überreicht.
Mit dem Förderpreis ehrt der Kulturverein in jedem Jahr Personen oder Institutionen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, die sich durch herausragende kulturelle Leistungen aus dem Bereich der bildenden und darstellenden Künste, der Literatur oder der Musik verdient gemacht haben.
In ihrer Laudatio hob die Vorsitzende des Kulturvereins Barbara Stammberger hervor, dass der Name Ensemble Roggenstein bundesweit zum Inbegriff hoher musikalischer Qualität geworden sei. Fünf Mal in Folge sei das Orchester unter der Leitung von Oliver Kälberer Preisträger des Deutschen Orchesterwettbewerb geworden, regelmäßig sei es Gast auf Veranstaltungen der Bayerischen Musikschulen und des Bayerischen Rundfunks sowie auf internationalen Musikfestivals im In- und Ausland.
Über 100 Spielerinnen und Spieler hätten im Laufe der letzten 30 Jahre einen Beitrag zu den Erfolgen des Ensemble Roggenstein geleistet und dabei auch für sich persönlich viel gewonnen. Vor allem Jugendliche würden seit Beginn der Ensemblearbeit besonders gefördert. Viele der Nachwuchsmusikerinnen und -musiker seien Preisträger des Wettbewerbs Jugend musiziert und Mitglieder des Bayerischen Landesjugendzupforchesters.
Stammberger würdigte dies als herausragende Leistungen im Bereich der Förderung junger Musiker und der hohen künstlerischen Qualität und überreichte Oliver Kälberer den Preis über 1.500 Euro.
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Vivaldi Tiger mit Gastorchester im MAN Forum
[17.05.2010 • Dr. Andrea Deininger] Das neue MAN Forum an der Dachauerstraße war Spielort eines gemeinsamen Konzerts der Vivaldi Tiger mit einem Gastensemble vom Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz.
Die Tiger begeisterten unter ihrer Dirigentin Monika Fuchs-Warmhold die zahlreichen Zuhörer mit altdeutschen Hoftänzen sowie Musik aus Irland. Einen Ausflug in die Romantik gab es ebenso wie ein wunderbar lebhaft vorgetragenes Stück aus Venezuela. Ein Zupfquartett präsentierte ein Werk des italienischen Benediktinermönches Adriano Banchieri. Wie immer zeigten die jungen Musiker ein schönes musikalisches Zusammenspiel und große Harmonie.
Cantomano, so hießen die Gäste, begannen mit Musik aus Italien. Ein Hüpftanz, genannt Saltarello, sowie ein Totentanz von Angelo Branduardi wiesen gleich zu Beginn auf die Vielfältigkeit des Ensembles hin. Prim-, Kontrabass-, und Oktavgitarre sowie die verschiedensten Percussionsinstrumente wurden stets in das Spiel mit einbezogen. Bei Gentle Rain, einem brasilianischen Stück wurde das Ensemble wunderbar von Susanne Schiffels auf der Trompete verstärkt. Beim Jazzstück Birdland von Joe Zawinul überzeugte Sebastian Gerhartz auf dem Saxophon. Die Gäste zeigten mit ihrem musikalischen Leiter Volker Höh ein breites Repertoire von Barock bis lateinamerikanischer Musik und eine ganz unterschiedliche Interpretation von Gitarrenmusik.
Zum Schluss musizierten die beiden Orchester gemeinsam. Chilenische Folklore, ein Schreittanz von John Dowland sowie eine Rumba von Dieter Kreidler bildeten den imposanten Höhepunkt des Konzerts. Mehr als 40 Kinder und Jugendliche von 10 bis 18 Jahren spielten wunderbar zusammen und das Publikum konnte die Freude am gemeinsamen Musizieren hören und sehen.
In der neuen modernen Kulisse des MAN-Forums gab es anschließend ein Abendessen für alle Mitwirkende. Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen für die jungen Musiker und die mitgereisten Eltern, mit dem Bus ging es zurück nach Rheinland-Pfalz. Alle waren voll des Lobs für die bayrische Gastfreundschaft und man versprach sich, dieses gemeinsame Musikerlebnis irgendwann zu wiederholen.
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Große Gruppe – große Wirkung
Fortbildung im Klassenmusizieren trifft auf reges Interesse
[14.05.2010] Der Bund Deutscher Zupfmusiker Landesverband Bayern veranstaltete zum dritten Mal in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg eine Fortbildung für Instrumentalpädagogen mit dem Thema »Klassenmusizieren für Zupfinstrumente«.
Erneut konnten die bewährten Dozenten Michael Diedrich (Mosbach) und Ingo Brzoska (Bottrop) mit ihrem fundierten Fachwissen und ihren Erfahrungen im Großgruppenunterricht die hoch motivierte Teilnehmerschar beeindrucken. Einen Tag verstärkte Ariane Zernecke-Lorch (Großalmerode) das Team mit Berichten ihrer Erfahrung an Zusammenarbeit von Musikverein und Grundschule. Praktische Unterrichtssequenzen in zügiger Abfolge sorgten für eine lebendige Arbeitssituation, die die Teilnehmer aufsogen und sogar lieber auf die geplanten Pausen verzichteten, nur um möglichst viele Informationen zu erhalten.
Die Mandolinen- und GitarrenlehrerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet, die den Weg nach Hammelburg gefunden hatten, waren begeistert von der Vielzahl an Tipps und den umsetzbaren Konzepten, die in den drei unterschiedlichen Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen erprobt und bewährt sind.
Die weiteren Kursinhalte waren:
die Vorstellung funktionierender Konzepte und deren praktische Umsetzung
Methodenvielfalt und Spielideen aus der Elementaren Musik, die sich auf die Gitarrenklassen im Grundschulbereich übertragen lassen
die Vermittlung der Freude an der Musik und gemeinsames Erleben im Orchesterspiel von Anfang an
grundlegende Spieltechniken der Gitarre sowie eine musiktheoretische Basis
Möglichkeiten und Grenzen des Klassenmusizierens/Großgruppenunterrichts
verwirklichbare Zielvorstellungen in großen Gruppen
praktische Beispiele in Unterrichtssequenzen
Unterrichtsstart und Lektionenplanung
organisatorische Rahmenbedingungen
Sowohl die Teilnehmer als auch die Dozenten waren sich einig: Wiederholung ist möglich, bei entsprechender Nachfrage sehr gewünscht! Interessierte wenden sich bitte an petrabreitenbach@t-online.de.
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Vivaldi Orchester feiert Geburtstag im Bürgerhaus
[29.04.2010 • Dr. Andrea Deininger] Eine musikalische Geburtstagsfeier der besonderen Art bot am 24. April das Vivaldi Orchester zum 40-jährigen Bestehen.
Bereits vor Beginn des eigentlichen Konzertes konnten sich die Besucher bei einem Gläschen Sekt einen Überblick über die abwechslungsreiche Geschichte des Ensembles verschaffen. Das Vivaldi-Orchester ist unter Leitung von Monika Fuchs-Warmhold mehrfacher Preisträger verschiedener Wettbewerbe und konzertierte u.a. in Spanien, Frankreich, den Niederlanden, Tschechien, Italien und Russland. Von 1981 bis heute nahm es an vielen Festivals und Wettbewerben teil. Höhepunkte waren diverse Preise beim deutschen Orchesterwettbewerb sowie eine Reise nach Voronesh, Russland 1993.
Den musikalischen Teil des Abends begann der talentierte Nachwuchs, die Vivaldi-Tiger mit Capriccio Microna, einem gemäßigt modernen Werk des Hamburger Komponisten Ralph Paulsen-Bahnsen sowie einem temperamentvollen Ausflug in die argentinische Folklore. Die jungen Musiker spielten gewohnt schwungvoll und konzentriert, verstärkt wurden sie durch einige Neuzugänge von den Vivaldi-Mäusen.
Das Vivaldi-Orchester startete mit Tabulaturen, Melodiefragmente aus alten Tänzen des 16. Jahrhunderts, von Gunther Erdmann. Danach gab es ein Konzert für Blockflöte und Orchester vom englischen Barockkomponisten John Baston, der selbst Flötist war und hauptsächlich für Blockflöte komponiert hat. An der Flöte überzeugt Ulrike Pobel, die die schwierigen und teils schnellen Sätze mit Bravour meisterte, stets in schönem Zusammenspiel mit dem engagierten Orchester.
Höhepunkt des ersten Programmteils war das Concerto h-moll für 4 Sologitarren und Zupforchester von Antonio Vivaldi. Das Werk stammt aus dem im Jahr 1711 im Druck erschienenen Konzert Zyklus »L’estro Armonico« (die harmonische Eingebung). Die anfänglich leicht nervösen Solisten Andreas Froschmayer, Colin Lang, Anna Pobel und Angelika Riepl fanden schön in das Werk und zeigten dem Publikum die Vielseitigkeit des Gitarrenspiels. Hervorzuheben ist die erst 16-jährige Anna Pobel, deren erster Soloauftritt im Vivaldi-Orchester bestens gelang.
Der zweite Teil des Programms war der neueren Musik gewidmet. »The Typewriter« von Leroy Anderson für Schreibmaschine und Gitarre gefiel dem Publikum, der Gitarrenchor des Orchesters spielte souverän und rhythmisch unterstützt von Jürgen Schieber an der Schreibmaschine. Julia Warmhold sang anschließend mit schöner klarer Mezzosopranstimme zwei Stücke, vor allem Gabriellas Sang aus dem Film »Wie im Himmel« riss die Zuhörer zu Bravo-Rufen hin. Mit dem »Elefantenpfad« des spanischen Komponisten Eduardo Maestre, der das Leben und Treiben in einer Kneipengasse in einem spanischen Weinort beschreibt, kam Geburtstagsstimmung im Bürgerhaussaal auf. Zum Schluss gab es noch drei Tänze zu hören, einen schrillen Hexentanz von Civitareale, einen Walzer von Khatchaturian sowie Filmmusik von Mikis Theodorakis. Bei der Zugabe, einem Boogie, ließen sich manche Zuhörer zum Tanzen verleiten.
Als Gratulanten erschienen Stefan Kolbe, der Bürgermeister von Karlsfeld sowie Holger Linde als Vorsitzender des Musikvereins. Beide stellten die herausragende Stellung des Vivaldi-Orchesters im kulturellen Leben Karlsfelds dar und wiesen auf die sehr gute Jugendarbeit hin. Beide dankten den Musikern und deren Dirigentin mit einem Scheck. Peter Kaiser vom Bund Deutscher Zupfmusiker würdigte die hervorragende Leistung Monika Fuchs-Warmholds mit der Verleihung der goldenen Ehrennadel. Peter Nozicka, Vorsitzender des Fördervereins spendierte ebenfalls einen Scheck zum Jubiläum.
Auch der Radiosender Bayern-4-Klassik ist bereits auf das Vivaldi-Orchester aufmerksam geworden. So gab es zum Jubiläum einen Beitrag in der Sendung Allegro, der auf der Webseite des Senders abgehört werden kann.
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Vivaldi Orchester auf Probenwochenende
[04.04.2010 • Dr. Andrea Deininger] Das große Orchester sowie die beiden Jugendgruppen des Vivaldi-Orchesters Karlsfeld, die Vivaldi-Mäuse und die Vivaldi-Tiger waren wie jedes Jahr mit ihrer Leiterin Monika Fuchs-Warmhold auf Probenwochenende.
Die Jüngsten waren in Kienberg im Allgäu. Mit dabei waren dieses Jahr auch zwei Väter als Betreuer. Bei viel Schnee stand neben dem gemeinsamen Musizieren auch Schlittenfahren auf dem Programm. Trotzdem kam das Üben nicht zu kurz, denn die kleinen Musiker haben sich auf ein gemeinsames Konzert mit der Zupferklasse der Verbandsgrundschule am 18. Mai vorbereitet. Zum Abschluss des Wochenendes gab es für die angereisten Eltern eines schönes kleines Konzert mit dem Beatles-Hit »When I’m sixty-four«.
Die etwas älteren Jugendlichen fuhren nach Josefstal am Schliersee. Bei gutem Essen und schöner Unterkunft fühlten sich die Jugendlichen mit ihren Betreuerinnen Monika Fuchs-Warmhold und Claudia Faiss wohl und die Stimmung war sehr harmonisch. Geprobt wurde vor allem für das gemeinsame Konzert mit einem Gastorchester aus Montabaur, das am 15. Mai im Forum der MAN stattfindet. Auch hier gab es für die Eltern am Sonntag ein kleines Konzert mit Boogie und Folklore.
Das große Vivaldi-Orchester fuhr zur Musikakademie im Schloss Alteglofsheim. Geprobt wurde im großen Konzertsaal des imposanten Gebäudes. Sowohl der Gitarrenchor als auch das Zupforchester übten hauptsächlich das Programm für das Jubiläumskonzert am 24. April im Bürgerhaus. Während tagsüber die Musik im Vordergrund stand, gab es abends Spielrunden und gemeinsames Singen, auch mit anderen Gästen des Hauses. Am Sonntag wurden dann noch neue Fotos zum Jubiläum gemacht, die sicher bald in der Presse zu sehen werden sein.
Die nächsten Termine der drei Vivaldi Orchester sind:
8. Mai: Vivaldi Tiger in der Halle der Firma Bunk zum 25 jährigen Jubiläum.
15. Mai: Gemeinschaftskonzert Vivaldi Tiger mit Gastorchester aus Montabaur im MAN Forum, Dachauer Straße 667
18. Mai: Vivaldi Mäuse mit der Zupferklasse in der Verbandsgrundschule Karlsfeld
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Bejubelter Flug über die Steppe
Zupf-Ensemble Lohr begeisterte 200 Zuhörer in der Realschulaula
[22.03.2010 • Gisela Büdel / Mainpost] Italien, Spanien, Mexiko, Afrika – auf vielfach gewundenen musikalischen Pfaden erschloss das Lohrer Zupf-EnsembleKlangwelten von Barock bis Folklore. 200 Zuhörer genossen am Samstagabend in der Aula der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule das Frühlingskonzert als ein Fest der Sinne.
Mit Einflüssen unterschiedlicher Kulturen überschritt das zweistündige Konzert nicht nur geografische, sondern auch Musik- und Genregrenzen. Musikalisches Neuland betrat das Ensemble in der Besetzung mit Holzbläsern, Streichern und Percussionisten der Sing- und Musikschule und Stadtkapelle Lohr.
Zur Uraufführung kam Oshiwambo, komponiert und dem Zupf-Ensemble gewidmet vom 17-jährigen Lohrer Gymnasiasten Robin Becker. Das Werk – benannt nach einer Bantusprache aus Namibia – beschreibt einen Morgenflug über die Steppe Afrikas. Gemeinsam mit Sonja Dietrich überzeugte der Komponist selbst am Marimbaphon.
Unter den dunklen Klängen wurde so mancher Zuhörer vom Fernweh gepackt – allen voran Realschulrektor Georg Strobel, den bekennenden Liebhaber von Afrikas Land und Leuten. Stehender Applaus bewertete die Komposition als Höhepunkt des Abends; die von den Musikern angekündigte Herausforderung wurde mit Bravour gemeistert. Im Tanz für Violine und Zupforchester von Werner Lemberg glänzte Solistin Katja Ebel. Die 17-jährige Violinistin aus Rechtenbach musizierte auf hohem Niveau. Gleichermaßen verzaubern ließ sich das Publikum vom Zupfensemble in gewohnter Besetzung. Schnelle präzise Wechsel der Stimmen erforderte Palladio von Karl Jenkins, arrangiert von Musikstudentin Jaqueline Stürmer (Partenstein).
Es erklang die Sinfonia G-Dur von Franz Xaver Richter, bearbeitet von Detlef Tewes. Kirchentonal gefärbte Melodien von Gustav Gunsenheimer machen das Konzert Nr. 1 für Cembalo und ZO aus. Gefühlvoll musizierten die Solisten Susanne Nickel am Klavier und Robin Becker an den Pauken, dynamisch begleitet vom Zupf-Ensemble. Ein schwungvoller süditalienischer Volkstanz geleitete in die Pause: Die Tarantella von Gino del Vescovo, bearbeitet von Elke Tober-Vogt.
Granada und Sevilla, zwei Sätze aus der Suite Español von Isaac Albeniz arrangiert von Detlef Tewes, ließen Spaniens Sonne aufgehen. Leidenschaft pur verströmten fünf Sätze aus der Suite Mexicana Op. 16 von Eduardo Angulo. Extreme Stimmungen von fröhlich und festlich wechselten mit Melancholie und tiefer Bewegtheit. Hohe Musikalität, ausgereifte Technik und Freude am Spiel machten das Hören und Verstehen der Klangwelten zu einem Erlebnis. Gitarrist Sébastien Schmitt führte zu den Musikstücken hin und unterstrich mit humorvollen Kommentaren den heiteren Charakter des Frühlingskonzertes.
Kurzum: Dirigentin Petra Breitenbach und ihr Ensemble begeisterten das Puplikum nachhaltig. Herzlicher Applaus wurde von Herzen belohnt: Sincerely vom Estländer Valdo Preema. Und zu guter letzt hob man noch einmal ab zu Robin Beckers Flug über die Steppe – Oshiwambo.
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Eigener Sendeplatz für Laienmusik im Bayerischen Rundfunk
[07.02.10] Neuerdings sendet Bayern Plus – das digitale Radio der Zukunft – jeden Sonntag von 14 bis 15 Uhr im »Musiksalon« Laienmusik aus Bayern. Der »Musiksalon« möchte in der Kombination aus Moderation und Musik alle Sparten der Laienmusik sowie musikalische Beiträge aus den Musikschulen präsentieren.
»Bayern plus« ist das jüngste Hörfunkprogramm des Bayerischen Rundfunks und sendet rund um die Uhr Musik und Information. Bayernweit ist »Bayern plus« über Antenne mit Digital-Radio DAB auf Kanal 12 D zu hören. Ebenso ist es als Livestream über das Internet verfügbar, sowie europaweit über Satellit via DVB-S Radio.
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Übungswochenende des Zupfensemble Lohr in Hammelburg
[25.01.10] Zur Vorbereitung auf das Jahreskonzert am 20.03.2010 haben wir 18 Musikerinnen und Musiker des Zupfensemble Lohr uns bei einem Übungswochenende gemeinsam mit unserer Dirigentin Petra Breitenbach intensiv mit teils neuer, teils älterer Spielliteratur beschäftigt.
Nach intensiven Stimmproben, die bei den Gitarren von Andreas Kantenwein geleitet wurden, und in denen Petra Breitenbach mit den Mandolinen/Mandola den »Fehlervermeidungsfingersatz« trainiert hat, trafen wir uns zu abwechslungsreichen Tuttiproben. Hier ging es u.a. um die Interpretation von »Bindebögenabschlüssen«, »Stierkampf mit Igel« und um einen quasi »fließenden Richter-Barock«. Hierbei hatten wir alle viel Spaß und Andreas sorgte teilweise für ein völlig neues Spielgefühl bei altbekannten Werken, so z.B. »kein bella Napoli bei spanischem Granada«! Vielen Dank Andreas – es gefällt uns sehr gut so!
Natürlich kam neben dem fleißigen Proben+Üben auch das Vergnügen nicht zu kurz. Bei Sekt und Chips (u.a. neue Variante in grün: Wasabi-Geschmack, hmm) im Keller oder bei einem Besuch im Kissalis in Bad Kissingen. Und bei unseren Youngsters ging es mit Ligretto und Halli Galli reaktionsschnell zur Sache!
So erfolgreich proben und dabei so viel Spaß haben konnten wir u.a. nur, weil wir in der Musikakademie in Hammelburg bestens untergebracht waren und von der Küche hervorragend bekocht wurden. Vielen Dank hierfür.
Und trotz kleiner Blasen an den Fingern und schmerzendem Sitzfleisch war es ein tolles, gemeinsames, musikalisches Wochenende mit dem Wunsch nach mehr …
Vielen Dank an Petra und Andreas!
Und bis zum nächsten Jahr …!?
Gute Sprüche des Wochenendes:
»Ein Orchestersamstag ist wie ein Sonntag!!«
»Fehlervermeidungsfingersatz: das ist ein Glücks-Griff!«
»Man kann auch mit normalen Mitteln schöne Musik machen.« (ohne Tremolo??)
»Spielt doch einfach was da steht!« (eine Gitarristin zu den Mandolinisten)
»Oh, ein Igel! – Das ist ein Stier, Du Schlumpf!« (unterschiedliche Deutung einer Eintragung in die Noten)
»In zu langsamem Tempo ist es unangenehm …«
»So – jetzt funktionierts aber!« (Gitarrist zu den Mandolinen nach mehrmaligem Wiederholen einer Stelle)
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Der Weihnachtsbrief des Präsidenten
Liebe Mitglieder,
Zum Ende dieses Jahres danke ich Ihnen ganz herzlich für Ihr Engagement innerhalb der Zupfmusik in Bayern. Mit Ihrem Willen zur Weiterbildung an Ihrem Instrument und in der Theorie, sowie Ihrem Einsatz in der Vorbereitung und Durchführung musikalischer Darbietungen gelingt die positive Weiterentwicklung der Zupfmusik in Bayern und darüber hinaus.
Allerdings gibt es massive Bestrebungen von Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, bei der Verteilung der Mittel zur Förderung der Laienmusik die Zuschüsse für den BDZ um ein Viertel zu kürzen. Hintergrund hierfür ist die Regelung, nicht nach qualitäts- bzw. leistungsbezogenen Kriterien, sondern fast ausschließlich aufgrund der Zahl der Verbandsmitglieder über die Mittelverteilung zu entscheiden. Dadurch wird, da wir im Vergleich zu Bläsern und Sängern deutlich weniger Mitglieder haben, der BDZ in seinem hochwertigen (Kurs-)Angebot äußerst negativ beeinträchtigt. Sollte sich, was zu befürchten ist, diese Regelung durchsetzen, wird es den Landesverband Bayern im BDZ zumindest in der zur Zeit existierenden Form nicht mehr geben, denn mit einer solch einschneidenden Kürzung der Mittel wird eine wie seit Jahren durchgeführte qualifizierte und trotzdem kostengünstige Fort- und Weiterbildung der Zupfmusiker in Bayern durch den BDZ nicht mehr möglich sein.
Bisher führen wir jedes Jahr mindestens acht reine Fortbildungslehrgänge plus die Probenphasen der beiden Auswahlorchester BLZO und BLJZO durch. Von den Gesamtausgaben des BDZ Bayern betragen dabei die Geschäftskosten nur 5%. Insbesondere in der Jugendarbeit setzt der Landesverband seit Jahren Maßstäbe: Unter den ersten Preisträgern beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert 2009 im Fach Gitarre sind 7 von 23 Teilnehmern aus Bayern, das sind über 30% aller 1. Preise in ganz Deutschland! Aus diesem Grunde ist es im Interesse aller jetzigen Mitglieder äußerst wichtig, neue BDZ-Mitglieder zu werben. Und dass dies auch in deren Interesse ist, zeigen die Vorteile einer solchen Mitgliedschaft:
Kostenlose Fachzeitschrift Concertino
BDZ-Fortbildungsangebot sowie Gebührenermäßigung bei der Teilnahme an Lehrgängen des BDZ
Qualifikationsnachweise nach erfolgreicher Teilnahme in Form von Abschlusszertifikaten
preiswerter Versicherungsschutz für Unfall-, Haftpflicht- und Instrumentenversicherung
GEMA-Vergünstigungen
Zuschüsse für vereinseigene Instrumente und Noten
Förderung begabter Nachwuchsspieler/innen durch Vermittlung von Konzertmitwirkungen und Einladungen zu Kammermusik- und Meisterkursen
Vermittlung von Lehrkräften für vereinseigene Fortbildungsmaßnahmen
Arbeitshilfen für Spieler/innen und Ensembleleiter/innen in Form von Literaturverzeichnissen, Schallplattenverzeichnissen, Bücherlisten, Seminarskripten und Tonträgern
kostenlose Homepage für Mitgliedsensembles sowie weitere Dienstleistungen
Bitte engagieren Sie sich deshalb intensiv, um neue Mitglieder zu werben. Ein entsprechendes Formular und die ausführlichen Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie hier. Zum Ende des nächsten Jahres wird dann das Orchester mit den meisten Neumitgliedern ein Notenpräsent als »Dankeschön« erhalten.
Um unsere intensive Seminararbeit und das reichhaltige Kursangebot weiterhin realisieren zu können und in den Genuss von Zuschüssen zu kommen, ist neben der massiven Mitgliederwerbung auch in diesem Jahr wieder Ihr »Rechenschaftsbericht« (vor allem die Angabe der Gemeinnützigkeit!) von großer Bedeutung. Auch möchte ich den bereits im Vorjahr vorgetragenen Wunsch wiederholen und darum bitten, Beiträge und Berichte über Konzerte, Probenphasen, Kurse, Orchesterreisen o. ä. direkt über die Homepage an die Redaktion des Zupfboten zu senden. Nur so ist ein reger Austausch und Kontakt untereinander möglich. Vielen Dank!
An dieser Stelle gratuliere ich nochmals dem Mandolinen- und Gitarrenverein Noris Süd zu seiner hohen Auszeichnung mit der Pro-Musica-Plakette durch den Bundespräsidenten und zum 100sten Geburtstag des Vereins. Herzlichen Glückwunsch nach Nürnberg! Erst kürzlich konnten das Zeiler Zupforchester sein 20-jähriges und das Ensemble Roggenstein sein 30-jähriges Jubiläum feiern: auch wenn sie im Vergleich zu Noris Süd noch sehr »jung« sind, leisten doch beide Orchester eine beachtliche und niveauvolle Arbeit und dienen somit der Verbreitung und Anerkennung unserer gemeinsamen Sache. Auch Ihnen herzliche Glückwünsche!
Ich wünsche Ihnen allen, auch im Namen des gesamten Vorstands, neben den Vorbereitungen für die Weihnachtszeit ein paar besinnliche Stunden im Kreise Ihrer Familien, einen schönen Advent, friedliche Feiertage und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches und hoffentlich mitgliederreiches neues Jahr 2010.
Ihr Joachim Kaiser[Dezember 2009]
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100-jähriges Jubiläumskonzert beim MGV »Noris Süd«
[23.10.09 • Petra Wiedemann] Ein ¾ Jahr intensivste Vorbereitungen fanden am 10. Oktober 2009 um 20 Uhr im Rudolf-Steiner-Haus in Nürnberg ihren Höhepunkt.
Minuziös wurde der Jubiläumstag vorbereitet. Ab 10 Uhr hieß es Aufbauen und Vorbereiten sowie den Saal schmücken. Auch eine Pinwand mit alten Fotos über 100 Jahre MGV wurde aufgebaut. Alles war gut im Zeitplan, so dass wir pünktlich um 18:30 Uhr die Türen öffnen konnten.
Unsere Gäste wurden von Mitgliedern des 1. Formationsclubs Fürth stilecht und passend zum Jubiläum in Kleidung um die Jahrhundertwende empfangen und auf Ihre Plätze geleitet. Auch eine Festbroschüre wurde anlässlich des außergewöhnlichen Jubiläums gestaltet und an die Gäste verteilt.
Unter den Zuhörern waren hochrangige Vertreter vom BDZ – so Herr Frank Brandt und Herr Joachim Kaiser. Der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg hatte die Schirmherrschaft übernommen und schickte die ehrenamtliche Stadträtin, Frau Alesik, als seine Vertretung.
Pünktlich um 19:30 Uhr eröffnete das Orchester unter Leitung von Horst Schiller mit der »Armonie Alpine« das Festkonzert.
Norbert Wiedemann führte als Moderator durch das Programm. Auch er begann seine Moderation mit Kleidung im Stil der Jahrhundertwende, also in Gehrock und Gamaschen, der Kleidung im Gründungsjahr des MGV. Die Gäste waren begeistert!
Mit kurzweiligen Rückblicken in jedes Jahrzehnt begleitete er das Orchester durch 100 Jahre. Jeweils den Epochen angepasst moderierte er danach in Kleidung der Goldenen Zwanziger-Jahre, in Uniform eines amerikanischen Soldaten, im Frack (wobei er sich auch kurzzeitig als »Saaldiener« betätigte) und zuletzt im schwarzen Anzug.
Das Orchester spielte Stücke aus 100 Jahren – nach der Eröffnung zunächst »Torna a surriento« (begleitet von einem Tenor), danach einen Ragtime aus dem Film »Der Clou« – »The Entertainer«. Hierbei gab es eine Premiere beim MGV: Birgit Schiller dirigierte zum ersten Mal bei einem Konzert und unterstützte so unseren Dirigenten Horst Schiller.
Anschließend gab es einen Augenschmaus für die Anwesenden: Der 1. Formationsclub Fürth bot »Tänze der 20er Jahre« – will heißen Black Bottom und Charleston wurden aufgeführt!
Weiter repräsentierte jedes Lied ein Jahrzehnt im »Leben« des MGV »Noris Süd«. So ging es weiter mit den »Prominenten der Vergangenheit«, welche die 20er Jahre repräsentierten. Dieses Potpourri wurde von einem früheren Dirigenten unseres Orchesters arrangiert. Es folgte »It’s Swingtime« – anschließend das Chianti-Lied für die 40er. Hierbei wurden wir wieder von einem Tenor begleitet. Der »Zupfboogie« war das letzte Stück vor der Pause und sollte die Zeit von 1950 bis 1959 vertreten.
Nach der Pause gut gestärkt ging die kleine Zeitreise des MGV weiter. Begonnen wurde in den 60er Jahren mit einem Ausschnitt aus dem Medley »Schön war die Zeit« mit »Yesterday«. Weiter ging’s mit dem wunderschönen Thema zum Film »Der Pate« – die »Godfather-Suite«.
Birgit Schiller und Elena Romanova-Nöller brachten zwei Gitarrenspecials zu Gehör: »Milonga« von Jorge Cardoso und »Sons de Cariloes« von Joao Pernambuco.
Drei amerikanische Volkslieder wurden – unter Begleitung von Herbert Wolf an der Fiddle – vorgetragen.
Und danach kam der Höhepunkt des Konzerts: Unterstützt von Eva Schiller am Keybord, Julia Reichel an der Querflöte und Rita Bavanati als Sängerin wurde das Titellied der »Titanic«, der Song »My heart will go on« aufgeführt – und war ein voller Erfolg. Der Saal tobte!
Als Erinnerung an die Kongress-Schlussfeier vom 14. September 1913 wurde der »Karl-Boss-Marsch« als Abschlussstück aufgeführt.
Nachdem vom Publikum noch eine Zugabe gefordert wurde, moderierte Norbert Wiedemann das letzte Stück so an: »Ich sage nur noch: ein bisschen Strauß – und dann ist es aus!« Mit dem »Radetzky-Marsch« fand dann das Konzert seinen krönenden Abschluss.
Alles in allem waren es drei kurzweilige Stunden, die bei Gästen und Orchester sehr gut ankamen. Wir sind sehr stolz, ein solches Jubiläum begehen zu können und auch ein Konzert organisiert zu haben, bei dem wirklich alles stimmte!
Wir bedanken uns bei all denjenigen ganz herzlich, die uns auch von Seiten des BDZ bei der Organisation der Veranstaltung mit unterstützt haben. DANKE!
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Konzertreise des Bayerischen Landeszupforchesters nach Bottrop
[17.11..2009 • Dr. Thomas Hammer] Das BLZO unter künstlerischer Leitung seines Dirigenten Dominik Hackner hatte am Allerheiligen-Wochenende Gelegenheit, die angenehmen Seiten des Ruhrgebiets auf einer Konzertreise nach Bottrop kennen zu lernen. Unser Ziel, das von außen leicht futuristisch anmutende Ruhrstadt Hostel in Bottrop, erreichten wir so zeitig, dass wir noch eine spontane Probe unter kollektiver Leitung bewährter Spieler des BLZO durchführen konnten.
Ingo Brzoska, Präsident des BDZ-NRW e.V. und Leiter des gastgebenden Zupforchesters Kirchhellen, setzte dem mit der Einladung zu einem gemütlichen Abendessen im Hotelrestaurant Charisma ein Ende. Dort war nicht nur für das leibliche Wohl, sondern auch für einen herzlichen Empfang durch Mitspieler des ZO Kirchhellen und für unterhaltsame dargebotene Bildung von Bayern und Franken in Sachen Ruhrgebiet gesorgt.
Am Samstagvormittag probte das BLZO im Konzertsaal des August Everding Kulturzentrums seine Beiträge zum Matinee-Konzert. Danach hatten die Kirchhellener bei einer Gesamtprobe des »Song of Japanese Autumn« von Yasuo Kuwahara Gelegenheit, sich auf Dominiks Interpretation dieses gemeinsam unter seiner Leitung aufgeführten Werkes einzustellen.
Es folgte der sportlich-touristische Teil der Reise: 12 Uhr bis 12:30 Uhr Essen fassen in Eigenregie, Fahrt zum Hotel, Instrumente verstauen und einmal kurz durchschnaufen, Anfahrt zur Halde Beckstraße, Aufstieg auf die rund 80 m hohe Halde (über 350 Stufen waren zu bewältigen), für Schwindelfreie weiterer Aufstieg auf die noch einmal 42 m darüber gelegene Aussichtsplattform des Tetraeders (das Wahrzeichen von Bottrop), und dann … erst einmal einen fantastischen Rundblick genießen – vom Alpincenter Bottrop mit der längsten Indoor-Skipiste der Welt im Vordergrund bis weit über die Arena auf Schalke hinaus. Mit der Besichtigung der Kohlenwäsche der Zeche Zollverein im Norden Essens stand um 15 Uhr bereits der nächste Punkt auf unserem Besichtigungsprogramm. Die hervorragende, gut zweistündige Führung vermittelte uns dabei ein sehr eindrückliches Bild der Arbeitsbedingungen in dieser 1932 eröffneten Anlage. Mit einem völlig neuen architektonischen Konzept erreichte man damals eine Förderleistung von bis zu 12.000 Tonnen Kohle täglich,was Maßstäbe für die nächsten Jahrzehnte setzte. Seit der Stilllegung im Jahr 1986 ist die Zeche ein anschauliches Zeichen für den Strukturwandel im Ruhrgebiet: Sie wurde UNESCO Weltkulturerbe sowie Veranstaltungsort für Konzerte und Ausstellungen – und ein Ort, an dem Franken und Bayern eine für sie bis dahin weitgehend fremde Welt kennen lernen konnten. Wer danach noch Energie übrig hatte, begab sich mit dem Bus zum CentrO in Oberhausen, Europas größtem Einkaufs- und Freizeitzentrum. Seinen gemütlichen Ausklang fand dieser Tag im »Exil«, einem türkischen Restaurant in Bottrop mit einem exzellenten Buffet, das dazu den Vorteil hatte, Halloween-freie Zone zu sein.
Am Sonntagmorgen schließlich kamen wir nach einer kurzen Anspielprobe und Ablaufplanung zum Höhepunkt und eigentlichen Zweck unserer Reise – dem Matinee-Konzert im August Everding Saal, das mit einem Publikum von rund 200 Personen erfreulich gut besucht war. Der erste Teil des abwechslungsreichen Konzerts wurde vom Zupforchester Kirchhellen unter Leitung von Ingo Brzoska gestaltet mit »Al Andalus« für vier Gitarren und Zupforchester von Peter Brekau, »Veevalvaja« (Aquarius) für zwei Gitarren und Zupforchester von dem estnischen Komponisten und Astronomieliebhaber Urmas Sisask, und dem 1. Satz aus Fried Walters »Ein kleines Violinkonzert« mit Begleitung von Zupforchester und Blockflötengruppe. Die jugendlichen Solisten standen hier klar im Vordergrund und wurden für ihr musikalisches Spiel mit viel Applaus belohnt. An Ansprachen durfte es bei diesem Anlass natürlich auch nicht fehlen: Zu Wort kamen unter anderem der Kulturdezernent der Stadt Bottrop und die Präsidenten der BDZ Landesverbände Nordrheinwestfalen und Bayern. Der zweite Teil des Konzertes wurde vom BLZO mit Johann Sebastian Bachs »Concerto e-moll« (nach BWV 1062) für 2 Mandolinen (Gertrud Weyhofen, Sabine Spath), 2 Gitarren (Jürgen Thiergärtner, Daniel Ambarjan) und Zupforchester in der Bearbeitung von Olaf van Gonnissen barock eröffnet (Dominik Hackner hier als Continuo-Spieler am Cembalo) und ging über die Romantik (Ugo Bottachiaris »Preludio Sinfonico«) zu zeitgenössischen Kompositionen des estnischen Komponisten Valdo Preema über (»Sincerely« und »Epigonics 2«). Den stimmungsvollen Abschluss des mit viel Applaus bedachten Konzertes bildete dann Yasuo Kuwaharas inzwischen zu den Zupfmusikklassikern zählende Komposition »The Song of Japanese Autumn« in der gemeinsamen, von Dominik Hackner geleiteten Aufführung des Zupforchesters Kirchhellen und des BLZO. Von den Kirchheller Spielern bewirtet mit Pizza »satt« und voll angenehmer Erinnerungen fuhren wir zurück nach Würzburg.
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An alle Jugendlichen der Mitgliedsorchester im BDZ LV Bayern
[01.10..2009] Liebe Jugendliche im Bund Deutscher Zupfmusiker, Landesverband Bayern!
Hiermit ergeht an Euch die herzliche
Einladung zur Wahl eines Landesjugendleiters
am 04.11.2009, 13:30 Uhr
auf Burg Feuerstein
Jugendhaus Burg Feuerstein
91320 Ebermannstadt.
Der Landesjugendleiter ist Mitglied im Vorstand des Landesverbands Bayern und vertritt in diesem Gremium Eure Interessen. Daneben ist er Euer Ansprechpartner und die Kontaktperson zur Bundesjugendversammlung des BDZ.
Vorschläge zur Wahl können bis zum 16.10.2009 per Mail oder Post bei der Geschäftsstelle des BDZ LV Bayern eingereicht werden.
Mit musikalischen Grüßen
gez. i.A. Karla Jenuwein
BDZ LV Bayern, Geschäftsstelle
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Vivaldi Orchester auf Schloss Amerang
[16.07.2009 • Dr. Andrea Deininger] Ein fester Bestandteil des Ameranger Konzertsommers ist seit vielen Jahren das Vivaldi Orchester Karlsfeld. Und so boten vor fast ausverkauftem Haus die Laienmusiker auch dieses Jahr wieder Kostproben aus dem aktuellen Programm. Ralf Hanrieder und Angelika Füssl nahmen mit einer spritzigen, lockeren Moderation das Publikum mit auf eine Tanzreise um die Welt.
Ein Höhepunkt des ersten Teils war das Stück »Gabriellas Song« mit Julia Warmhold als Gesangssolistin. Das Konzert für vier Mandolinen von Vivaldi gelang mit feiner Virtuosität und schöner Abstimmung. Gänsehaut-Feeling beim Publikum verursachte auch die erste Zugabe, das Magnificat, mit zusätzlichem Chorgesang des Orchesters. Nachdem es am Nachmittag noch sehr heftig geregnet hatte, blieben die Zuhörer während des Konzerts vom Regen verschont. Und so gelang ein würdiger Abschluss der Musiksaison.
Wer die einzigartige Atmosphäre in Schloss Amerang erleben möchte, kann das Vivaldi Orchester noch einmal hören. Am 3. Oktober gibt es eine italienische Nacht mit Canzone aus Neapel, gesungen vom italienischen Tenor Giuseppe Del Duca. Dies wird kein Konzert im üblichen Sinn, sondern man sitzt im beheizten Schlosshof an Tischen und kann sich ein italienisches Menü gönnen und bei einem Glas Wein der Musik lauschen. Der Kartenvorverkauf hat schon begonnen, Karten gibt es unter der Telefonnummer 08075 919299.
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Musikstudio Karlsfeld feiert Geburtstag mit Jubiläumskonzert
[20.05.2009 • Dr. Andrea Deininger] Seit 40 Jahren engagiert sich Monika Fuchs-Warmhold mit ihrem Musikstudio Karlsfeld für die musikalische Erziehung von Kindern. Sie hat in ihrem Heimatort eine wichtige Hochburg für die Zupfmusik in Bayern aufgebaut. Dieses Jubiläum wurde jetzt in einem großen Konzert gefeiert, in dessen Rahmen auch der Bürgermeister dankende Worte sprach.
Das Jubiläumskonzert gab einen Einblick in die künstlerische Arbeit von Monika Fuchs-Warmhold. Das Publikum hörte eine bunte musikalische Mischung, präsentiert von kleinen Anfängern bis hin zu preisgekrönten älteren Schülern. Es begannen die Musikgartenkinder mit ihren Eltern mit einem fröhlichen Kreistanz zu einer Gavotte von Händel. Danach stellten etliche Preisträger des Wettbewerbs »Jugend musiziert« ihr musikalisches Können unter Beweis. Während Benedict Wienecke auf der Mandoline mit einem virtuos gespielten Stück der Engländerin Alison Stephens überzeugte, interpretierte Markus Full ebenso gekonnt auf der Gitarre ganz klassisch eine Bourrée von Bach. Martin Achtner brachte auf der Mandoline mit einem Stück von Goshi Yoshida sehr gekonnt fernöstliche Stimmung in den Bürgersaal. Isabell Böswald gab ein wunderschönes Gitarrenduo mit ihrer Lehrerin zum Besten. Eine Gruppe junger Musiker um Raphael Boll sangen ein entzückendes Hexenlied. Den Abschluss des ersten Teils bildeten sechs junge Gitarristen mit einer Rumba und der romantischen Rockballade Samba Pa Ti; auffallend waren hier die beiden nahezu perfekt gespielten E-Gitarren.
In der Pause hatten die vielen Gäste und ehemaligen Schüler Gelegenheit, eine Reise in die Vergangenheit anzutreten. Liebevoll gestaltete Fototafeln, nach Jahren geordnet, ließen so manchen in Erinnerungen schwelgen. Den zweiten Teil begannen drei Bundesfinalistinnen von »Jugend musiziert«, verstärkt durch ihre Lehrerin, mit einer technisch anspruchsvollen Rumba, schön auf einander abgestimmt und sehr rhythmisch. Ein Mädchen-Sextett sang den bekannten Pop-Song I’m a big big girl von Emilia, nicht nur optisch nett anzuschauen sondern auch durchaus mit einem professionellen Anspruch. Mit drei Sätzen von Leopold Mozart sowie der Passacaglia Piccola vom Helmut Fackler begeisterte ein Zupfquartett das Publikum.
Und natürlich zeigten auch die Lehrer des Musikstudios, auf welch hohem Niveau hier musiziert wird. Regina Frank an der Zither, Michael Sternbacher und Alexander Stör auf der Gitarre sowie Monika Fuchs-Warmhold mit der Mandoline brillierten mit einer Suite aus dem 17. Jahrhundert. Sehr schön gelang auch ein zeitgenössisches Stück von Oliver Kälberer. Die anschließenden Volkstänze aus Osteuropa vollendeten das weite Spektrum der Zupfmusik.
Zum Abschluss hieß es noch einmal »auf die Bühne« für alle Schüler. Ca. 100 Mitwirkende präsentierten chilenische Folklore mit dem Stück Mi Caballo Blanco. Erstaunlich, wie gespannt und konzentriert alle Spieler bei der Sache waren. Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Beifall und die Gemeinde Karlsfeld sowie alle Eltern und Schüler dürfen stolz und froh sein, ein solch engagiertes Musikstudio am Ort zu haben.
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Begegnung schafft Nähe – Eurofestival 2010
[17.04.2009] Vom 3. bis 6. Juni 2010 findet in Bruchsal das nächste Europäische Zupfmusikfest des BDZ statt. Anmeldeschluss ist der 1. Mai 2009 unter rauch@bdz-online.de.
Bundesmusikleiter Dieter Kreidler ruft noch einmal zur regen Teilnahme an diesem außergewöhnlichen und nur alle vier Jahre statt findenden Event auf:
Liebe Zupfmusikfreunde,
die Vorbereitungen für Bruchsal laufen auf vollen Touren und trotzdem gibt es noch einen markanten Impuls für die Gesamtkonzeption – gewissermaßen im Nachhinein. Ausgehend von der bemerkenswerten und überaus kreativen Zu- und Mitarbeit der Stadt Bruchsal, wurde uns Planern erst jetzt richtig bewusst, in welchem Maße die Stadt und die Bevölkerung bereit sind, sich mit dem Musikfest zu identifizieren. Dies gibt uns Gelegenheit, die Vereinsbasis ganz besonders in die Musikkonzeption des Festivals mit ein zu beziehen.
Mit »dabei sein« war und ist für viele ja ein wichtiger Aspekt. Es bietet Gelegenheiten, mal ein sogenanntes Leistungsorchester, die Jugend, die Hochtalentierten zu hören, die Ausstellung und die Instrumentenbauer zu besuchen, mal hier und da in einen fachlichen Dialog zu treten und und und … – das macht doch unser größtes Musikspektakel alle vier Jahre aus.
Bruchsal will aber mehr!
Eingebettet in die Gesamtkonzeption des »eurofestivals 2010 im Musikland Baden-Württemberg« soll die Bevölkerung regen und aktiven Anteil am Gesamtgeschehen nehmen. Hinzu kommt die besondere Situation, dass das Musikfest in 2010 auch das »Musikland Baden-Württemberg« repräsentiert. Dies gibt uns programmatisch und nahezu zwingend inhaltliche Gründe für die Begegnung aller Musiktreibenden bei dieser besonderen Gelegenheit im Ländle. Deshalb laden wir die Vereinsorchester des BDZ herzlich zur Teilnahme in Bruchsal ein.
Die Orchester erhalten eine Auftrittsmöglichkeit auf einer Open-Air-Bühne auf dem Marktplatz bzw. in weiteren fußläufig erreichbaren Sälen unmittelbar in Nähe des Bürgerhauses. Die Bühne soll Donnerstag bis Samstag in den Mittagsstunden bespielt werden. Die Problematik von Zupfmusik im Freien ist hinlänglich bekannt und so wollen wir mit der Bereitstellung einer professionellen Musikanlage und Moderation für einen guten Sound und Stimmung sorgen.
Die Bühne ist damit freigegeben für alles, was die Zupfmusik so hergibt. Hier können die Vereinsorchester (20 min. Auftritt) nach Herzenslust spielen, was sie wollen. Der bunte Mix wird viele erfreuen und manche Besucher werden von der Vielfalt überrascht sein.
Machen Sie aus Bruchsal durch ihre Bereitschaft, einen musikalischen und gesellschaftlichen Beitrag zu leisten, ein Musikfest der besonderen Art für alle und entschließen Sie sich zu einer großen Vereinsfahrt mit tollen Erlebnissen und Begegnungen.
Begegnung schafft Nähe – Nähe schafft Vertrauen – Vertrauen ist die Grundlage jedes Vereins. Wir freuen uns auf Ihre Mitwirkung!
Herzlichst,
Dieter Kreidler
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Verleihung der Pro-Musica-Plakette an den MGV Noris-Süd
[07.04.2009 • Petra Wiedemann] Am 29.03.2009 war es soweit: Eine kleine Gruppe von acht Personen des MGV Noris-Süd reiste zur Verleihung der Pro-Musica-Plakette von Nürnberg ins Kulturzentrum nach Vöhringen. Die Abordnung von drei Verantwortlichen des MGV – Willi Wiedemann (1. Vorstand), Gerlinde Schönleben (2. Vorstand) und Horst Schiller (Dirigent) – erhielten aus den Händen von Dr. Thomas Goppel (Staatsminister a.D. und Präsident des Bayerischen Musikrats) und Dr. Friedrich Wilhelm Rothenpieler (Amtschef des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst) die Pro-Musica-Plakette sowie die dazugehörige Urkunde – unterzeichnet von Bundespräsident Horst Köhler.
Die Pro-Musica-Plakette wird Vereinigungen von Musikliebhabern verliehen, die sich in langjährigem Wirken besondere Verdienste um die Pflege des instrumentalen Musizierens, und damit um die Förderung des kulturellen Lebens, erworben haben. Die Plakette zeigt auf der Vorderseite eine Musizierende mit Lyra und die Inschrift »FÜR VERDIENSTE UM INSTRUMENTALES MUSIZIEREN – PRO MUSICA«. Die Rückseite zeigt den Bundesadler. Die Plakette wird durch den Bundespräsidenten aus Anlass des 100-jährigen Bestehens einer Musikvereinigung auf deren Antrag verliehen. Voraussetzung für die Verleihung ist der Nachweis, dass sich die Musikvereinigung in ernster und erfolgreicher musikalischer Arbeit der Pflege der instrumentalen Musik gewidmet und im Rahmen der örtlich gegebenen Verhältnisse künstlerische oder volksbildende Verdienste erworben hat.
Zur Überreichung der Urkunde und der Ehrenplakette waren auch BDZ-Präsident Joachim Kaiser und Vizepräsident Michael Nitzl nach Vöhringen gereist und gratulierten den Ausgezeichneten herzlich. Besten Dank hierfür!
Der MGV ist sehr stolz auf diese Auszeichnung.
Unser Dank gilt auch all denjenigen, die uns bei der Zusammentragung der erforderlichen Unterlagen sowie der Beantragung der Pro-Musica-Plakette tatkräftig unterstützt haben!
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Jetzt anmelden: »Europa-Tage der Musik 2009«
[07.04.2009] Vom 19. Juni bis 5. Juli steht Bayern bereits zum 24. Mal ganz im Zeichen der Europa-Tage der Musik, laut Kunstminister und Schirmherr Dr. Wolfgang Heubisch »ein Fixpunkt im reichen Musik- und Kulturleben des Freistaats Bayern«. Ausgerichtet vom Bayerischen Musikrat sind Laien und Profis eingeladen, nach dem Motto »Musik schafft Freunde« ihrer Verbundenheit zu Europa und seiner Bevölkerung durch unterschiedliche Musikprogramme und Konzertformen in der Öffentlichkeit Ausdruck zu verleihen. Zentraler Abschluss und Höhepunkt bildet ein dreitägiges Musikfest in Aschaffenburg mit einem Rock-Pop-Festival, sinfonischer Blasmusik, schottischer Volksmusik, deutsch-französischer Vokalkunst und einer Operngala.
An den Europatagen mitmachen können alle Verbände und Institutionen des Musiklebens in Bayern, sowie Schulen und freie Gruppen. Alle Veranstaltungen werden über einen zentralen Veranstaltungskalender bayernweit veröffentlicht. Zur Werbung vor Ort gibt es Plakate. Medienpartner ist der Bayerische Rundfunk.
Anmeldeschluss zur Teilnahme: 1. Juni 2009
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Ehrenamtspauschale
Info des Bayerischen Musikrats
[07.04.2009] Seit Oktober 2007 ist es möglich, für »begünstigte Tätigkeiten« eine Ehrenamtspauschale in Höhe von bis zu 500 Euro pro Jahr auszubezahlen.
Neben Personen, die im Verein eine besondere Aufgabe (Vorstandsmitglieder, Reinigungskräfte, Bürokräfte, Notenwart) wahrnehmen, können auch Amateurmusiker mit der Ehrenamtspauschale bedacht werden. Hier sind jedoch zwei Punkte zu beachten:
Die Höhe der Ehrenamtspauschale darf nicht unangemessen hoch sein und muss einer evtl. Überprüfung der Finanzämter Stand halten.
Der Verein muss auch ohne die gebräuchliche Form der »Rück-Spende« in der Lage sein, die Ausgaben für die Ehrenamtspauschale zu finanzieren.
Beispiel: Ein Verein hat Rücklagen i.H.v. 4.500 Euro und will an 12 Mitglieder jeweils 500 Euro Ehrenamtspauschale ausbezahlen, da mit den Mitgliedern besprochen ist, dass diese einen Großteil wieder an den Verein zurück spenden. Das wäre steuerlich problematisch, da die Auszahlung ohne die Rück-Spenden nicht möglich gewesen wäre.
Auch wenn die Anwendung der Ehrenamtspauschale durch das »Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements« frei gegeben wurde, muss jedoch auch im Hinblick auf die Vereinssatzung noch etwas beachtet werden:
Wenn der Vorstand einer gemeinnützigen Körperschaft (Verein) nach der Satzung ehrenamtlich (unentgeltlich) tätig sein muss, verstößt die Körperschaft mit der Zahlung von Vergütungen (auch der Ehrenamtspauschale) an Vorstandsmitglieder gegen das Gebot, sämtliche Mittel für steuerbegünstigte satzungsmäßige Zwecke zu verwenden (sog. »Gemeinnützigkeitsparagraph«).
Grundsätzlich empfiehlt es sich, in die Satzung einen Passus aufzunehmen, der die pauschalen Aufwandsentschädigungen ermöglicht. Der Passus könnte folgendermaßen lauten:
»Tätigkeiten im Dienst des Vereins dürfen nach Maßgabe eines Vorstandsbeschlusses im Rahmen der Ehrenamtspauschale vergütet werden.«
Falls ein gemeinnütziger Verein aufgrund der Einführung des neuen Freibetrags (Ehrenamtspauschale) bis zum 9. Dezember 2008 bereits pauschale Zahlungen im Rahmen der Ehrenamtspauschale an Vorstandsmitglieder bezahlt hat, obwohl die Satzung eine ehrenamtliche oder unentgeltliche Tätigkeit des Vorstandes vorschreibt, sind daraus unter den folgenden Voraussetzungen keine für die Gemeinnützigkeit schädlichen Folgerungen zu ziehen:
Die Zahlungen dürfen nicht unangemessen hoch gewesen sein.
Die Mitgliederversammlung beschließt bis zum 31. März 2009 eine Satzungsänderung, die eine Bezahlung der Vorstandsmitglieder zulässt.
Schreibt die Satzung keine ehrenamtliche oder unentgeltliche Tätigkeit des Vorstandes vor, ist die Zahlung von pauschalem Aufwandersatz und von Vergütungen an Vorstandsmitglieder grundsätzlich unschädlich für die Gemeinnützigkeit. Die Zahlungen dürfen allerdings auch hier nicht unangemessen hoch sein.
Der Ersatz tatsächlich entstandener Aufwendungen (z.B. Telefon- oder Fahrtkosten) wäre ohne betragliche Limitierung zulässig.
Ein Einzelnachweis von Aufwendungen ist dann nicht erforderlich, wenn pauschale Zahlungen den tatsächlichen Aufwand offensichtlich nicht übersteigen. Dies gilt jedoch nicht, wenn durch die pauschalen Zahlungen auch Zeitaufwand abgedeckt werden soll.
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Konzert zu Fastenzeit
[18.03.2009] Das Ensemble musica a corda konzertiert am Freitag, den 27. März 2009 in der ev.-lutherischen Heilandskirche Hemhofen, Heppstädter Weg. Es stehen dieses Mal festliche und besinnliche Werke barocker und romantischer Komponisten auf dem Programm:
Der Venezianer Antonio Vivaldi ist bekannt als der Meister der barocken Solokonzerte. Sie hören sein einziges Doppelkonzert für 2 Querflöten und Orchester – an den Flöten Barbara Trabold und Magdalene Eisfeld, beides fortgeschrittene Schülerinnen der Musikschule Hemhofen. Wie Antonio Vivaldi war auch Placidus von Camerloher gleichermaßen Komponist, virtuoser Musiker und Priester, allerdings in München und Freising und gut eine Generation später. Mit der Sinfonia C-Dur möchten wir zeigen, dass er zu Unrecht heute fast vergessen ist. Wie man in der Renaissance die Tugenden des weiblichen Geschlechts sah, möchten wir mit Ihnen mit den Tänzen und Galliarden »Musicalischer Tugendtspiegel gantz neuer Gesäng« von Erasmus Widmann erkunden, der übrigens lange in Mittelfranken lebte. Betont romantische Werke von Edvard Grieg (Drei Lyrische Stücke), Konrad Wölki (Lieder ohne Worte) und Hermann Ambrosius runden den Abend ab.
Wir laden Sie ein zu einer guten Stunde besinnlicher Musik auf Mandolinen, Gitarren und Kontrabass. Das Konzert beginnt um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei.
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Vivaldi Orchester tanzt
[09.03.2009 • Dr. Andrea Deininger] Einen Tanzabend der besonderen Art bot das Vivaldi Orchester Karlsfeld beim diesjährigen Jahreskonzert im Bürgerhaus. Aus verschiedenen Epochen wurden Tänze präsentiert, vom Säbeltanz von Aram Khatchaturian über eine Tanz-Suite bis hin zur Samba.
Die Vivaldi Tiger, die jugendlichen Nachwuchszupfer, begannen beschwingt mit einem kurzen festlichen Auftakt von Bernhard Scholz. Beim langsam, bedächtigen Stück »Ama Gochoa« von Francis Goudard verzichteten sie weitgehend auf das Dirigat der musikalischen Leitung, eine bemerkenswerte Leistung der jungen Musiker. Nach einigen Umbauarbeiten auf der Bühne spielten die Tiger zusammen mit dem großen Orchester »Eyn gut Dantzerey«. Über vierzig Zupfmusiker, begleitet von Flöte und Schlagzeug, harmonierten wunderbar auf der Bühne und die fünf Tänze aus verschiedenen Ländern gelangen rhythmisch und präzise.
Das große Orchester fuhr mit einem Werk von Evaristo Felice dall’Abaco fort, einem Komponisten, der Anfang des 18. Jahrhunderts als Kammerkonzertmeister in München gelebt und gearbeitet hat. Ein Höhepunkt des ersten Teils bildete das Konzert für vier Mandolinen von Vivaldi. Die Solistinnen Brigitte Rost, Sonja Klein, Katrin Nozicka und Isabell Böswald überzeugten mit feiner Virtuosität und schöner Abstimmung.
Nach der Pause bot der Gitarrenchor eine Allemande sowie Musik der bekannten Gipsy Kings. Die dreizehn Gitarristen begeisterten mit diesem, an die Südsee erinnernden Stück, das aus zehn Gitarrenstimmen besteht. Julia Warmhold rührte anschließend die Zuhörer im fast ausverkauften Bürgerhaus mit einem gefühlvollen schwedischen Lied aus dem Film »Wie im Himmel«. Ihre klare Stimme sang von Sehnsucht, liebevoll begleitet vom Orchester. Der Abend klang mit einer Samba und einem Latin Groove von Kreidler aus, als Zugabe gab es das schon bekannte Magnificat und einen Foxtrott.
Monika Fuchs-Warmhold bot mit ihrem Orchester wie immer eine Abwechslung aus lebhaften Rhythmen und gefühlvollen Klängen. Alle Musiker überzeugten mit Harmonie und Engagement. Karlsfeld kann stolz auf sein Vivaldi Orchester sein. Durch den Abend führten unterhaltsam Angelika Füssl und Ralf Hanrieder.
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Kinderkurse waren wieder ein großer Erfolg
[28.02.2009 • Petra Breitenbach] »Ni-Hao – eine musikalische Reise in den fernen Osten« – unter diesem Motto trafen sich über 70 Gitarren- und Mandolinenschüler aus Unterfranken zu den alljährlichen Musikwochenenden in den Schullandheimen Schaippach und Reichmannshausen.
Die sieben bis elfjährigen Musikschüler erhielten Einzelunterricht auf ihrem Instrument, machten aber auch die ersten Erfahrungen im Orchesterspiel und in einem kleineren Ensemble. Viel Spaß hatten die Teilnehmer auch am Liedbegleiten, beim Notenquiz erlebten sie, dass Notenlesen und Tonleitern eigentlich ganz einfach sind und bei »Rhythm and groove« studierten sie einen Essstäbchen-Rap ein, der sich zum Ohrwurm entwickelte. Zwischendurch wurden Tiere in Origamitechnik gebastelt, gespielt und geübt.
Am Sonntag im Abschlussvorspiel waren die Eltern ganz begeistert, was ihre Sprösslinge gemeinsam mit den Dozenten Bianca Brand, Petra Breitenbach, Roland Eckert, Petra Fröhlen, André Herteux, Barbara Hennerfeind, Andreas Kantenwein, Hannes Wagner und John Walkowiak erarbeitet hatten. Besonderer Höhepunkt war der Auftritt des großen Orchesters mit asiatischen Klängen und dem Lied »Ni-Hao, so grüßt man sich in China«, bei dem alle Kinder mitwirkten und so schwungvoll musizierten, das eine Zugabe verlangt wurde!
Alle Teilnehmer sind schon neugierig auf das Motto im nächsten Jahr, wenn sie wieder zu »Musik, Spiel und Spaß für Kinder« nach Schaippach bzw. Reichmannshausen kommen.
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Tänzerische Impressionen des Vivaldi Orchesters
[18.02.2009 • Dr. Andrea Deininger] Das Jahreskonzert des Vivaldi Orchesters findet am Samstag, 7. März im Bürgerhaus Karlsfeld statt. Diesmal bieten die Musiker Tanzmusik aus verschiedenen Epochen.
Den Beginn machen wie gewohnt die Vivaldi-Tiger, die Älteren der beiden Jugendgruppen. Sie spielen einen Tanz aus dem Baskenland und den Säbeltanz von Aram Katchaturian. Danach gibt es für die Zuhörer ein Novum. Die Tiger und das große Orchester führen zusammen ein Tanzstück aus dem 16. Jahrhundert, begleitet mit Perkussion, auf. Das große Orchester beginnt mit einem Stück von Evaristo dall’Abaco, einem Komponisten, der Anfang des 18. Jahrhunderts als Kammerkonzertmeister in München gelebt und gearbeitet hat. Anschließend folgen das Konzert in e-moll für Mandolinen und Orchester von Antonio Vivaldi und ein zeitgenössisches japanisches Werk.
Nach der Pause spielt der Gitarrenchor verschiedene Tänze, z.B. eine Gagliarda und eine Allemande des Komponisten Johann Hermann Schein. Den Schluss bilden temperamentvolle Filmmusik und ein Latin Groove aus Südamerika.
Beginn ist um 19:30 Uhr, Karten gibt es für 12 Euro und 8 Euro ermäßigt im Vorverkauf bei Schreibwaren Diepold, Ostenstraße 2a und im Reisebüro Bunk, Allacherstraße 6.
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Vivaldi Tiger auf Probenwochenende am Schliersee
[21.01.2009 • Dr. Andrea Deininger] Die Vivaldi Tiger – die Älteren der beiden Nachwuchsgruppen des Vivaldi Orchesters Karlsfeld – waren auf Probenwochenende in Josefstal am Schliersee.
Am Freitagnachmittag fuhren die 16 jungen Musiker im Alter von 13 bis 16 Jahren zum Zielort. Mit von der Partie waren die drei Betreuer Monika Fuchs-Warmhold, Alex Stöhr und Claudia Faiss. Man kannte das schöne Jugendhaus bereits von früheren Aufenthalten. Nach dem Bezug der Zimmer wurde gleich das erste Mal geprobt, schließlich wollten sich die Tiger für das Konzert am 7. März im Bürgerhaus vorbereiten. Der Abend klang mit Spielen aus.
Auch am Samstag stand das gemeinsame Musizieren im Vordergrund. Dabei wurden nicht nur gemeinsam die aktuellen Stücke geprobt, sondern es wurden auch kleine Ensembles von 2 bis 4 Spielern gebildet. Die jungen Musiker gestalteten zum Teil eigenverantwortlich ihre Proben, was gut gelang. Zwischen den Proben gab es diesmal mehr Pausen, die die Jugendlichen zum Lernen nutzten, da viele in der darauffolgenden Woche Schulaufgaben schreiben mussten. Der Abend war dem Entwurf der eigenen Webseite vorbehalten. In drei Gruppen entwarfen die Schüler verschiedene Layouts und die Betreuer staunten nicht schlecht über die vielen kreativen Ideen. Man konnte sich zwar noch nicht auf einen Entwurf einigen, jedoch soll die Homepage in Kürze fertiggestellt werden.
Am Sonntag reisten wie immer die Eltern an und überzeugten sich vom musikalischen Talent ihrer Sprösslinge. Neben dem bekannten Werk »Säbeltanz« von Aram Katchaturian wählten die Tiger ein musikalisch anspruchsvolles Stück von Helmut Fackler, die »Passacaglia Piccola«, für ihr Programm aus. Gut gelaunt und voller neuer musikalischer Ideen fuhren alle am Nachmittag nach Hause. Der Dank gilt Monika Fuchs-Warmhold mit ihren Helfern für ihre engagierte Nachwuchsarbeit.
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Europäische Musikbörse ist gestartet
[21.01.2009] Der Deutsche Musikrat hat ein Internetportal »Europäische Musikbörse« eingerichtet. Ziel der Musikbörse ist es, in den nächsten Jahren möglichst viele europäische Regionen miteinander zu vernetzen und damit den musikkulturellen Austausch und die Zusammenarbeit in Europa zu fördern. Das Portal dient als Medium der Information und zugleich als lebendiger Platz des Austausches.
Schwerpunkt der Europäischen Musikbörse ist derzeit die Vernetzung mit Osteuropa. Wer zum Beispiel einmal gern eine Konzertreise nach Lettland oder Litauen machen würde oder ein Austauschprojekt mit einem Orchester aus Tschechien organisieren möchte, findet hier Ideen, Veranstaltungen, Institutionen, Ansprechpartner und vieles mehr. (Zu beachten ist in diesem Zusammenhang auch die mögliche finanzielle Förderung eines solchen Austausches durch das Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst.)
Unter www.europaeische-musikboerse.eu können Musiker, Ensembles, Musikvereinigungen und Veranstalter ab Januar 2009 das eigene musikkulturelle Profil weit über regionale Grenzen hinweg präsentieren, aktuelle Veranstaltungen kommunizieren, Institutionen vorstellen, Kooperationsangebote oder -gesuche veröffentlichen und miteinander in Kontakt treten.
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Anträge auf Begabtenförderung bis 1. Mai stellen!
[21.01.2009 • Anne Roth] Ein gute musikalische Ausbildung kostet Geld … die Familien junger Musikerinnen und Musiker wissen das nur zu gut! Um diese Familien zu unterstützen, wurden im Rahmen des Bayerischen Musikplans Gelder zur individuellen Förderung musikalisch besonders begabter Jugendlicher aus Landesmitteln bestimmt. Die Anträge für die Begabtenförderung 2009 sind jetzt zu stellen. Bis zum 1. Mai 2009 haben junge Musiker aus Bayern noch die Möglichkeit, über das Projekt Begabtenförderung des Bayerischen Musikrats finanzielle Unterstützung zu bekommen.
Weitere Informationen erhalten Sie im Projektbüro des Bayerischen Musikrats, Kurfürstenstraße 19 in 87616 Marktoberdorf, Telefon 08342 9618-60 oder per eMail.
Bewerben können sich Musiker aller Art, die seit mindestens einem Jahr in Bayern wohnen. Die Altershöchstgrenze liegt bei 20 Jahren. Fördermittel sind sowohl Unterrichtsbeihilfen als auch Instrumentenzuschüsse. Über die Vergabe der Mittel entscheidet ein Ausschuss, der jeden eingegangenen Antrag gewissenhaft überprüft. Anträge können ab sofort im Projektbüro des Bayerischen Musikrat angefordert werden oder hier unter Downloads ausgedruckt werden. Unter den Downloads sind auch die neuen Richtlinien zur Vergabe der Begabtenförderung zu finden.
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Kultureller Austausch wird gefördert
[21.01.2009] Bayerische Laienensembles können über den Bayerischen Musikrat beim Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst finanzielle Unterstützung für ihren kulturellen Austausch beantragen. Gefördert werden Konzertreisen von bayerischen Gruppen ins Ausland und die Betreuung von Gastensembles in Bayern. Der Förderschwerpunkt liegt insbesondere auf Konzertreisen in osteuropäische Länder sowie in diejenigen westlichen Länder, zu denen noch kein hinreichender musikkultureller Austausch besteht.
Die Antragsformulare stehen im Internet zum Download bereit oder können im Projektbüro des Bayerischen Musikrats unter der Telefonnummer 08342 961860 oder per eMail angefordert werden.
Der Antrag ist beim BDZ Landesverband Bayern einzureichen, wird dort begutachtet und dann an den Bayerischen Musikrat weitergereicht. Einsendeschluss für die Antragstellung ist der 31. März 2009.
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Weihnachtsbrief des Präsidenten
[12.12.2008] Liebe Mitglieder,
Mitte November wurde ich von den Delegierten der Mitgliederversammlung zum Präsidenten des Landesverbandes Bayern gewählt. Als dieser nutze ich gerne die Gelegenheit, mich zum ersten Mal an Sie zu wenden und mich kurz vorzustellen. Ich bin seit 1990 in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg als Verwaltungsdirektor tätig und der Zupfmusik schon seit längerem verbunden. Aufgrund meiner Tätigkeit in der Akademie verfüge ich über gute Kontakte im bayerischen Musikleben, die ich sehr gerne für den BDZ einbringen will. Der Jugendarbeit fühle ich mich neben meiner beruflichen Arbeit unter anderem durch meine langjährige Tätigkeit als Jugendleiter und mein Mitwirken im Kreisjugendring verpflichtet.
Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihr Engagement innerhalb der Zupfmusik in Bayern. Ohne Ihren Einsatz in der Vorbereitung und Durchführung musikalischer Darbietungen und somit für die Verbreitung und damit die Heranführung vor allem junger Menschen an die Zupfmusik, ohne Ihre technische und inhaltliche Weiterentwicklung und ohne Ihre Arbeit mit Ihrem Instrument wäre die Bayerische Musikszene nicht so reich, wie sie ist. Haben Sie für dieses Engagement für die Zukunft der Zupfmusik in Bayern herzlichen Dank und bleiben Sie ihr weiterhin verbunden!
An dieser Stelle gratuliere ich uns allen dazu, in den Reihen des Landesverbandes einen mehrfachen Preisträger des Deutschen Orchesterwettbewerbes zu haben, denn das Ensemble Roggenstein (Zupforchester der Kreismusikschule Fürstenfeldbruck e.V.) hat in diesem Jahr unter der Leitung von Oliver Kälberer erneut einen 1. Preis für seine Darbietungen erhalten. Ich denke, dies ist Grund zur Freude und zum Ansporn für alle Ensembles unseres Verbandes. Herzlichen Glückwunsch nach Fürstenfeldbruck!
Um unsere intensive Seminararbeit und das reichhaltige Kursangebot weiterhin realisieren zu können und in den Genuss von Zuschüssen zu kommen, ist auch in diesem Jahr wieder Ihr »Infobogen« (vor allem die Angabe der Gemeinnützigkeit!) von großer Bedeutung. Außerdem ist es uns wichtig, Konzert- und Veranstaltungstermine frühzeitig zu kennen, um die geknüpften Kontakte weiter vertiefen zu können.
Ich möchte auch den bereits im Vorjahr vorgetragenen Wunsch wiederholen und darum bitten, Beiträge und Berichte über Konzerte, Probenphasen, Kurse, Orchesterreisen o. ä. direkt über die Homepage an die Redaktion des Zupfboten zu senden. Nur so ist ein reger Austausch und Kontakt untereinander möglich. Außerdem ist gewünscht, den Zupfboten auch wieder in Papierform zu versenden, was nur mit Ihrer Mitarbeit und Hilfe in Form von Informationen und Berichten möglich ist. Vielen Dank!
Ich wünsche Ihnen, auch im Namen des Vorstands, neben den Vorbereitungen für die Weihnachtszeit ein paar besinnliche Stunden im Kreise Ihrer Familien, einen schönen Advent, friedliche Feiertage und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches neues Jahr 2009.
Ihr
Joachim Kaiser
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Neuwahlen beim Landesverband Bayern
[25.11.2008] Mitte November fand in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg die Mitgliederversammlung des Landesverbands Bayern im Bund Deutscher Zupfmusiker (BDZ) mit Neuwahlen statt.
Nach Abhandlung der üblichen Versammlungsregularien und Abgabe der einzelnen Rechenschaftsberichte konnte der Schatzmeister Thomas Zapf erfreut mitteilen, dass die finanzielle Lage des Landesverbandes Bayern zur Zeit ausgeglichen ist. Vor diesem Hintergrund fiel es den zahlreich erschienenen Mitgliedern leicht, den Landesvorstand zu entlasten. Vizepräsident Michael Nitzl bedankte sich herzlich beim Präsidium für die geleistete Arbeit und das gute Miteinander in der vergangenen Zeit, vor allem unter dem Aspekt, dass das Amt des Präsidenten längere Zeit vakant war.
Im Bericht der Musikleiterin Petra Breitenbach wurde die rege Tätigkeit des LV abgebildet, er hat 14 Kurse mit ca. 530 Teilnehmern im Alter von sieben bis 70 Jahren veranstaltet. Bei den Heimatorchestern gab es in diesem Jahr neben den üblichen Veranstaltungen keine nennenswerten Jubiläen, jedoch ist man sehr stolz darauf, einen mehrfachen Preisträger des Deutschen Orchesterwettbewerbes in seinen Reihen zu haben. Im vergangenen Mai hat beim diesjährigen Deutschen Orchesterwettbewerb in Wuppertal das Ensemble Roggenstein (Zupforchester der Kreismusikschule Fürstenfeldbruck e.V.) unter der Leitung von Oliver Kälberer erneut einen 1. Preis (mit 24,8 Punkte von 25!) für seine Darbietungen erhalten.
Die anstehenden Neuwahlen sind durch die Geschäftsführerin Karla Jenuwein gut vorbereitet worden, sodass diese reibungslos erfolgen konnten. Vizepräsident Michael Nitzl ging in seiner Vorstellung des Kandidaten für das Präsidentenamt kurz darauf ein, dass es in der heutigen Zeit schwierig sei, engagierte Menschen für das Ehrenamt zu finden. Besonders erfreulich sei unter diesem Gesichtspunkt, dass mit dem Verwaltungsdirektor der Bayerischen Musikakademie Hammelburg (BMH) Joachim Kaiser ein kompetenter Kandidat zur Wahl steht. An dieser Stelle erhielt Joachim Kaiser die Gelegenheit, sich den Verbandsmitgliedern vorzustellen. Er ist seit 1990 in der BMH tätig und der Zupfmusik schon seit längerem verbunden. Aufgrund seiner Führungsposition in der BMH verfügt er über gute Kontakte im gesamten bayerischen Musikleben, die er sehr gerne für den BDZ einbringen will. Der Jugendarbeit fühlt er sich unter anderem durch seine langjährige eigene Tätigkeit als Jugendleiter und sein Mitwirken im Kreisjugendring verpflichtet. Häufiger und gern gesehener Gast ist er bei Veranstaltungen des BDZ, Landesverband Bayern und des Zupf-Ensembles Lohr, mit dessen Leiterin Petra Breitenbach ihn ein freundschaftliches Verhältnis verbindet. Aus diesen Gründen war er über die Anfrage, für das Präsidentenamt zu kandidieren, sehr erfreut und stellt sich nach Rücksprache mit seiner Familie zur Wahl.
Die anschließend durchgeführten Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis:
Präsident: Joachim Kaiser (Hammelburg)
Vizepräsident: Michael Nitzl (Thüngersheim)
Schatzmeister: Thomas Zapf (Ingolstadt)
Geschäftsführerin: Karla Jenuwein (Lohr a. Main)
Musikleiterin: Petra Breitenbach (Lohr a. Main)
Beisitzer: Daniel Ambarjan (Würzburg), Bianca Brand (Forst), Heiko Holzknecht (München)
Die Wahlleitung gratulierte dem neuen Präsidenten und seinem Team zu seiner Wahl und wünschte viel Schwung, gute Ideen und erfolgreiches Wirken im Interesse aller Mitglieder.
Das Protokoll der Mitgliederversammlung kann von Mitgliedern des Landesverbandes per eMail bei der Geschäftsstelle angefordert werden!
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Karlsfelder Mandolinen bei ECHO-Klassik
[27.10.2008 • Dr. Andrea Deininger] Ein ganz besonderes Musikerlebnis hatten drei Mitglieder des Karlsfelder Vivaldi-Orchesters am vergangen Sonntag: Sie spielten mit den Münchner Philharmonikern bei der Preisverleihung Echo-Klassik im Münchner Gasteig. Andrea Bocelli trat als Gaststar auf und sang eine italienische Canzone mit Mandolinenbegleitung. Da die Münchner Philharmoniker keine eigenen Mandolinisten haben, wurden diese vom Vivaldi-Orchester-Karlsfeld »ausgeliehen«: Monika Fuchs-Warmhold, Mandolinenlehrerin und Leiterin des VOK, Brigitte Rost und Katrin Nozicka konnten so die Preisverleihung unter anderen an David Garrett, Annette Dasch und insbesondere Cecilia Bartoli und José Carreras aus nächster Nähe mit erleben.
Für die drei Spielerinnen war es nicht nur ein Erlebnis, mit den Münchner Philharmonikern unter Leitung von Andrey Boreynko aufzutreten, sondern auch, im Backstage auf ihren Auftritt zu warten und so im Zentrum des Geschehens zu sein. Da waren die Fotografen, die um die besten Plätze für ein gutes Foto rangelten, da waren die Leute vom ZDF, die penibel darauf achteten, dass die Künstler rechtzeitig zur Verfügung standen und nicht zuletzt konnte man alle Stars kurz vor und nach ihrem Auftritt aus nächster Nähe erleben und feststellen, dass auch sie vom Lampenfieber geplagt sein können. Götz Alsmann, einer der beiden Moderatoren des Abends, zeigte sich begeistert, dass Mandolinen dabei waren. Hatte er doch als Kind lange in einem Zupforchester Mandoline gespielt. Er erbat sich von Monika Fuchs-Warmhold eine Mandoline, um spontan ein paar Takte aus seinem alten Repertoire zu probieren.
Monika Fuchs-Warmhold, die mit José Carreras im Aufzug zusammentraf und mit ihm gemeinsam den Gasteig verließ, erlebte den Ansturm der Autogrammjäger auf Carreras aus nächster Nähe: »Ich war leicht erschrocken, als die Leute auf uns zu stürmten. Es war bewundernswert, mit welcher Ruhe und Gelassenheit so ein Weltstar reagiert. Ich denke, wir waren alle vor dem Konzert schon aufgeregt und angespannt, aber mit den Philharmonikern und Bocelli gemeinsam vor erlesenem Publikum aufzutreten, das ist schon ein wenig Aufregung wert.«
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Zupf-Ensemble Lohr beim 31. Bayerischen Musikschultag in Hof
[24.10.2008] Das Zupf-Ensemble Lohr vertrat die Sing- und Musikschule der Stadt Lohr beim Festkonzert bayerischer Musikschulen in der Hofer Freiheitshalle. Alljährlich veranstaltet der Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen (VBSM) eine mehrtägige Veranstaltungsreihe mit Konzerten, Fachvorträgen, Seminaren und einem Festakt, bei dem heuer der Präsident des Bayerischen Blasmusikverbandes, Manfred Ach mit der Carl-Orff-Medaille ausgezeichnet wurde.
Die Wahl des Veranstaltungsortes fiel auf Hof, dessen Musikschule (den Hofer Sinfonikern angeschlossen) in diesem Jahr ihr 30jähriges Bestehen feiert. Für das Festkonzert wurden diesmal 14 bayerische Ensembles/Orchester ausgewählt, die mit über 240 Musikern den Festsaal der Hofer Freiheitshalle zum Klingen brachten. Das Programm bot einen Querschnitt von Georg Friedrich Händel bis Leonard Bernstein, von Klavier bis Bigband, von Kammerorchester bis Folkband. Das Zupf-Ensemble Lohr unter der Leitung von Petra Breitenbach brachte südamerikanisches Flair mit dem Latin groove von Dieter Kreidler.
Der Bayerische Rundfunk zeichnete das Konzert auf und sendet es am 01.11.2008 ab 15:05 Uhr auf Bayern 4 Klassik.
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Zupf-Ensemble Lohr meets Mozart
Erfolgreicher Austausch zwischen der Sing- und Musikschule Lohr und dem musikum salzburg
[24.10.2008] Am vergangenen Freitag, brach das Zupf-Ensemble Lohr mit einer kleinen Fangemeinde zu einer dreitägigen Konzertreise nach Salzburg auf. Gleich nach der Ankunft stand die erste Probe mit den Musikern der Musikschule aus dem Salzburger Land auf dem Programm. Alle waren sehr gespannt auf diese erste musikalische Begegnung, denn sie war gleichzeitig die Generalprobe für das gemeinsame Konzert am Samstag. Dank der guten musikalischen Vorbereitung auf beiden Seiten klappte das Zusammenspiel der Musiker prächtig und so konnte der Kontakt im Augustiner Bräu weitergepflegt werden. Bei leckerem Augustinerbier und Salzburger Köstlichkeiten ließen die Musiker samt Fans den schönen, aber auch anstrengenden ersten Tag ausklingen.
Am Samstag ging es bei strahlendem Sonnenschein mit einer Stadtführung durch Salzburg weiter, bevor am Nachmittag die zweite Probe, diesmal mit Gemeinschaftsorchester »Österreich-Deutschland« in der Berndorfer Volksschule den letzten Schliff brachte. Das gemeinsame Konzert von Zupf-Ensemble Lohr (Leitung Petra Breitenbach) und dem musikum salzburg brachte dann auch die verdiente Belohnung für die intensive Arbeit im Vorfeld – ein vollbesetztes Haus mit begeistertem Publikum und ein kurzweiliges Programm mit Trompeten-, Flöten- und Zupf-Ensemble, Volksmusikgruppe und einer Jazzband, die nahtlos vom Konzert zum gemütlichen Beisammensein überleitete. Das österreichische Publikum war besonders angetan vom Klang des Zupforchesters und nahm den Lohrer Zupfmusikern das Versprechen ab, bald wieder nach Salzburg zu kommen. Den kulinarischen Rahmen boten die »Berndorfer Bäuerinnen« (Landfrauenbund) mit Köstlichkeiten und Erfrischungen für diesen stimmungsvollen Abend.
Nach einem gemeinsamen Besuch des Salzbergwerks Berchtesgaden am Sonntag trat die Reisetruppe zufrieden den Heimweg an. Auch den mitreisenden Fans hat das Konzertwochenende sehr gut gefallen. Sie hatten Spaß an der geschnupperten »Ensembleluft« und wollen beim nächsten Projekt wieder dabei sein!
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Vivaldi Tiger gewinnen Preis bei internationalem Wettbewerb
[06.10.2008 • Dr. Andrea Deininger] Den mit 300 Euro dotierten Preis für das beste Jugendorchester beim Gitarren Orchester Festival International GOFI in Bad Nauheim räumten die Vivaldi Tiger ab. Das GOFI Festival wird alle zwei Jahre von der Musikschule der Gitarrenstadt Bad Nauheim durchgeführt und bietet Gitarrenorchestern eine Plattform, sich kennen zu lernen und gegenseitig zu inspirieren. Für zusätzliche Spannung sorgt der ausgetragene Wettbewerb. Die Jury besteht aus erfahrenen Professoren und Komponisten.
In diesem Jahr waren 13, zum Teil hochkarätige Ensembles aus Deutschland, Österreich, Tschechien, Italien und England gemeldet. Nach einem Eröffnungskonzert am Freitagabend begann der Wettbewerb im wunderschönen Jugendstiltheater für die Karlsfelder Spieler am Samstag um 12:45 Uhr. Die jungen Gitarristen, Mandolinisten und ein Schlagzeuger gaben unter der Leitung von Monika Fuchs-Warmhold ein 20-minütiges Programm zum Besten. Sie begannen mit französischen Tänzen, gefolgt von einem modernen Stück von Hartog. Die Vorträge gelangen gut mit schönem Einfühlungsvermögen und feiner Abstimmung. Die mitgereisten Betreuer Claudia Faiss und Alex Stöhr waren sehr zufrieden, Rhythmusgefühl und Dynamik prägten den Vortrag.
Am Abend galt es dann, das Publikum zu überzeugen. Mit einer schwungvollen Rumba und der Easy Pop Suite von Stratford sprang der Funke über und Spieler und Publikum waren gleichermaßen begeistert. Die Zuhörer klatschten voller Enthusiasmus mit. »Das war eine coole Erfahrung, ich habe zum ersten Mal bemerkt, wie wir die Leute im Saal so richtig mitgerissen haben«, so Anna Pobel, eine Spielerin der Tiger. Der Abend klang mit einer Party aller Teilnehmer aus.
Am Sonntag wurde dann mit Spannung die Wertung erwartet. Mit 20,6 Punkten lag der Vivaldi Nachwuchs auf einem sehr guten 7. Platz und ließ etliche Erwachsenenorchester hinter sich. Die Jury lobte das Orchester für eine spannende und lebendige Darbietung und eine überzeugende musikalische Leitung. In der Kategorie Jugend gewannen die jungen Musiker den ersten Preis. »Aber nicht nur die Platzierung ist für uns ein großer Erfolg«, erklärte die Dirigentin Monika Fuchs-Warmhold, »wir sind auch musikalisch zusammengewachsen und für uns alle war es eine tolle Erfahrung, so viele andere Musiker zu hören und kennen zu lernen. Wir hatten ganz interessante Begegnungen mit anderen Gitarristen.«
Der Wettbewerb war liebevoll organisiert, die Organisatoren standen den Vivaldi Tigern bei den verschiedensten Wünschen immer helfend zur Stelle. Egal ob Hunger oder Transportprobleme, sofort wurde eine Lösung gefunden. Und so fuhr man am Sonntagabend beschwingt und stolz nach Hause. Wir können nur sagen: Gratulation und weiter so!
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Einladung zur Mitgliederversammlung des BDZ LV Bayern e.V.
Tätigkeitsbericht des Präsidiums mit Kassenbericht
Bericht der Landesmusikleiterin
Neuwahl des Präsidiums
Vorschau auf 2009
Sonstiges
[15.09.2008] Diese Einladung zur Mitgliederversammlung entspricht Art. 8 der Satzung des Landesverbands Bayern und ist somit rechtsgültig. Anträge zur Landesmitgliederversammlung sind schriftlich, spätestens 3 Wochen vor der Versammlung, beim stellvertretenden Präsidenten einzureichen.
Die Versammlung findet im Anschluss an das Konzert des BLZO (15 Uhr, großer Saal) statt.
[14.07.2008 • Dr. Andrea Deininger] Bereits zum 11. Mal konzertierte am 12. Juli das Vivaldi Orchesters Karlsfeld im malerischen Innenhof des Schlosses Amerang bei Wasserburg. Wie immer wurden die Musiker vom Schlossherrn Freiherr von Crailsheim aufs freundlichste vor ausverkauftem Haus begrüßt.
Die Musiker unter der Leitung von Monika Fuchs-Warmhold begannen schwungvoll mit Tänzen von Wilhelm Mohr. Die verschiedenen Tempi wurden dabei fein herausgearbeitet, von lyrisch ruhigen bis zu temperamentvollen Rhythmen, begleitet von Percussion. Der erste Höhepunkt war das Magnificat von Michel Pepe, einem Komponisten, der sich auf Entspannungsmusik spezialisiert hat. Das Werk versetzte die Zuhörer in ein gotisches Gotteshaus in Frankreich. Die Zupfmusiker begannen mit Tremolo, leise schwebend und steigerten sich zum lauten Choral, herrlich stimmlich untermalt vom Orchester. Mit dem Konzert in C-Dur von Antonio Vivaldi für Flautino und Orchester bewies der Solist Sven Schwannberger einmal mehr seine Virtuosität auf der Flöte. Vor allem der zweite Satz gelang auf einfühlsame und innige Weise in schönstem Zusammenspiel mit dem Ensemble.
Nach der Pause bot der Gitarrenchor zwei Stücke. Das Palladio von Karls Jenkins, aus der Werbung bekannt, mit schnellen präzisen Wechseln der Stimmen sowie ein Stück von Ralph Paulsen-Bahnsen, das auf eindrucksvolle Weise den Berufsverkehr in Hamburg beschreibt. Eine Komposition von Jürgen Schieber erzählt von einem geselligen Abend in der Toskana. Mit Freude und Kraft intonierte das Orchester dieses schöne Stück, der Komponist selbst überzeugte an der Marimba.
Bereits zum 3. Mal spielten die Musiker das Lieblingsstück des Schlossherrn, den »Song of Japanese Autumn« von Yasuo Kuwahara. Musikalisch wurde ein beginnender Herbststurm intoniert, man begann sachte und steigerte sich kraftvoll bis zum Orkan. Den Abschluss bildete ein Foxtrott aus dem Berlin der Zwanziger Jahre, rhythmisch und heiter. Durch das Programm führte gewohnt abwechslungsreich Ralph Hanrieder. Die begeistern Zuhörer forderten zwei Zugaben.
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14.–16.11.2008
Wochenendlehrgang für Gitarristen
Bayerische Musikakademie Hammelburg
Veranstalter: BDZ / LV Bayern
Der Kurs richtet sich an (E-)Gitarristen ab 14 Jahren, die in Workshop-Atmosphäre ihre Spielmöglichkeiten erweitern möchten. Folgende Inhalte werden angeboten:
Liedbegleitung (strumming, picking, Volkslieder)
Open Tunings und DADGAD-Sound
Erstellen eines eigenen Arrangements
Spieltechniken der E-Gitarre
Ensemblearbeit mit einem Rock/Pop-Klassiker
Die Schwerpunkte werden nach den Teilnehmerwünschen ausgerichtet.
Voraussetzungen:
Dozent: André Herteux, Würzburg
Kursgebühr incl. Unterkunft/Verpflegung:
95,– (Jugendl.) / 115,– (Erw.) für BDZ-Mitglieder
130,– (Jugendl.) / 160,– (Erw.) Nichtmitglieder
Infos und Anmeldung: Geschäftsstelle des BDZ LV Bayern, Sterngasse 8, 97816 Lohr a. Main
Telefon 09352 2356, Fax 09352 6000876, eMail: bdz-bayern@web.de
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Der Pfingstkurs 2008 war ein schönes Erlebnis
[26.05.2008 • Petra Breitenbach] Hervorragend besucht war der diesjährige Pfingstkurs des BDZ-LV Bayern in der Bayerischen Musikakademie in Hammelburg. In diesem Jahr legten von den insgesamt 30 Teilnehmern (Jugendliche und Erwachsene) 18 erfolgreich die D-Prüfung ab. Erfreulich war, dass die Anforderungen im praktischen Teil fast immer überschritten wurden, die Prüfung also auf hohem Niveau stattfand.
Als besondere Highlights gab es heuer drei Konzerte für die Teilnehmer: Der Rechtenbacher Gitarrist André Herteux und das Duo Opus 1 mit Elena Olenchyk und Valerij Kisseljow (Preisträger internationaler Wettbewerbe) auf Mandolinen und Liuto gestalteten zu Beginn des Kurses ein stimmungsvolles Eröffnungskonzert.
Außerdem hatten die Zupfer als Gäste des parallel in der Akademie probenden Bayerischen Landes-Jugendjazzorchester die Gelegenheit, eine Premiere der besonderen Art: »Jazz meets Hip Hop« zu erleben. Alle Zuhörer waren überwältigt von der Klangfülle der Bigbands und der Lockerheit, mit der die jungen Jazzer ihre Soli präsentierten.
Das letzte Konzert der Woche bestritten die Teilnehmer selbst und boten einen Querschnitt der geleisteten Arbeit mit verschiedenen Ensemblebeiträgen Obwohl die Teilnehmer in diesem Jahr deutlich jünger waren, als in den vergangenen Jahren und demzufolge weniger Erfahrung im Ensemblespiel hatten, zeigten sie im Abschlusskonzert beachtliche Leistungen. Es war sehr erstaunlich, was vor Publikum alles möglich war! Daneben bewiesen vier Nachwuchsdirigentinnen den Mut, frisch Erlerntes vor Publikum zu präsentieren. Filmisch dokumentiert ist das Konzert bei YouTube.
Ensemblespiel, Vorträge, Theorie, Instrumentaltechnik, Forumsunterricht, Liedbegleitung, »Body percussion«, Dirigieren und die Möglichkeit, die Laienmusikprüfung (D-Kurs) abzulegen, rundeten das Angebot ab. Beim D-Kurs müssen die Teilnehmer eine Theorieprüfung bestehen und je nach Prüfungsstufe ein bis zwei Werke und div. Tonleitern/Dreiklänge vorspielen.
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Erfolg für Ensemble Roggenstein und Vivaldi Orchester Karlsfeld beim Deutschen Orchesterwettbewerb
[09.05.2008 • Claudia Mangels / Dr. Andrea Deininger] Als strahlender Sieger kehrte das Ensemble Roggenstein – Zupforchester der Kreismusikschule Fürstenfeldbruck – am vergangenen Sonntag vom Deutschen Orchesterwettbewerb in Wuppertal zurück. Mit 24,8 von zu erreichenden 25 Punkten ließ das renommierte Ensemble seine Konkurrenten aus dem gesamten Bundesgebiet deutlich hinter sich.
Zum fünften Mal in Folge ist das Ensemble Roggenstein damit Preisträger des Deutschen Orchesterwettbewerbs. Mit seinem Wettbewerbsprogramm beeindruckten die 18 Spielerinnen und Spieler unter der Leitung von Oliver Kälberer sowohl die international besetzte Fachjury als auch das Publikum. Neben der Klaviersonate Nr. 17 von Wolfgang Amadeus Mozart sorgte vor allem Kälberers eigene Komposition »Udawálawe – and the elephants keep rocking …« für Aufsehen, das dem Ensemble nicht nur eine Sonderwertung für Zeitgenössische Musik, sondern auch einen medienwirksamen Auftritt vor dem Elefantengehege des Wuppertaler Zoos einbrachte.
Grundlage des Erfolgs ist einmal mehr die hervorragende Arbeit von Oliver Kälberer. Seit 24 Jahren fördert er die musikalische Entwicklung des Orchesters, indem er das gängige Zupforchester-Repertoire durch eigene Kompositionen und sorgfältige Bearbeitungen von Musik aller Epochen erweitert. Dass es ihm gelingt, jedes einzelne Ensemblemitglied zu Höchstleistungen zu motivieren, wurde von den Wertungsrichtern einhellig bestätigt. Die Jurymitglieder Marga Wilden-Hüsgen und Caterina Lichtenberg – weltweit führende Professorinnen für Mandoline – lobten besonders die hohe Professionalität und tadellose Mannschaftsleistung der Gruppe.
Insgesamt war der Deutsche Orchesterwettbewerb für das Ensemble Roggenstein ein beeindruckendes Erlebnis mit einer Vielzahl von musikalischen Eindrücken. Am spielfreien Donnerstag ging es mit der Schwebebahn quer durch die Stadt zu den Wertungen von Jazz-, Sinfonie-, Blas- und natürlich Zupforchestern. Der Freitag war hauptsächlich vom eigenen Wertungsspiel geprägt. Als am späten Abend die Nachricht eintraf, dass das Ensemble die Zupfer in der Sonderwertung für Zeitgenössische Musik vertreten soll, war den Spielern bereits klar, dass sie am folgenden Tag gut beschäftigt sein würden. Schon früh machte man sich am Samstag auf den Weg von der Unterkunft in Ratingen nach Wuppertal, um unter den kritischen Ohren einer interdisziplinären Jury noch einmal »Udawálawe« vorzutragen. Nach einer kurzen Essenspause standen am Nachmittag die Auftritte im Wuppertaler Zoo auf dem Programm und am späten Abend das Preisträgerkonzert, das über drei Stunden hinweg einen grandiosen Abschluss dieser ereignisreichen Tage bildete. Auf der Orgelempore des wunderschönen Konzertsaals der Wuppertaler Stadthalle konnten die Spieler das gesamte Konzert verfolgen, das noch einmal auf höchstem Niveau die ganze Bandbreite des Orchesterwettbewerbs mit seinen 16 Kategorien darbot. Dem Ensemble Roggenstein selbst gelang es mit seiner Klaviersonate von Mozart, die 1500 Zuhörer völlig in seinen Bann zu ziehen.
Nach diesem Erfolg geht das Ensemble hoch motiviert seine nächsten Projekte an. Am 28. Juni 2008 wird es im Münchner Gasteig Teile aus seinem Wettbewerbsprogramm sowie Werke von Johann Sebastian Bach und John Dowland präsentieren. Karten sind bei München Ticket und an der Abendkasse erhältlich.
Prädikat für schwungvollen Auftritt des Vivaldi Orchesters aus Karlsfeld
Nicht ohne Hindernisse verlief der Deutsche Orchesterwettbewerb in Wuppertal für das Vivaldi Orchester aus Karlsfeld. Nachdem sich die Karlsfelder Zupfmusiker als zweitplatziertes Ensemble aus Bayern bereits im November 2007 qualifiziert hatten, fuhr man gut gelaunt und bestens vorbereitet mit dem Bus ins Bergische Land.
Leider war das Hotel 45 km vom Spielort entfernt, und die Musiker mussten Fahrzeiten bis zu einer Stunde in Kauf nehmen. Auch sonst war die Organisation des Wettbewerbs durch den Deutschen Musikrat in einigen Fällen mangelhaft. Trotz Vorbestellung erhielten die Karlsfelder Zupfer keine Karten für das Preisträgerkonzert. Am Wettbewerbsort, einem Universitätsgelände außerhalb des Wuppertaler Stadtkerns, bestand keine Möglichkeit der Verpflegung und auch Orchester anderer Kategorien konnten nicht angehört werden.
Trotzdem gaben die Spieler mit dem Pflichtstück »Tänzerische Impressionen« von Kurt Schwaen ihr Bestes. Das Werk gelang mit einer überzeugenden musikalischen Interpretation. Beim zeitgenössischen Stück »Novemberfest« von Yasuo Kuwahara zeigten die Musiker ein kraftvolles Spiel. Wie immer wurde auf Rhythmik und Schwung Wert gelegt und den Musikern gelang ein lebendiger, temperamentvoller Vortrag. Mit dem Werk »Danza delle Streghe« von Francesco Civitareale bewarb sich das Vivaldi Orchester um die Sonderwertung »Zeitgenössische Musik«. Auch hier war die kreative Auffassung sehr überzeugend und die musikalischen Bögen wurden schön zu Ende gedacht.
Das Orchester wurde für seinen Vortrag mit 22 Punkten von 25 möglichen und dem Prädikat »mit sehr gutem Erfolg teilgenommen« belohnt. Mit dieser Wertung landete es im Mittelfeld des sehr stark besetzten Teilnehmerfelds. Mitgenommen hat das Karlsfelder Ensemble mit seiner Dirigentin Monika Fuchs-Warmhold viele Eindrücke aus Wuppertal und auch neue Anregungen für die weitere musikalische Arbeit. Wir dürfen gespannt sein.
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Konzerte des Vivaldi Orchesters
Vivaldi Orchester Karlsfeld konzertiert in Baldham
[07.05.2008 • Dr. Andrea Deininger] Ein stimmungsvolles Konzert des Vivaldi Orchesters Karlsfeld erlebten die Zuhörer am 26. April in der Petrikirche in Baldham. Bei bester Akustik begannen die Musiker mit einem Stück von Wilhelm Mohr und Tänzen aus der Renaissance. Höhepunkt vor der Pause war eine Eigenkomposition des Percussionisten Jürgen Schieber mit dem Titel »Toskanana«, das einen Ferienabend einiger Musiker in der Toskana beschreibt. Der Komponist überzeugte dabei an der Marimba, einem großen Xylophon mit Holzklangstäben. Ralf Hanrieder, ein Gitarrist des Orchesters, führte gewohnt kurzweilig und unterhaltsam durchs Programm.
Nach der Pause entführte der Gitarrenchor des Orchesters die Zuhörer in die Rush-Hour in Hamburg, einem temperamentvollen zeitgenössischen Stück von Ralph Paulsen-Bahnsen. Mit dem »Song of Japanese Autumn« von Yasuo Kuwahara bewiesen die Zupfmusiker unter der Leitung von Monika Fuchs-Warmhold großes Einfühlungsvermögen und höchste Virtuosität. Die Zuhörer waren begeistert und forderten zwei Zugaben
Vivaldi Mäuse in Schönbrunn
Ihr erstes eigenes Konzert gaben die Jüngeren der beiden Jugend-Orchester-Gruppen am 27. April im Theatersaal in Schönbrunn. Nach einer Cowboymusik, vorgetragen mit viel Elan und Begeisterung von den Kleinsten gab es Märchenhaftes mit musikalischer Begleitung. Annemarie Eckardt las das Märchen von der Schüssel und dem Löffel nach Michael Ende vor. Die Mäuse kommentierten das Ganze musikalisch und führten eine kleine Theaterpantomime mit Kostümen auf. Die Zuhörer waren begeistert und es gab Szenenapplaus.
Im weiteren Programm wurden eine lustige Zirkusmusik mit drei Mandolinen und ein Satz von Vivaldi für Mandoline und Gitarre geboten. Am Ende des Konzertes animierten schön vorgetragene Folklore aus Chile und eine feurige Rumba das Publikum zum Mitklatschen.
Die Leitung hatte Monika Fuchs-Warmhold inne. Nach dem Konzert traf man sich noch zum Ausklang mit Eltern und Spielern in froher Runde im Biergarten der Gaststätte Schönbrunn.
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Dirigierkurs des Bayerischen Musikrats 2008
[07.05.2008] Die renommierten Dirigierkurse des Bayerischen Musikrats beginnen 2008 wieder. Die Termine der drei Kursphasen sind:
Phase I 18. Juli bis 20. Juli 2008
Phase II 17. Oktober bis 19. Oktober 2008
Phase III 28. Februar bis 03. März 2009
(Praxisphase mit den Hofer Symphonikern)
Zielgruppe sind Musiklehrer aus dem Musikschulbereich, Privatmusiklehrer, Dirigierstudenten in den Eingangssemestern der Hochschule, Schulmusiker, Kirchenmusiker, Absolventen der Berufsfachschulen für Musik und staatlich anerkannte Dirigenten aus dem Chor- und Orchesterbereich.
Geleitet wird der praxisnahe Kurs von Prof. Karl-Heinz Bloemeke. Der erfahrene Dirigent arbeitete schon mit vielen deutschen Spitzenorchestern zusammen, ist Dozent an der Hochschule Detmold und widmet sich in seiner Arbeit besonders der Förderung des musikalischen Nachwuchses.
Anmeldeformulare im Internet oder unter Telefon 08342 961860. Anmeldeschluss ist der 01. Juli 2008.
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Musikalische Stimmungen des Vivaldi Orchesters
[15.04.2008 • Dr. Andrea Deininger] Auf eine Reise durch verschiedene Stimmungen nahm das Vivaldi Orchester Karlsfeld seine zahlreichen Zuhörer beim diesjährigen Jahreskonzert ins Bürgerhaus mit.
Es begann der Nachwuchs, die Vivaldi Tiger, mit beschwingten Tänzen von Siegfried Behrend, gefolgt von einer Rumba und poppigen modernen Klängen. Die jungen Musiker zeigten unter der Leitung von Monika Furchs-Warmhold ein schönes Zusammenspiel mit lebhaften Interpretationen.
Das große Orchester setzte auf bereits früher aufgeführte Stücke. Alte englische Tänze mit unterschiedlichen Tempi gefolgt von tänzerischen Impressionen von Kurt Schwaen machten den Anfang. Beim Magnificat, stimmlich untermalt vom Orchester, kam es zu Begeisterungsstürmen der Zuhörer.
Ralf Hanrieder führte unterhaltsam und kurzweilig durchs Programm. So erzählte er den Gästen vom erfolgreichen Abschneiden beim bayerischen Orchesterwettbewerb. Nun dürfe man am 1. Mai Bayern beim deutschen Orchesterwettbewerb in Wuppertal vertreten, darauf freue sich das Orchester sehr. Anschließend wurde die »Toskanana« aufgeführt, ein Stück für Zupforchester und Marimba, das von einem spontanen Fest von Musikern in der Toskana erzählt. Der Komponist des Stückes, Jürgen Schieber, überzeugte gefühlvoll an der Marimba.
Nach der Pause verstärkten einige jungen Spieler der Tiger den Gitarrenchor des Orchesters. Das Stück Rush Hour von Ralph Paulsen-Bahnsen beschrieb die Hektik im Hamburger Feierabendverkehr. Ein zeitgenössisches Werk von Yasuo Kuwahara, temperamentvoll vorgetragen, bildete den Höhepunkt des zweiten Teils. Verabschiedet wurden die Zuhörer mit einem Foxtrott und mit Filmmusik.
Einmal mehr hat das Vivaldi Orchester Karlsfeld samt seiner Dirigentin Monika-Fuchs Warmhold sowohl hohes musikalisches Niveau als auch Leidenschaft und Spaß am Musizieren gezeigt. Die Zuhörer dankten mit lang anhaltenden Applaus.
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Vivaldis proben in den Frühling
[31.03.2008 • Dr. Andrea Deininger] Alle drei Gruppen des Vivaldi Orchesters Karlsfeld waren wie jedes Jahr im Frühling auf Probenwochenende. Begonnen hat das große Orchester bereits im Januar mit einem Wochenende in Kienberg im Allgäu. Hier wurde mit 26 Musikern unter der musikalischen Leitung von Monika Fuchs-Warmhold nicht nur intensiv für das Konzert am 12. April geprobt, sondern auch die vergangene Saison besprochen und bereits nach Ideen für das 40-jährige Jubiläum im nächsten Jahr gesucht. Die Abende vertrieb man sich mit Spielen und Diskussionen.
Die Vivaldi-Tiger, die etwas Älteren der beiden Jugendorchester waren mit insgesamt 16 Teilnehmern im Alter von 13 bis 17 Jahren in Josefstal am Schliersee. Am ersten Abend wurde ein alkoholfreier Cocktail-Wettbewerb durchgeführt. Die Betreuer Monika Fuchs-Warmhold und Alex Stör hatten dafür extra verschiedene exotische Zutaten wie Früchte und Säfte mitgebracht. Tagsüber gab es Proben im Ensemble, aber auch in kleinen Gruppen als Duo, Quintett oder Trio. Geprobt wurde Musik aus der Renaissance ebenso wie Popmusik mit Schlagzeugverstärkung und E-Bass. Am zweiten Abend mussten verschiedene Gruppenaufgaben bewältigt werden. Diese Aufgaben sind bei den Tigern sehr beliebt und wurden auch mit großem Einsatz, Spaß und Engagement durchgeführt. Den Abschluss des Probenwochenendes bildete ein kleines Konzert für die Eltern. Bei einem Konzert am 12. April werden die Tiger erneut ihr musikalisches Können zeigen.
Die Mäuse waren ebenfalls in Josefstal am Schliersee. Betreuer waren diesmal Sabrina Till, Steffi Klein und Monika Fuchs-Warmhold. Am ersten Tag begannen zunächst die älteren Mäuse mit einer Probe, danach waren Spiele angesagt. Am zweiten Tag hatten sich dann auch die neuen jüngeren Mäuse (9 Kinder zwischen 6 und 8 Jahren) mit Ihren Eltern durch den Orkan, der an diesem Tag herrschte, durchgekämpft und waren zum ersten Mal bei einem Probenwochenende dabei. Tagsüber spielten alle Kinder mit Feuereifer bei den Proben, abends wurden erneut altersgemäße Gruppenspiele durchgeführt, z.B. ein Märchen als Pantomime einstudiert und dann vorgetragen. Die große Altersspanne zwischen 6 und 15 Jahren war kein Problem. Die Großen halfen den Kleinen, die Jüngeren haben gelernt, sich in einer Gruppe zu behaupten und einzufinden. Das Selbstbewusstsein ist gewachsen und alle jungen Musiker haben sich auch spielerisch weiterentwickelt. Die Gruppe ist sehr schön zusammen gewachsen. Zum Abschluss dann gab es ebenfalls ein sehr gut besuchtes Konzert für die Eltern. Insgesamt waren 25 Kinder und Jugendliche auf diesem Wochenende. Wieder mal hat Monika Fuchs-Warmhold mit ihren Helfern gezeigt, dass ihr neben dem großen Orchester auch die Nachwuchsarbeit sehr am Herzen liegt.
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Europatage der Musik 2008
[11.03.2008] Der Bayerische Musikrat ruft wieder zu den EUROPA-TAGEN DER MUSIK auf, die im Zeitraum von Freitag, 13. Juni bis einschließlich Sonntag, 29. Juni 2008 stattfinden. Schirmherr ist Kunstminister Dr. Thomas Goppel.
Die Europa-Tage der Musik haben zum Ziel, durch musikalische Veranstaltungen die Musizierfreude und mitmenschliche Verbundenheit zu beleben und das europäische Gedankengut zu pflegen und zu vertiefen.
Veranstaltungen im Rahmen der Europa-Tage können beim Bayerischen Musikrat angemeldet werden.
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Musikwochenenden in Schaippach und Reichmannshausen
Von Hexen, Magiern und Musik
[02.03.2008] Musik und Geschichten von Hexenspuk und Zauberern war das Motto der diesjährigen Kinderkurse des Bund Deutscher Zupfmusiker / Landesverband Bayern. 38 Gitarren- und Mandolinenschüler trafen sich am 16./17. Februar im Schullandheim Schaippach, 37 junge Musiker und ihre Eltern trotzten dem Sturmtief Emma am ersten Märzwochenende und fanden den Weg ins Schullandheim Reichmannshausen.
Beide Kurse waren außerordentlich erfolgreich. Der Zupfmusik-Nachwuchs erhielt Einzelunterricht auf dem Instrument, machte aber auch die ersten Erfahrungen im Orchesterspiel und in einem kleineren Ensemble.
Viel Spaß hatten die Kinder auch am Lieder begleiten, Zaubertricks vorführen und bei »Rhythmus und Bewegung«. Zwischendurch wurde gebastelt, gespielt und geübt. Am Sonntag im Abschlussvorspiel waren die Eltern ganz begeistert, was ihre Sprösslinge gemeinsam mit den Dozenten erarbeitet hatten.
Reichmannshausen: die Teilnehmer mit ihren Dozenten Roland Eckert (Mitte), Angela Weber, Hannes Wagner
und Iris Hammer (hinten von links nach rechts). Auf dem Bild fehlt André Herteux.
Schaippach: die Teilnehmer bei der Probe des Kursorchesters auf der Bühne mit seinem Dirigenten Andreas Kantenwein
und den Dozenten Petra Fröhlen (links), John Walkowiak (hinten) und Bianca Brand (rechts).
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Zupf-Ensemble Lohr mit dem Hasen Felix auf Weltreise
[31.12.2007] Großen Zuspruch fand die Kinderveranstaltung, mit der das Zupf-Ensemble Lohr sein Jubiläumsjahr anlässlich des 25jährigen Bestehens im November ausklingen ließ. Das musikalische Abenteuer um Sophie und den Kuschelhasen Felix, der im Sommerurlaub verloren ging und nun von einem fremden Land ins andere reist, zog Klein und Groß in seinen Bann.
Im alten Rathaussaal in Lohr am Main blieb kein Platz mehr frei, so viele Zuhörer waren gekommen. Rund 200 Kinder und Erwachsene lauschten auf dem Teppich oder weiter hinten auf Stühlen sitzend Friedel Liedhegener von der Lohrer Puppenbühne, der mit einfühlsamer Stimme die Rahmenhandlung der Geschichte vortrug. Unterstützung erhielt er dabei von sechs Grundschülern, die die Briefe vorlasen, die Felix aus den verschiedensten Ländern an seine Freundin Sophie geschrieben hatte, sowie Darstellungen seiner Reisestationen zeigten.
Dazwischen spielte das Zupf- Ensemble unter der Leitung von Petra Breitenbach landestypische Folklore bzw. Kinderlieder, die das Publikum mitsingen konnte. Briefe von Felix ist ein erfolgreiches Kinderbuch aus der Feder von Annette Langen mit Illustrationen von Constanze Droop. »Leider habe ich dich im Flughafen verloren«, schreibt Felix in seinem ersten Brief aus London, der ans Herz geht und die traurige Sophie hoffen lässt, ihren Hasen wieder zu sehen. Weitere Briefe aus der ganzen Welt folgen, bis Felix rechtzeitig vor Weihnachten mit seinem karierten Köfferchen wieder vor der Haustür steht. Ein Happy End gab es auch für die Kinder- und Jugendarbeit der evangelisch-lutherischen Kirche, der die Spendenerlöse der Veranstaltung zugute kamen.
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Offener Brief zum Rücktritt von Joachim Salzmann
[10.12.2007] Liebe Musikfreunde, mit diesem Schreiben möchte ich mich als Vizepräsident unseres Verbandes an Euch richten.
Vielleicht haben es noch nicht alle mitbekommen, so sei es noch mal offiziell mitgeteilt: Leider musste Joachim Salzmann vor Kurzem aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt als Präsident des BDZ LV Bayern e.V. zurücktreten. Somit vertrete ich ihn als Vizepräsident, bis wir einen neuen Vorsitzenden gefunden haben. Das Vorstandsteam bedankt sich bei ihm ganz herzlich für die in den letzten Jahren geleistete Arbeit und wünscht ihm alles Gute und gute Besserung!
Das Jahr 2007 war in Hinsicht auf die Zupfmusik nicht von Großereignissen geprägt. Umso mehr halte ich es für sinnvoll, auf das Geleistete zurückzublicken. Denn gerade in den Vereinen, Orchestern und Ensembles und im scheinbar Verbogenen wurde auch dieses Jahr wieder viel im Sinne der Zupfmusik geleistet. Viele Konzerte haben den Mitwirkenden und den Zuhörern Freude bereitet. Viele Lehrgänge trugen zur Motivation und Weiterbildung bei. Viele Unterrichtsstunden wurden gehalten und haben Schüler und Lehrer vorangebracht.
Für Euer Engagement bedanke ich mich ganz herzlich.
Ich wünsche Euch und Euren Familien und Freunden im Namen des ganzen Vorstandsteams eine schöne Weihnachtszeit und, wie man in Unterfranken sagt, einen guten Beschluss des Jahres 2007!
Michael Nitzl
Vizepräsident
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Hervorragende Ergebnisse beim Bayerischen Orchesterwettbewerb
[07.12.2007] Hohe Punktzahlen und viel Lob von der Fachjury gab es bei der bayerischen Ausscheidung zum Deutschen Orchesterwettbewerb am 24. November in Unterhaching.
Sieger wurde das Ensemble Roggenstein (Zupforchester der Kreismusikschule Fürstenfeldbruck e.V.). Die 17 Ensemblemitglieder unter der Leitung von Oliver Kälberer erreichten mit 24,5 von 25 möglichen Punkten das Prädikat »mit hervorragendem Erfolg« und damit den ersten Platz.
Die Jury unter dem Vorsitz von Harald Oberlechner, Lehrbeauftragter am Tiroler Landeskonservatorium und am Mozarteum Salzburg, zeigte sich beeindruckt von der hohen Musikalität und der perfekten Klangkunst des Ensemble Roggenstein, das sein Wertungsspiel mit dem Pflichtstück »Nacht- und Tagstücke« von Lutz-Werner Hesse einleitete. Besonders gelobt wurde die Interpretation der Sonate Nr. 17 B-Dur KV 570 von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Klaviersonate wurde von Oliver Kälberer mit viel Raffinesse für Zupfinstrumente bearbeitet. Der neue Klang und die perfekte Interpretation machten die Struktur des bekannten Werkes besonders transparent und kurzweilig. Mit »Udawálawe – and the elephants keep rocking« von Oliver Kälberer setzte das Ensemble einen fulminanten Schlusspunkt unter sein Wertungsprogramm. Kraftvolle Gitarrenklänge – verstärkt durch einen E-Bass – und hochkomplexe Rhythmen unterstrichen einmal mehr die Weitläufigkeit des Leiters des Ensemble Roggenstein, der Eindrücke einer Reise nach Sri Lanka musikalisch umsetzte. Mit der Werkauswahl boten die Musiker ein breites Spektrum ihres Könnens. Für die hohe Wertung weiterhin ausschlaggebend waren die Homogenität und die Präzision des Spiels, die ohne Dirigenten ausschließlich über den Kontakt der einzelnen Spieler untereinander erreicht wurden. Mit dem Sieg bei der Bayerischen Ausscheidung hat sich das Ensemble Roggenstein gleichzeitig souverän für den Deutschen Orchesterwettbewerb qualifiziert, der Anfang Mai in Wuppertal stattfinden wird. Die Aussichten sind gut. In der Vergangenheit hat das Ensemble auf Bundesebene regelmäßig 1. Preise erzielt.
Mit 23,3 Punkten – und damit einem ebenfalls »hervorragenden Erfolg« hat das Vivaldi Orchester Karlsfeld abgeschnitten. Das renommierte Ensemble unter der Leitung von Monika Fuchs- Warmhold bot ein vielseitiges Programm, darunter ein Pflichtstück. »Tänzerische Impressionen« von Kurt Schwaen und das »Novemberfest« von Yasuo Kuwahara kamen bei der Jury ebenso gut an wie eine Paduana und eine Gagliarda von Posch sowie ein Hexentanz von Felice Civitareale. Die Spielzeit war 25 Minuten. Die Jury lobte das Orchester für seine Spielfreude, die anspruchsvolle Programmauswahl und den gehobenen Schwierigkeitsgrad. Das Vivaldi Orchester Karlsfeld hat eventuell die Möglichkeit, als Optionsorchester zum Deutschen Orchesterwettbewerb zu fahren. Wir drücken die Daumen!
Auch das Gitarren- und Mandolinenorchester der Städtischen Musikschule Bayreuth, das seit vielen Jahren zu den Stammteilnehmern des Orchesterwettbewerbs gehört, überzeugte die Jury durch hohe Musikalität. Die Spielerinnen und Spieler unter der Leitung von Günter Münch boten ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Wettbewerbsprogramm mit der Sonata VI von Valentin Roeser und einem Tango von Isaac Albéniz. Aus den beiden zur Wahl stehenden Pflichtstücken hatten sich die Bayreuther ebenfalls die Tänzerischen Impressionen ausgesucht. Die Beständigkeit des Orchesters ist ein beeindruckendes Zeugnis für die hervorragende Jugendarbeit, die Günter Münch seit Jahrzehnten in Bayreuth leistet. Insgesamt erreichte das Orchester einen »guten Erfolg«.
Neben den Zupforchestern bewarben sich in Unterhaching auch zwei Gitarrenensembles um die Weiterleitung zum Bundeswettbewerb. Hier erreichte die Gruppe El Polifemo unter der Leitung von Johannes Stickroth das Prädikat »mit hervorragendem Erfolg« und wird den Freistaat in Wuppertal vertreten. Das Jugendgitarrenensemble der Städtischen Musikschule Bayreuth erspielte sich einen achtbaren »guten Erfolg«.
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30. Sing- und Musikschultag in Garmisch-Partenkirchen
Goppel: »Musikschulen sind ein starkes Fundament unseres Musiklebens«
[12.10.2007 • Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst] Die Bedeutung der Musikschulen für das Kulturleben in Bayern hat Kunstminister Thomas Goppel anlässlich des 30. Sing- und Musikschultages am Freitag in Garmisch-Partenkirchen unterstrichen. Goppel: »Musikschulen sind kulturelle Kristallisationspunkte von Gemeinden und Landkreisen.« Auch für die persönliche Entwicklung sei die musische Bildung von besonderer Bedeutung: »Musische Bildung kann gerade die jungen Menschen aus ihrer oft passiven Rolle als Medien-Konsumenten herausführen«, unterstrich der Minister. Sie fördere Solidarität ebenso wie die soziale Einbindung: »Das Zusammenspiel mit anderen auf ›gleicher Wellenlänge‹ verbindet die Mitglieder eines Ensembles und lässt den Gemeinschaftssinn wachsen. Das fördert die Persönlichkeitsentwicklung und stärkt das Selbstwertgefühl«, so Goppel. Im gemeinsamen Musizieren lernten die jungen Menschen neben sozialem Verhalten aber auch Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer, so Goppel weiter.
Mit 9,7 Millionen Euro unterstützt der Freistaat Bayern in diesem Jahr seine Sing- und Musikschulen. Gegenwärtig werden rund 220 Sing- und Musikschulen mit über 132.000 Schülern gefördert. Damit hat sich in den letzten dreißig Jahren die Zahl der Musikschulen mehr als verdreifacht, die Zahl der Musikschüler sogar fast vervierfacht.
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Vivaldi Orchester Karlsfeld bei internationalem Wettbewerb in Prag
[09.10.2007 • Dr. Andrea Deininger] Zum ersten Mal in der langjährigen Geschichte der Vivaldis fuhren das große Orchester und die Vivaldi Tiger gemeinsam auf einen internationalen Wettbewerb. Prag in Tschechien war das Ziel der Musiker.
Bereits am Freitag Nachmittag gab das Jugendorchester zusammen mit anderen Wettbewerbsteilnehmern ein kleines Konzert in der Salvatorkirche in der Prager Altstadt. Dabei zeigte der Vivaldi Nachwuchs ein schönes Zusammenspiel und gefühlvolle Klänge bei zeitgenössischen Werken und Renaissancemusik. Leider hatten die Prager Organisatoren vergessen, die Anfahrt zur Kirche zu regeln, so dass die jungen Musiker bei strömendem Regen zu Fuß gehen mussten und völlig durchnässt in der Kirche auftraten.
Am Samstag stellten sich die Karlsfelder Zupfer beim Wettbewerb den tschechischen Juroren. Da keine anderen Jugendorchester angemeldet waren, mussten die Tiger in der gleichen Kategorie wie die Großen starten. Dies schafften sie mit Bravour und erhielten für ihr Vorspiel mit 20,3 Punkten die Note »ausgezeichnet« und einen vierten Platz.
Das große Orchester brillierte unter anderem mit einem zeitgenössischen Stück von Kuwahara und erhielt für die perfekten Interpretationen unter der Leitung von Monika Fuchs-Warmhold die zweitbeste Wertung des Tages und somit einen zweiten Preis.
Leider hatten kurzfristig zwei Orchester abgesagt, so dass nur 4 Gruppen bewertet werden konnten. Sieger wurde das Orchester mit dem leichtesten Programm aus Zagreb, Kroatien. Es war hier vorauszusehen, dass das Vivaldi Orchester mit seinem zeitgenössischen Programm nicht unbedingt Gefallen bei der traditionell eingestellten Jury, bestehend aus drei tschechischen Gitarristen, findet. Den dritten Preis erhielt ein Orchester aus Remiremont, Frankreich. Die Orchester lagen in der Punktewertung, die der von »Jugend musiziert« entsprach, sehr nahe beieinander, was den Schluss zulässt, dass hier mehr nach Sympathien als nach tatsächlicher Musikalität entschieden wurde. Negativ aufgefallen ist auch, dass in der Ausschreibung zum Wettbewerb eine reine Spielzeit pro Orchester von 20 Minuten angekündigt war. Im Programm vor Ort stand jedoch, dass wenn eine Spielzeit von 15 Minuten überschritten wird, eine Disqualifikation erfolgen kann.
Neben den Wertungen wurde von den Organisatoren auch ein gesellschaftliches Programm geboten, eine Moldaufahrt, Stadt und Burgbesichtigungen, sowie einen Abschlussabend mit Musik und Tanz, bei dem zwischen den Orchestern aus Karlsfeld und Remiremont in Frankreich freundschaftliche Kontakte geknüpft wurden. Auch hier hätten die Organisatoren etwas besser auf die örtlichen Rahmenbedingungen, wie z.B. das Wetter, Rücksicht nehmen können. Die Stadtbesichtigung wurde ebenfalls bei strömendem Regen ohne Rücksicht auf die Wünsche der deutschen Gäste durchgeführt. Das gebuchte Essen am Donnerstag Abend im Hotel wurde komplett vergessen.
Neben den Musikern waren auch einige Fördervereinsmitglieder aus Karlsfeld mitgereist. Trotz der großen Altersspanne von 13 bis 88 Jahren war die Gruppe stets bestens gelaunt und die Reise verlief sehr harmonisch. Am Samstag Abend wurde auf einer schnell improvisierten Hotelparty bis spät in die Nacht gefeiert auch wenn zuvor die Verabschiedung durch die tschechischen Wettbewerbsveranstalter nur sehr kurz ausgefallen war.
Die Tiger absolvierten ihren ersten Auslandswettbewerb mit großen Erfolg, was sich sicher für ihre weitere Probenarbeit positiv auswirken wird. Das große Orchester musste gegen seinen eigenen Nachwuchs konkurrieren, auch dies spornte die Musiker zu Höchstleistungen an.
Trotzdem muss in Zukunft sorgfältig abgewogen werden, zu welchen Wettbewerben im Ausland man antritt. Die Vorbereitungen und Ausgaben der Orchester sind doch erheblich und so bleibt bei nachlässiger Wettbewerbsorganisation und nicht nachvollziehbaren Bewertungen eine leise Enttäuschung.
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Mitgliederversammlung
[10.09.2007] Einladung zur Mitgliederversammlung des BDZ LV Bayern e.V. am Freitag, 02.11.2007 um 14:30 Uhr in der Bayerischen Musikakademie Alteglofsheim.
Eine gesonderte schriftliche Einladung an die Einzelmitglieder erfolgt nicht.
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Erfolgreicher C3-Abschluss
[09.09.2007] Zufrieden zurückblicken können die sechs Teilnehmer des C3 Kurses (Orchesterleitung), die nach knapp zwei Jahren Ausbildung ihre Abschlussprüfungen bestanden haben und für die nun der Bund Deutscher Zupfmusiker (BDZ) / Landesverband Bayern die staatliche Anerkennung beantragt.
In Kooperation mit dem Kinderchorleiterlehrgang der Bayerischen Musikakademie in Hammelburg absolvierten die Teilnehmer an sechs Wochenendphasen und in zwei Prüfungswochen ein umfangreiches Stundenpensum und schrieben zahlreiche Hausarbeiten. Die Fachdozenten Oliver Kälberer (Bruck) und Gertrud Weyhofen (Kassel) unterrichteten praktische Fächer wie Dirigieren/Schlagtechnik und Instrumentalspiel sowie den musiktheoretischen und didaktischen Bereich wie zum Beispiel Harmonielehre oder Probenplanung. Mit Videoaufnahmen des eigenen Dirigierens sowie Filmmaterial über bekannte Dirigenten schloss man neue Medien in den Kursablauf mit ein. Bei einigen Phasen standen Zupfensembles für die praktische Dirigierarbeit zur Verfügung. Den allgemeinen musiktheoretischen Stundenblock (Musikgeschichte, Gehörbildung etc.) besuchten die Zupfmusiker gemeinsam mit den Teilnehmern des Kinderchorleiterlehrgangs.
Für die Abschlussprüfungen Ende August fand sich ein Zupforchester mit Orchesterspielern aus der Region in der Musikakademie Hammelburg zusammen und musizierte konzentriert, was die verschiedenen Dirigierprüflinge von ihm verlangten. Die Prüfungskommission aus Lehrgangsleitung (Petra Breitenbach) und den Fachdozenten wurde kompetent erweitert durch Sofia Kaltchev (Musikhochschule Stuttgart) und Erich Schneider (Berufsfachschule für Musik Dinkelsbühl). Trotz großer Nervosität bei den Prüflingen konnte viermal die Bewertung »mit Auszeichnung« vergeben werden – ein Zeichen für die qualitativ hochwertige Ausbildung.
Den Abschlussabend des Kurses bestritten die Teilnehmer selbst und boten einem begeisterten Publikum einen Querschnitt der geleisteten Arbeit mit verschiedenen Ensemblebeiträgen.
Auf dem Bild von links nach rechts: Oliver Kälberer, Nikolaj Reck (Pleidelsheim), Gertrud Weyhofen, Erich Schneider, Sofia Kaltchev, Andrea Fuchs (Haibach), Iris Hammer (Hemhofen), Heiko Holzknecht (Geretsried), Sylvia Dietrich (Haibach) und Matthias Gold (Heimbuchenthal).
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Rund 2,4 Mio. Euro für die Förderung der Laienmusik im Jahr 2007
[04.09.2007 • Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst] Mit rund 2,4 Millionen Euro fördert der Freistaat in diesem Jahr die Arbeit der Laienmusikensembles in Bayern. Kunstminister Thomas Goppel hob am Dienstag die kulturelle und soziale Bedeutung der Laienmusik hervor. Sie sei zentraler und vitaler Bestandteil der bayerischen Kultur und gleichzeitig wesentlicher Ort des gesellschaftlichen Austausches. »Musiker erleben in ihren Ensembles, Orchestern und Chören die große verbindende Kraft der Musik. Musik hebt die Unterschiede in Beruf, Religion, Herkunft oder Lebensform auf. Man begeistert sich gemeinsam für die gleiche Sache«, so der Minister. Die Bandbreite des musikalischen Engagements reiche von historischen Aufführungen aus allen Epochen bis hin zur zeitgenössischen Musik.
Die Blasmusikverbände, Chorverbände und sonstigen Laienmusikverbände verwenden die Fördermittel u.a. für Fortbildungsmaßnahmen, Musikwettbewerbe, Konzertveranstaltungen und Konzertreisen sowie für den Erwerb von Noten und Instrumenten. Über eine halbe Million Musizierende engagieren sich in über 11.000 Ensembles unter dem Dach des Landesverbandes Singen und Musizieren in Bayern. Zusammen mit den nicht vereinsmäßig organisierten Laienmusikern liegt die Zahl der Musikerinnen und Musiker in Bayern bei mehr als einer Million.
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Kleine Nachmittagsmusik der Vivaldi Mäuse und Tiger
[18.07.2007 • Dr. Andrea Deininger] Mal wieder hat der Vivaldi-Nachwuchs gezeigt, auf welch hohem Niveau in Karlsfeld musiziert wird. Am vergangenen Sonntag konnten sich die Zuhörer bei einem Nachmittagskonzert in der Grundschule an der Krenmoosstraße von der Professionalität der jungen Musiker überzeugen.
Die kleinen Mäuse, 16 Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren, begannen unter der Leitung von Monika Fuchs-Warmhold mit einem temperamentvollen lateinamerikanischen Stück, gefolgt von einem zeitgenössischen Ragtime. Anschließend bot ein Mandolinenduo mit Katharina Emmer und Johanna Latzel ein präzises Zusammenspiel, vier Tänze von Leone de Naples gefielen dem Publikum. Weiter ging’s mit Folklore und einem bekannten Pop-Stück von Pink. Eine heitere Gavotte von Johann Sebastian Bach und ein weiteres zeitgenössisches Werk bildeten den Abschluss der Mäuse.
Danach waren die Tiger dran, die etwas älteren Spieler. Getragene altdeutsche Hoftänze bildeten den Auftakt, irische Klänge folgten bei einer Capriccio Microna in dorischer Tonart. Die 15 Jugendlichen überzeugten auch hier mit Harmonie und sehr gutem Zusammenspiel. Ein weiteres Mandolinenduo, Benedikt Wienecke und Martin Achtner, gaben gefühlvoll die Klangfarben Blau und Rot von Marlo Strauß zum besten.
Was mit fleißigem Üben noch alles erreicht werden kann, zeigte ein Ensemble des großen Vivaldi-Orchesters seinem Nachwuchs und den Eltern. Das Konzert in C-Dur von Antonio Vivaldi erklang wunderbar klar, getragen durch das Mandolinensolo von Brigitte Rost, begleitet von Ulrike Pobel an der Gitarre. Zum Abschluss gab es von den Tigern passende Klänge zum heißen Wetter, »Es ist Sommer« und »Mambo« luden zum Mitsingen ein.
Monika Fuchs-Warmhold hat wie immer mit Engagement und Freude ihre beiden Jugendorchester auf das Konzert vorbereitet. Ein Teil der eingenommenen Spenden geht an den Förderverein für Kinder, Jugend und Familie Karlsfeld e.V. für den Abenteuerspielplatz »Robinsons Insel«.
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Pfingstkurs für Mandoline und Gitarre
[04.06.2007 • Petra Breitenbach] Auch in diesem Jahr erfreute sich der Pfingstkurs in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg wieder großer Beliebtheit – er war ausgebucht!
Ein besonderes Highlight war zum zweiten Mal der workshop »powerchords«, bei dem die Hälfte der 43 Teilnehmer begeistert die mitgebrachte E-Gitarre auspackte und Hits von Greenday und Carlos Santana einstudierte, inklusive verschiedener Soli und Rhythmusbegleitung (gedämpftes Hihat!). Kein Wunder, dass das Publikum im Abschlusskonzert nach Zugaben verlangte.
Auch bei den Laienmusikprüfungen zeigten sich die Teilnehmer sehr ergeizig und 24 legten eine der drei D-Prüfungen ab. Hier war sehr erfreulich, dass im praktischen Teil die Anforderungen fast immer weit überschritten wurden, die Prüfungen also auf hohem Niveau stattfanden. Am Ende blickten zufriedene Teilnehmer und Dozenten auf eine anstrengende, aber besonders schöne Woche zurück mit viel Spaß und tollen musikalischen Eindrücken …
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Schlusskonzert des 44. Bundeswettbewerbs »Jugend musiziert«
Goppel würdigt große Bedeutung des Wettbewerbs für die Talentförderung
[30.05.2007 • Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst] Die große Bedeutung des Wettbewerbs Jugend musiziert für die Talentförderung im Musikbereich hat Bayerns Kunstminister Thomas Goppel anlässlich des von den diesjährigen Bundespreisträgern gestalteten Schlusskonzerts am Mittwoch in Nürnberg hervorgehoben. Goppel: »Der Wettbewerb ›Jugend musiziert‹ hat sich im Laufe seines Bestehens zu einer der erfolgreichsten Begabtenförderungsmaßnahmen auf musikalischem Gebiet nicht nur in Deutschland, sondern europaweit entwickelt. Von ihm gehen Inspiration und Impulse für die musikalische Ausbildung und das Musikleben im ganzen Land aus.«
Seit mehr als vier Jahrzehnten unterstütze »Jugend musiziert« junge Musiker bereits: Die Bestätigung des eigenen Könnens im Vergleich mit anderen und der Auftritt vor Publikum gäben Motivation, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Der Wettbewerb bringe Jahr für Jahr erstaunliche Spitzenleistungen hervor, denn nur wer gefordert werde, könne seine Anlagen auch entwickeln, unterstrich der Minister. Bundesweit nahmen in diesem Jahr rund 16.000 junge Musikerinnen und Musiker am Wettbewerb teil. Rund 2.100 Kinder und Jugendliche konnten sich davon für das Bundesfinale qualifizieren, darunter 235 aus Bayern.
[21.05.2007 • Dr. Andrea Deininger] »Corale Polifonica Cellese«, solch klingende Namen haben italienische Chöre. Am 18. Mai trat auf Einladung des Vivaldi-Orchesters ein italienischer Chor aus der Nähe von Genua im Karlsfelder Bürgerhaus auf. Die musikalische Freundschaft der beiden Ensembles begann vor zwei Jahren, als die bayerischen Musiker zum 20-jährigen Bestehen des Chores eingeladen waren. Nun erfolgte der Gegenbesuch.
Das Bürgerhaus war trotz des schönen Biergartenwetters passabel besucht. Zur Einstimmung spielte das Vivaldi Orchester unter Leitung von Monika Fuchs-Warmhold ein fröhliches italienisches Stück und ein rhythmisches zeitgenössisches Werk von Takashi Kubota, wie gewohnt präzise und voller Schwung. Die Gäste aus Italien begannen zu Ehren ihrer Gastgeber mit einem deutschen Lied aus dem 15. Jahrhundert »In dulci jubilo, nun singet und seid froh«. Anschließend folgten zwei kirchliche Motetten aus der Renaissance, schön vorgetragen und fein abgestimmt. Weiter ging es mit Kirchenliedern und liturgischen Werken, stets voller Innigkeit dargeboten und mit Präsenz in allen Stimmlagen. Eleonora Molinari, die junge Chorleiterin, verstand es mit viel Temperament, ihre Sänger und Sängerinnen harmonisch zu formieren. Die schwierigen Werke wurden mit ausgefeilter Dynamik und sicheren Pianissimi perfekt präsentiert. Zum Abschluss erklangen einige Volkslieder aus Irland und England.
Nach der Pause gehörte die Bühne den Jüngeren. Sechs A-Capella-Sänger, z.T. auch Mitglieder des Chores, brillierten mit Swing- und Pop-Melodien. Bei Evergreens wie »Moon-River« oder »Route 66« sprang der Funke gleich aufs Publikum über und es wurde begeistert mitgeklatscht und auf den Stühlen geswingt. Die vier Frauen und zwei Männer zeigten Sangeskunst auf höchstem Niveau, sechs unterschiedliche Stimmlagen und passende rhythmische stimmliche Begleitung. An Professionalität und Passion waren die Sänger kaum zu überbieten. So mancher Zuhörer suchte vergebens ein Schlagzeug auf der Bühne, so perfekt wurde dies rein vokal imitiert. Die Zuhörer dankten mit Standing Ovations und forderten mehrere Zugaben.
Gemeinsam klang der Abend mit den beiden Musikgruppen im angrenzenden Wirtshaus aus. Am nächsten Tag gab es für die italienischen Gäste eine Stadtführung durch München und einen liebevoll gestalteten bayerischen Abend für alle Mitwirkenden. Dabei durften die beiden Nachwuchs-Gruppen des Vivaldi-Orchesters Kostproben ihres Könnens abliefern. Verschiedene Bandformationen luden zum Mitsingen und Tanzen ein. Und auch hier hieß es natürlich: Nun singet und seid froh!
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Würdigung der ehrenamtlichen Tätigkeit von Jugendlichen in Schulzeugnissen
[08.05.2007 • Pressemitteilung Bayerischer Musikrat] Der Bayerische Musikrat weist darauf hin, dass die ehrenamtliche Tätigkeit von Jugendlichen (z.B. in einem Musikverein) im Schulzeugnis mit einem Formblatt gewürdigt werden kann. Diese Formblätter »Würdigung der ehrenamtlichen Tätigkeit« sind über die Schulen erhältlich und können den jeweiligen Vereinen und Verbänden zum Ausfüllen vorgelegt werden. Diese Würdigung kann auf Wunsch jedem Schulzeugnis beigelegt werden.
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Klassenmusizieren für Zupfinstrumente erstmals in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg
[02.05.2007 • Petra Breitenbach] Bayerische Premiere hatte die Fortbildung zum Thema Klassenmusizieren für Zupfinstrumente. Initiiert vom LV Bayern in Kooperation mit der Musikakademie konnten mit Ingo Brzoska und Michael Diedrich zwei erfahrene Dozenten auf diesem Gebiet gewonnen werden. Aus dem ganzen Bundesgebiet reisten die knapp 30 Teilnehmer an – gestandene Instrumentallehrer, die sich neugierig und aufgeschlossen der Frage stellten: »Wie pack ich’s an in der Großgruppe?«
Ausgehend von den Erfahrungen der Musikschulen Mosbach (Michael Diedrich) und Bottrop (Ingo Brzoska) standen die Vorstellung funktionierender Konzepte und deren praktische Umsetzung im Mittelpunkt der Fortbildung. Methodenvielfalt und Spielideen aus der Elementaren Musik (Diedrich), die sich auf die Gitarrenklassen im Grundschulbereich übertragen lassen, wurden ebenso besprochen, wie die solide Vermittlung von grundlegenden Spieltechniken, kammermusikalischen Erfahrungen von Anfang an und einer musiktheoretischen Basis (Brzoska).
In Diskussionsrunden und Vorträgen ging es um die Möglichkeiten und Grenzen des Klassenmusizierens und verwirklichbare Zielvorstellungen in großen Gruppen. Organisatorische Rahmenbedingungen, mögliche Formen der Kooperationen zwischen Musikschule / allgemeinbildender Schule / Musikvereinen waren theoretische Themen, bevor man sich in Gruppeneinheiten ganz praktisch um inhaltliche Beispiele, Unterrichtssequenzen und die Planung von Unterrichtseinheiten kümmerte. Die Teilnehmer waren begeistert von der unterschiedlichen Herangehensweise der Dozenten (die sich aber in grundsätzlichen Ansätzen einig sind) und den persönlichen Schwerpunkten in Grund- bzw. weiterführenden Schulen.
Wegen der großen Interesses am Thema und der langen Warteliste gibt es eine Wiederholung des Seminars von 30. November bis 2. Dezember wieder in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg.
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Musikalische Rückschau auf 25 kurzweilige Jahre
Jubiläumskonzert des Zupf-Ensembles Lohr
[23.04.2007 • Petra Breitenbach] Beim Jubiläumskonzert anlässlich seines 25-jährigen Bestehens beschränkt sich das Zupf-Ensemble Lohr (ZEL) auf wenige Zusatzinstrumente; die Farbigkeit der reinen Zupfmusik steht im Vordergrund am Samstag, 5. Mai 2007, ab 20 Uhr. Konzert- und anschließend auch Festsaal für eine Geburtstagsfeier mit treuen Anhängern ist einmal mehr die stimmungsvolle Aula der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule Lohr a. Main.
Eintrittskarten für den besonderen Kunstgenuss gibt es für 8 € (Erwachsene) und 6 € (Schüler) im Vorverkauf bei den Ensemble-Mitgliedern und in der Stadtbibliothek Lohr oder mit jeweils 1 € Aufschlag an der Abendkasse. Dafür bieten über 20 Spielerinnen und Spieler unter der Leitung von Petra Breitenbach eine musikalische Rückschau auf 25 kurzweilige Jahre mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten – zuletzt Rock- und Popmedleys. Die meisten der diesjährigen Stücke sind schon lange im Repertoire, sind gewissermaßen Evergreens des ZEL.
Auf dem Programm stehen »Die Trompete« von Georg Philipp Telemann (1681–1767), das »Konzert d-moll für Gitarre und Zupforchester« (Gitarrensolist: Daniel Ambarjan) von Silvius Leopold Weiss (1685–1750), die »Münchner Residenzmusik« von Evaristo Felice dall’Abaco (1675–1742), das »Concertino d-moll für Flöte und Zupforchester« (Flötensolistin: Isabell Hepp) von Konrad Wölki (1904–1983), »Drei lyrische Stücke« von Edvard Grieg (1843–1907), die »Scandia Suite« von Paul Walthers (geb. 1923), »Slawische Rhythmen« von Klaus Wüsthoff (geb. 1922) und der »Maple Leaf Rag« von Scott Joplin. Das letzte Stück ist neben dem »Entertainer« Joplins berühmtester Ragtime und seit Mitte der 1980er-Jahre schon beim ZEL zu hören.
Erläutert sei ferner das »Concertino d-moll«: Der Komponist Konrad Wölki zählt zu den Pionieren der modernen Zupfmusik. Er bemühte sich um originale Spieltechniken und Literatur, womit er die Zupforchester wieder aus der »Wandervogel«-Schublade herausholte.
Schon des öfteren hat das ZEL eine Bearbeitung von Oliver Kälberer gespielt. An den lyrischen Stücken (Lieder und Tänze) des norwegischen Folkloristen Edvard Grieg reizten Kälberer die schnell wechselnden Tempi und Dynamik zur Einrichtung speziell für Zupforchester.
»Slawische Rhythmen« hat das ZEL ganz neu einstudiert. Sie bilden gewissermaßen den Höhepunkt des Konzerts. Wüsthoff, der unter anderem Film- und Werbemusik produziert, lehnt sich hier in der Harmonik an osteuropäische Musik an. Nach einem festlich-plakativen ersten und einem zarten, wiegenliedartigen zweiten Satz folgt ein stark synkopierter, rockiger Schlusssatz, bei dem auch die beiden Percussionisten Stefan Schmitt und Martin Schneider voll gefordert sind.
Insgesamt also wieder viel Abwechslung in rund 75 Minuten Spielzeit – unter dem Motto: 25 Jahre und kein bisschen leise!
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Temperamentvolle Klänge bei tropischen Temperaturen
Besucheransturm im Karlsfelder Hallenbad
[14.02.2007 • Dr. Andrea Deininger] Ein Musikerlebnis der besonderen Art boten die Vivaldi Tiger am 11. Februar im Karlsfelder Hallenbad. Wo sonst Kleinkinder planschen, saßen junge Musiker umringt von zahlreichen Zuhörern in Sommerkleidung und gaben Kostproben ihres Könnens.
Mit dem Namenspatron Vivaldi begann der erste Teil des Wettbewerbskonzerts zum Deutschen Jugend-Orchester-Preis von Jeunesses Musicales, lebhaft vorgetragen unter der Leitung von Monika Fuchs-Warmhold. Altdeutsche Hoftänze folgten und anschließend interpretierte ein Gitarrenquintett ein empfindsames zeitgenössisches Stück von Alfonso Montes, harmonisch abgestimmt und virtuos gemeistert. In der Pause konnten die vielen Besucher die liebevoll gestaltete Dekoration bewundern und selbstgemachte Häppchen und Cocktails genießen. Die Vivaldi Mäuse halfen kräftig bei der Bewirtung der Gäste mit.
Der zweite Teil des Konzerts war den bekannten Charts-Hits gewidmet. »Jetzt ist Sommer« von den Wise Guys traf das Motto des Konzerts perfekt. Unterstützt von E-Gitarre, Schlagzeug und Geige überzeugte das Jugendorchester mit Musikalität und Elan.
Alle jungen Musiker haben sich viele Monate lang zusammen mit ihrer Leiterin vorbereitet. Zu tun gab es viel, Orchesterproben standen genauso auf dem Plan wie die Vorbereitung der Plakate, die Abstimmung des Programmheftes, die Erstellung der Dekoration und die Organisation der Bewirtung. Die Zuhörer waren begeistert und forderten zwei Zugaben. Mal wieder hat das Vivaldi Jugend Orchester Karlsfeld sein musikalisches und organisatorisches Talent und seine Fantasie unter Beweis gestellt. Ob es einen Preis beim Orchesterwettbewerb gibt, bleibt abzuwarten. Dank gilt der Gemeinde Karlsfeld für die Ermöglichung des Vorhabens, den vielen Helfern und der Belegschaft des Hallenbads für Ihren Einsatz.
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Der MGV »Noris-Süd« on tour
[07.12.2006 • Willi Wiedemann] Das III. Internationale Gitarren- und Zupforchester-Festival in Prag war Ziel einer ereignisreichen Konzertreise des Mandolinen- und Gitarrenvereins »Noris-Süd«. In der »Goldenen Stadt« wurden die 35 Musikerinnen und Musiker im Hotel Arlington sehr nett vom Veranstalter, Herrn Svarc empfangen. Nach dem Einchecken erfolgte eine Stadtrundfahrt durch Prag mit anschließendem Konzert im Schloss Liben, wo man die ersten »Konkurrenten«, das spanische und das norwegische Mandolinenorchester sowie das Prager Jugendorchester hören konnte.
Nach einer Probe in der Hotelhalle bestritt man das erste Konzert in der Salvatorkirche – gemeinsam mit dem Landesjugendorchester aus Nordrheinwestfahlen Wuppertal, dem Orchesta de Pulso y Pua de la Universidad Complutense Madrid und dem Mandolin-Orchestra Youth Cultural Centre Skopje. Die gelungene Aufführung war sehr schön anzuhören in dieser wunderbaren Kirche. Super Akustik! Hier konnte auch der erste Kontakt zu den anderen Spielern geknüpft werden.
Allerdings gab es auch einen Wermutstropfen, denn die Notentasche des 1. Vorstandes wurde aus dem Bus entwendet. Damit waren nicht nur seine Noten für die 1. Stimme und die Bassnoten weg – auch zwei Stimmgeräte waren gestohlen worden! Hoffnung kam auf, als die Reiseleitung telefonisch in Erfahrung bringen konnte, dass eine Tasche gefunden worden sei und diese am Samstag zum Wertungsauftritt mitgebracht werde. Der Abend stand zur freien Verfügung, so dass auf eigene Faust Prag bei Nacht erkundet werden konnte.
Am nächsten Tag stand der große Auftritt bevor! Vormittags war eine Stellprobe anberaumt worden. Voller Erwartung fuhr das Orchester zum Kulturzentrum Ladvi – aber die Ernüchterung folgte auf dem Fuße: Die Notentasche war nicht da! Bei dem Fund am Vortag hatte es sich lediglich um ein leeres Mandolinenetui gehandelt. Nun waren sowohl Dirigent als auch Ehrendirigent gefordert: Es hieß nun, auf die Schnelle Bassnoten für ein Stück zu schreiben, von welchem keine Partitur vorhanden war. Die beiden anderen Stücke wurden als Partitur kopiert und die Bass-Stimme wurde von drei Orchestermitgliedern ausgeschnitten und aufgeklebt. Nun konnte endlich auch die Stellprobe für den MGV stattfinden!
Um 13:40 Uhr war es dann soweit – der Wertungsauftritt stand an. Ziemlich angespannt spielten die Nürnberger ihre drei Wertungsstücke. Aber trotz der Aufregung um die entwendete Notentasche und den schnell geschriebenen und geklebten Noten hatte alles gut geklappt.
Am Nachmittag fand die Verleihung der Urkunden und Preise statt. Voller Erwartung, aber doch mit sehr gemischten Gefühlen nahm der MGV sein Ergebnis entgegen. Punktgleich mit zwei weiteren Orchestern und mit nur 0,6 Punkten Rückstand auf die Sieger vom Zupforchester der Naturfreunde Friedrichsthal war man doch sehr zufrieden mit der Bewertung.
Am Abend fand die Gala-Abschiedsparty im Hotel Olympik statt. Eine sehr gelungene Veranstaltung mit super Gesangs- und Musikeinlagen der Spanier sowie Tanz. Bei einer Stadtrundfahrt und Besichtigungen des Hradschins klang die Reise am nächsten Tag aus. Alles in allem waren dies ganz neue Erfahrungen für den Verein, die ihn letztendlich weiter zusammenwachsen lassen und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt haben. Es war mit Sicherheit nicht die letzte Veranstaltung dieser Art, an welcher der MGV Noris-Süd teilgenommen hat.
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Liebe Mitglieder!
[05.12.2006] Wieder geht ein tolles Zupferjahr zu Ende!!
Mit dem Eurofestival in Bamberg und dem Landesmusikfest in Hammelburg erlebten wir in diesem Jahr zwei herausragende musikalische Ereignisse mit gegenseitigem Kennenlernen und der Möglichkeit zum Miteinander.
Als Präsident des Landesverbandes Bayern möchte ich mich auf diesem Wege nochmals bei allen Beteiligten, Organisatoren, Mitwirkenden und »guten Geistern« bedanken, ohne die solche Veranstaltungen nicht möglich wären.
Und auch in diesem Jahr war es möglich, das Kurs- und Veranstaltungsprogramm in gewohntem Umfang zu erhalten. Die großen Teilnehmerzahlen und die raschen Anmeldungen zeugen von der hohen Qualität der geleisteten Arbeit!!!
Vielen Dank für Euer Engagement!!
Um dies weiterhin realisieren zu können und in den Genuss von Zuschüssen zu kommen, ist auch in diesem Jahr wieder euer »Rechenschaftsbericht« (v.a. die Angabe der Gemeinnützigkeit!) von großer Bedeutung. Außerdem ist es uns wichtig, Konzert- und Veranstaltungstermine frühzeitig zu kennen, um die geknüpften Kontakte weiter vertiefen zu können.
Auch möchte ich nochmals darum bitten, Beiträge und Berichte über Konzerte, Probenphasen, Kurse, Orchesterreisen o.ä. direkt über die Homepage an die Redaktion des Zupfboten zu senden. Nur so ist ein regerer Austausch und Kontakt untereinander möglich. Vielen Dank!
In diesem Sinne wünscht der Vorstand des LV Bayern Euch allen, Euren Familien und Angehörigen einen besinnlichen Advent, ein frohes Weihnachtsfest und für das Neue Jahr 2007 viel Glück und Erfolg!!!!
Joachim Salzmann, Präsident
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Bericht vom Landesmusikfest Bayern
[23.11.2006 • Petra Breitenbach] Vom 10.–12. November veranstaltete der Bund Deutscher Zupfmusiker (BDZ) LV Bayern in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg ein Landesmusikfest, an dem zahlreiche Ensembles und Orchester teilnahmen.
Von Freitagabend bis Sonntagvormittag war mit drei Orchesterkonzerten, Ausstellungen, Workshops und dem Festkonzert »25 Jahre Bayerisches Landeszupforchester« eine geballte Ladung Zupfmusik in der Akademie zu erleben. Der Anlass für dieses Fest war das 25-jährige Jubiläum des Bayerischen Landeszupforchesters (BLZO), das schon seit seiner Gründung eine besondere Beziehung zur Musikakademie hat. Doch außer dem BLZO kamen noch elf Zupforchester mit über 180 Mitwirkenden nach Hammelburg, um sich und ihre Musik zu präsentieren.
Ein besonderer Höhepunkt des Eröffnungskonzert am Freitag im Großen Saal der Akademie war sicher der Auftritt des Duos mit den Ausnahmekünstlern Gertrud Weyhofen und Olaf van Gonnissen. Beide beeindruckten das anwesende Publikum mit außergewöhnlichen und höchst musikalischen Beiträgen. Am Samstag bestand die Möglichkeit, die ganztägige Ausstellung von Instrumentenbauern, Verlagen und Musikalienhändlern im Kammermusiksaal und zwei Workshops im Großen Saal zu besuchen – sogar das Lokalfernsehen war vor Ort und filmte die ad hoc Band beim Let’s-fetz-Workshop: Popsongs neu aufgelegt mit den Dozenten Rainer Vollmann (Gitarre) und Petra Breitenbach (Mandoline).
Besondere Aufmerksamkeit erhielt auch das Festkonzert des BLZO: der Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel hatte ebenso wie örtliche Politprominenz sein Kommen zugesagt und die Vorreiterrolle der Zupfmusiker unter den Laienmusikverbänden in seiner Festansprache betont (siehe unten). Danach folgte (bei Gulaschsuppe und Kreuzbergbier) ein sehr stimmungsvoller zweiter come-together-Teil des Wochenendes mit der Zupferfete im Felsenkeller, wo zu vorgerückter Stunde die Gitarren ausgepackt wurden und mehrere Generationen bis in den frühen Morgen die Hitparaden der letzten 30 Jahre auferstehen ließen …
Dass Zupfer über eine starke Kondition verfügen, konnte man am Sonntagvormittag bei der Orchestermatinee sehen, bei der auch die nächtlichen »Chartsänger« ihren Part (ob im Publikum oder auf der Bühne) erstaunlich erfüllten. Insgesamt war es ein Festival, bei dem sehr lebendig und facettenreich musiziert wurde und sich sowohl die Musiker als auch das Publikum sehr wohl fühlten. Letzteres drückten auch viele anerkennende Worte und Lob für die gute Organisation der Festivalleitung Bianca und Bastian Brand, Petra Breitenbach und der vielen helfenden Hände im Hintergrund aus.
Rede des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Thomas Goppel, beim Landesmusikfest der Zupfmusiker
[Hammelburg 20.11.2006] Mit einem Instrument unter den Fingern begannen schon viele atemberaubende Karrieren. Manch einer geriet dabei auch auf Abwege: Tony Blair z.B. wollte eigentlich Gitarrist werden – wurde dann aber doch immerhin Premierminister. Den heute hier anwesenden Gitarristen wünsche ich einen ähnlichen Erfolg!
Im Ernst: Die Liebe zum Zupf-Instrument – sei es die Gitarre, Zither, Mandoline oder der Kontrabass – eint alle, die heute hierher gekommen sind. Zusammen feiern wir ein wichtiges Jubiläum für die »Zunft der Zupfer«: das Landesmusikfest der Bayerischen Zupfmusiker aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des Bayerischen Landeszupforchesters. Sehr gerne bin auch ich zu Ihnen nach Hammelburg gekommen und habe die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernommen. Dem Bayerischen Landeszupforchester gratuliere ich zu seinem »silbernen« Jubiläum sehr herzlich!
Seinen Ursprung hatte das BLZO bereits vor mehr als 25 Jahren: Denn es ist aus dem Landesjugend-Zupforchester hervorgegangen, das im Jahr 1970 gegründet wurde. Auch die Jugendlichen von damals wurden schließlich erwachsen. Aber das hat ihrer Spielfreude und Begeisterung für die Musik keinen Abbruch getan. Sie setzten ihre Aktivitäten seit 1981 einfach unter dem neuen Namen »Landeszupforchester« fort. Nur zwei Jahre später, 1983, haben sie dankenswerterweise ein neues Jugendzupforchester auf die Beine gestellt. Seither ist somit für einen fließenden Wechsel vom Jugend- zum Erwachsenenensemble gesorgt!
Die beiden Orchester haben eine Vorreiterfunktion für die Musiklandschaft in Bayern. Sie sind wichtige Multiplikatoren – in doppelter Hinsicht:
In ihrem Gefolge haben zum einen zahlreiche andere Laienmusikverbände ihrerseits überregionale Orchester und Chöre gegründet.
Zum anderen können die Mitglieder viel von dem, was sie im überregionalen Ensemble gelernt haben, in ihren heimatlichen Orchestern und Chören einbringen.
Der Staat weiß die Arbeit der Zupforchester zu schätzen: Neben der allgemeinen Pauschalförderung für die Laienmusikverbände gibt es dafür eine spezielle Fördermöglichkeit. Zwar plädierte der Bayerische Oberste Rechnungshof kürzlich dafür, diesen Sonderzuschuss in die Pauschalförderung mit einzubauen. Dem werde ich aber nicht folgen, wenn die Verbände das nicht selber wünschen. Denn es macht meines Erachtens Sinn, an der Sonderförderung festzuhalten. Schließlich vertreten diese qualitativ herausragenden Ensembles die bayerischen Farben deutschland- und weltweit in beeindruckender Art.
Das gilt ganz besonders auch für die beiden überregionalen Ensembles des Zupforchesterverbands. Sie spielen seit jeher eine wichtige Rolle in unserem Musikleben – mit großem Erfolg:
Das zeigen zum Beispiel die vielen Rundfunkaufnahmen und Platteneinspielungen.
Außerdem räumen die Mitglieder des Bayerischen Landesjugend-Zupforchesters Jahr für Jahr in eindrucksvoller Weise Preise beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« ab – auch heuer wieder.
Und für die Qualität der Orchester spricht auch, dass viele ehemalige Mitglieder die Musik als ihren Beruf gewählt haben. Sie sind mittlerweile als konzertierende Künstler oder als Lehrer an Musikschulen, Berufsfachschulen für Musik, Konservatorien und Hochschulen tätig.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, der Begriff Zupfmusik weckt bei manchen vielleicht immer noch das eine oder andere Vorurteil. Zu Unrecht! Denn der Zupforchesterverband und seine Ensembles sind wichtige Protagonisten zeitgenössischer Musik. Es ist kein leichtes Unterfangen, den Hörgewohnheiten der heutigen Zeit etwas entgegenzusetzen, das neu ist und nicht dem Mainstream entspricht. Doch nur so bleibt unsere Musikkultur lebendig. Gerade die Zupforchester sind dafür bekannt, dass sie bei ihren Konzerten eine große Bandbreite der Musik bieten: Das reicht von Werken aus der Renaissancezeit über die Klassik bis hin zu zeitgenössischer Musik. So kommen die Orchester einerseits den Hörgewohnheiten vieler Menschen entgegen, führen diese andererseits aber auch an ungewohnte Klänge und moderne Komponisten heran. Das ist ganz im Interesse einer lebendigen und blühenden Musikszene in Bayern!
Das Bayerische Landeszupforchester besticht dabei stets durch Präzision und hohe Qualität sowie durch Spielfreude und Begeisterung, die ansteckt! Diese Aspekte schließen sich keineswegs aus: Zwar ist auch in der Laienmusik das Leistungsprinzip ein wichtiger Anreiz. Doch der Spaß und die Gemeinschaft stehen bei vielen immer noch im Vordergrund – und das ist gut so.
Auch bei diesem Landesmusikfest steht die Freude an der Musik im Mittelpunkt. Es wird allerhand geboten: Konzerte, Ausstellungen und Workshops. Dem Bund Deutscher Zupfmusiker / Landesverband Bayern danke ich herzlich für die Organisation dieses Musikfestes – allen voran der Musikleiterin Frau Petra Breitenbach. Danken möchte ich auch der Musikakademie Hammelburg, die ihre Räumlichkeiten dafür zur Verfügung stellt. Erst im letzten Jahr hat die Akademie ihrerseits das 25-jährige Jubiläum feiern dürfen. So sind heute Gleichaltrige unter sich!
Meine Damen und Herren, der Satiriker Christoph Lichtenberg hat vor über 200 Jahren gesagt: »So angenehm die Musik dem Ohre ist, wenn es sie hört, so unangenehm ist sie ihm, wenn man davon spricht.« Deshalb will ich mich kurz fassen, damit Sie, meine lieben Musiker, wieder die Saiten ihrer Instrumente zum Klingen bringen können, statt »seiten«-lange Reden zu hören.
Abschließend wünsche ich daher dem Landesverband für die Zukunft alles Gute und dem Bayerischen Landeszupforchester für das nächste Vierteljahrhundert ebenso viel Erfolg wie bisher. Allen teilnehmenden Musikerinnen und Musikern an diesem Fest wünsche ich viel Freude beim Musizieren!
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Vivaldi und Bewegung
[20.10.2006 • Dr. Andrea Deininger] Zu einem Experiment trafen am 14. Oktober das Vivaldi Orchester Karlsfeld und die Bewegungswerkstatt des ASV Dachau aufeinander.
Die Zuschauer wurden bereits im Foyer auf das Motto »In südlichen Gärten« eingestimmt. Liebevoll war eine Sitzgruppe mit Pflanzen errichtet worden und Kinder mit venezianischen Masken empfingen die Gäste. Die Künstlerin Christiane Demenat zeigte eindrucksvolle Alabasterfiguren, die das Bild ergänzten.
Zu alter und neuer Musik, gespielt vom Vivaldi Orchester unter der Leitung von Monika Fuchs-Warmhold, verzauberten vier Damen der Bewegungswerkstatt das Publikum durch ein Schattenspiel. In schöner Symbiose mit Klängen von Vivaldi und einem zeitgenössischen Stück von Jürgen Schieber wurden verschiedene Tanzformen präsentiert. Gefühlvoller Ausdruckstanz und improvisierte Schrittformen standen dabei im Vordergrund.
Musikalisch bot das Vivaldi-Orchester-Karlsfeld wieder ein breites Spektrum. Neu im aktuellen Programm waren Henry Purcells The Fairy Queen sowie eine Sonata a Grand Orchestre von Valentin Röser. Mit der Rumba Catalan von Siegfried Behrend zeigten die Musiker nach der Pause ein gefühlvolles zeitgenössisches Stück. Viel Beifall erntete auch Christine Hupfauf, eine Spielerin des Orchesters, als Mezzosopranistin für ihren hervorragenden Vortrag von drei Titeln aus der Folklore Andalusia. Bei der Jazz-Pop-Rock-Suite von Claudio Mandonico wurde temperamentvoll gesummt und gestampft. Höhepunkt des zweiten Teils waren drei neapolitanische Canzone, gesungen vom gebürtigen Neapolitaner Giuseppe del Duca.
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Offener Brief der Landesmusikleiterin
[26.09.2006] Liebe Bayernzupfer,
was haben wir in diesem Jahr für einen gigantischen Sommer erlebt:
Fußball-WM mit eindrucksvollen Fanpartys.
Eurozupfmusikfestival in Bamberg mit Rekordbeteiligung
Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« mit beachtenswerten Ergebnissen der bayerischenTeilnehmer
der Papstbesuch und, und …
Das Eurofestival, das vom BDZ Bundesverband organisiert wurde, sprengte alle bisherigen Maßstäbe. Mit über 1500 Teilnehmern war es ein Festival, das uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Die bayerischen Orchester haben sich hervorragend präsentiert und uns als gastgebendes Bundesland würdig vertreten! Allen beteiligten Orchestern und ihren Verantwortlichen möchte ich sehr herzlich dafür danken.
Auch der Bundeswettbewerb Jugend musiziert war ein voller Erfolg. Die Fahrt nach Freiburg hat sich für die bayerischen Zupfmusiker gelohnt: alle gewannen Bundespreise (Bericht siehe unten). Den Teilnehmern, ihren unterstützenden Lehrern und mitfiebernden Eltern gratuliere ich an dieser Stelle zu ihrem großartigen Erfolg. Diese erfolgreichen jungen Musiker verbindet die regelmäßige Teilnahme an den Lehrgängen unseres LV. Da ist es doch besonders erfreulich, dass auch heuer wieder alle Kurse (von den Kinderkursen bis zum Schweinfurter Seminar) vorzeitig ausgebucht waren.
Der C3 Lehrgang »Orchesterleitung Zupfinstrumente« (mit staatlicher Anerkennung) in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Musikakademie Hammelburg konnte im August sein »Bergfest« feiern. Die ersten Prüfungen wurden erfolgreich absolviert, die Dozenten Gertrud Weyhofen und Oliver Kälberer sind recht zufrieden mit der Leistungsentwicklung der Teilnehmer und die Stimmung in der Truppe ist super!
Doch auch der Blick nach vorn stimmt optimistisch:
Das BLJZO hat soeben die Aufnahmen seiner neuen CD abgeschlossen. Wir dürfen auf das Ergebnis sehr gespannt sein! Außerdem vertreten die jugendlichen Zupfmusiker um Oliver Strömsdörfer unser Bundesland beim Wettbewerb der Auswahlorchester im November in Trossingen.
Zeitgleich findet in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg wieder ein Landesmusikfest statt, zu dem sich zahlreiche Ensembles und Orchester angemeldet haben. Vom 10.–12. November wird mit drei Orchesterkonzerten, Ausstellungen, Workshops und dem Festkonzert »25 Jahre BLZO« wieder eine geballte Ladung Zupfmusik zu erleben sein.
Wir freuen uns auf den nächsten Wettbewerb »Jugend musiziert« 2007, bei dem wieder Zupfinstrumente in der Gruppenwertung ausgeschrieben sind. Ich möchte alle jugendlichen Bayernzupfer zur Teilnahme ermuntern. Ob als Zupfquartett oder Gitarrenensemble – das gemeinsame Musizieren macht einfach sehr viel Spaß.
Innovativ ist der BDZ LV Bayern im nächsten Jahr: vom 13.–15. April 2007 findet die erste bayerische Fortbildung für Musiklehrer und Studenten zum Thema »Klassenmusizieren mit Gitarre« statt. Dozenten sind hierbei Ideengeber der ersten Stunde: Ingo Brzoska (Musikschulleiter aus Bottrop und von BDZ-Seite mit dem Thema vertraut) und Michael Diedrich (stv. Musikschulleiter und Lehrer für Gitarre und Elementarfächer aus Mosbach und Herausgeber zahlreicher Hefte u.a. »Klassenmusizieren«).
Viele Grüße aus Lohr!
Petra Breitenbach
Musikleiterin
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Wettbewerb Jugend musiziert 2006: Bayern mischt auf
[25.09.2006 • Florian Salzmann] Der diesjährige Wettbewerb Jugend musiziert, der nun schon zum 43. Mal ausgetragen wurde, war für die jungen bayerischen Talente in der Solowertung für Mandoline und Gitarre wieder ein voller Erfolg.
Im Fach Mandoline traten bei den Regionalwettbewerben in Bayern 27 Teilnehmer an, von denen es sieben zur Landesausscheidung schafften. Damit war Bayern nach Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit der zweitstärksten Mandolinenwertung. Vier Mandolinisten qualifizierten sich für den Bundeswettbewerb in Freiburg, das sind gute 57 Prozent! Ähnlich erfolgreich verlief auch die Gitarrenwertung. Von den 370 Teilnehmern der Regionalwettbewerbe durften insgesamt zehn ihr Können auf Bundesebene unter Beweis stellen. Damit bildeten die bayerischen Gitarristen in Freiburg die viertstärkste Fraktion. Allein schon diese Zahlen zeigen, dass die bayerische Jugendförderung bei den Zupfinstrumenten definitiv auf dem richtigen Weg ist.
Bei den Wettbewerben selbst erlebte man die Teilnehmenden als sehr aufgeschlossene junge Menschen. Mehrmals durfte man einen sehr herzlichen Umgang untereinander beobachten, der eine Art Konkurrenzdenken gar nicht zuließ. Schließlich kannten sich viele von den verschiedenen vom BDZ angebotenen Kursen und/oder aus dem BLJZO. Man freute sich, die anderen zu sehen und wünschte ihnen Glück für ihr Wertungsspiel. Auch verschiedene Elternteile oder Lehrern bestätigten, dass es bei Jugend musiziert fast nie böses Blut gebe, sondern eigentlich nur pure Freude und Freundschaft.
Doch nicht nur die gute Stimmung bei den Wettbewerben, sondern auch die fundierte Ausbildung durch die Instrumentallehrer ist dafür verantwortlich, dass viele diesjährige Landes- und Bundespreisträger aus Bayern kommen. Gerade über die 1. Landespreisträger aus der Altersgruppe II, für die der Landeswettbewerb in Bobingen das höchste zu erreichende Ziel war, freuen wir uns besonders. Bei den Mandolinen waren dies Corinna Worch mit ihrer Gitarrenbegleitung Alexandra Stefan. Bei den Gitarren wurden Maja Kant, Maximilian Erath und Robin Stoinski sogar mit der Höchstpunktzahl von 25 Punkten ausgezeichnet.
Bundespreisträger wurden:
1. Preis: Matthias Strößner (Gitarre, AG III), Juliane Bergemann (Gitarre, AG IV), Carolin Schneider (Gitarre, AG IV), Isabella Selder (Gitarre, AG IV), Eva Irmgard Enders (Gitarre, AG V), Martin Zimny (Gitarre, AG V)
2. Preis: Benjamin Doß (Gitarre, AG V), Stefan Rossner (Gitarre, AGV), Sebastian Pointner (AG VI), Christine Heinz (Mandoline, AG IV)
3. Preis: Peter Kroiß (Gitarre, AG VI), Florian Salzmann (Mandoline, AG VI)
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Neues vom Vivaldi-Orchester
[18.07.2006 • Dr. Andrea Deininger]
Neue Leitung der Vivaldi Mäuse
Alex Stöhr ist neuer Leiter der Vivaldi Mäuse, des gemessen am Alter der Spieler jüngsten Ensembles der Vivaldi-Nachwuchsarbeit. Der im Karlsfelder Musikstudio als Lehrer beschäftigte und im Vivaldi-Orchester etablierte Gitarrist übernahm das Dirigat anlässlich eines Konzertes der Vivaldi-Jugend im Juli von der langjährigen Leiterin Monika Fuchs-Warmhold.
Stöhr bedankte sich gerührt für das Vertrauen und zeigte sogleich, dass die musikalische Tradition auch unter seinen Händen weitergeführt wird. Die Vivaldi Mäuse begeisterten ihre Zuhörer mit einer Interpretation von Pinocchio mit Zupf- und Schlaginstrumenten sowie Flöte ebenso wie mit einem zeitgenössischen Stück von Konrad Wölki. Aber das Konzert hatte noch einiges mehr zu bieten:
Benedict Wienecke, Preisträger des Wettbewerbs »Jugend musiziert«, gab einfühlsam und präzise ein Klagelied sowie eine zeitgenössische Danza zum Besten. Nach der Pause präsentierten die älteren Spieler, die Tiger, mit Themen aus den Vier Jahreszeiten von Vivaldi ihr Können. Ein irisches Volkslied sowie flotte rhythmische Musik aus Jamaika folgten. Der derzeitige Radiohit La Camisa Negra von Juanes sorgte für kolumbianische Stimmung unter den Zuhörern. Südamerikanisch weiter ging es auch mit dem Schluss-Stück, das Mäuse und Tiger gemeinsam gestalteten und bei dem auch das Publikum mit verschiedenen Schlaginstrumenten mitwirken durfte. Die jungen Spieler und ihre beiden Dirigenten haben mit viel Fleiß und Engagement ein kurzweiliges und anspruchvolles Programm erarbeitet und wurden dafür mit stürmischem Beifall belohnt.
Unermüdliches Vivaldi Orchester
Gleich dreimal war das Vivaldi Orchester Karlsfeld mit unterschiedlichen Programmen im Juli zu hören: Vom Kulturkreis Hadern wurde am 15. Juli ein Sommerfest veranstaltet. Bei schönstem Wetter verzauberte das Vivaldi Orchester die Zuhörer, die an Tischen im Freien saßen, mit italienischen und neapolitanischen Liedern. Giuseppe del Duca sang und Bruno Diazzi führte durch den Abend. Zum Abschluss stimmten Zuhörer und Tenor zusammen den Gefangenenchor aus Nabucco an.
In Krailling gaben die Vivaldis am 21. Juli ein Konzert an einem romantisch gelegenen Seitenarm der Würm. Hier stand Musik aus Italien und Spanien, u.a. von Vivaldi, Sammartini und Albeniz auf dem Programm. Begonnen wurde mit Musik aus Italien, der Wiege der Mandoline. Der Höhepunkt des ersten Teils war eine Carmen-Fantasie von Wolfgang Bast. Johanna Keupp brillierte an der Querflöte, gefühlvoll unterstützt vom Zupforchester. Im zweiten Teil musste das Programm aufgrund des Wetters verkürzt werden. Ein Sturmwind warf Notenständer um und der Bühnenhintergrund schwankte gefährlich. Das herannahende Gewitter ließ Zuhörer und Musiker schnell das Gelände verlassen.
Bereits seit 41 Jahren finden auf Schloss Amerang bei Wasserburg im malerischen Innenhof Schlosskonzerte statt. Und auch diesmal, am 22. Juli, war wieder ein Ensemble des Vivaldi Orchesters Karlsfeld dabei. Im ausverkauften Arkadenhof gab es italienische Musik aus dem 17. Jahrhundert zu hören. Christine Hupfauf sang makellos und empfindsam folkloristische Lieder aus Andalusien. Von Jürgen Schieber, dem Perkussionisten des Vivaldi-Orchesters stammte die Komposition Toskanana für Marimba und Zupforchester. Nach der Pause trumpften die Musiker mit einer rhythmischen Rumba von Behrend und einer Jazz-Pop-Rock-Suite von Mandonico auf. Monika Fuchs-Warmhold leitete ihr Orchester engagiert und sicher durch die verschiedenen musikalischen Epochen. Durch das Programm führten informativ und unterhaltsam Angelika Füssl und Ralf Hanrieder.
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Oster- und Pfingstkurs lassen keine Wünsche offen
[26.07.2006] Die Wochenkurse des BDZ-Bayern hatten in diesem Jahr wieder einmal großen Zulauf. Innerhalb kürzester Zeit waren sowohl Oster- als auch Pfingstkurs komplett ausgebucht. Das hohe musikalische Niveau und das ansprechende Rahmenprogramm kam bei allen Teilnehmern gut an. Hier die Erfahrungsberichte:
Welcher Dozent hat in den Käse gebissen?
[Julian Herold, Kursteilnehmer] Von 17.04 bis 22.04.2006 fand der diesjährige Osterkurs des BDZ LV Bayern für Mandoline und Gitarre unter der Leitung von Bianca Brand im Schloss Fürstenried in München statt.
Am Ostermontag wurden die rund 40 Teilnehmer von den sechs Dozenten Oliver Kälberer, Oliver Strömsdörfer, Antje Wolff, Clemer Andreotti, Heiko Holzknecht und Bianca Brand begrüßt. In der Eröffnungsrunde wurden alle wichtigen Dinge wie die Hausordnung, der Stundenplan, Essenszeiten und die Freizeitgestaltung geklärt.
Am Abend erlebten die Teilnehmer den ersten Höhepunkt des Kurses. Die beiden Gitarristen Oliver Kälberer und Clemer Andreotti gestalteten sowohl solistisch als auch im Duo das Eröffnungskonzert. Barocke Duo-Werke von John Dowland, Thomas Ford und John Johnson standen dabei zu Beginn auf dem Programm, ehe Oliver Kälberer mit der Lautensuite Nr. III von J. S. Bach unter Beweis stellte, wie schön diese Musik auf der Gitarre klingt. Nach L’encouragement von Fernando Sor zeigte Clemer Andreotti mit Tarantos von Leo Brouwer und der Suite Venezuelana von Antonio Lauro sein brasilianisches Temperament. Zum Abschluss spielte das perfekt harmonisierende Duo Imagens do Nordeste von Celso Machado und musste anschließend noch zwei Zugaben spielen. Alle Teilnehmer waren begeistert von der Fingerfertigkeit und dem musikalischen Ausdruck der beiden Gitarristen.
Am nächsten Tag folgte für die Teilnehmer der tägliche Unterricht: Es begann mit der Technik, in der man am Morgen seine Finger einspielen konnte. Außerdem hatte jeder Schüler Theorie- und Einzelunterricht. Nach dem Mittagessen ging es mit Ensemblespiel bzw. Zupforchester weiter, was für den ein oder anderen, der vorher noch nie in einem Orchester gespielt hatte, ein neues Erlebnis war. Ferner gab es täglich freiwillige Angebote wie Liedbegleitung, brasilianische Popularmusik und Dirigieren. Daneben konnte man am Forumsunterricht teilnehmen, bei dem jeder ein Stück vorspielen konnte und danach eine Bewertung der Musiklehrer bekam. Außerdem lernte man in der Instrumentenpflege das richtige Aufziehen der Saiten, Feilen von Mandolinenplektren, das Ölen der Mechaniken und das Säubern des Griffbretts. Trotz intensiver Übungsstunden blieb erfreulicherweise immer noch Zeit, um Kicker oder Tischtennis zu spielen.
Am Freitag war dann Prüfungstag, an dem die D1-, D2- oder D3-Musikprüfungen abgelegt werden konnten; vormittags zunächst die praktische Prüfung, nach dem Mittagessen die Theorie. Zur Auflockerung gab es am Nachmittag eine Rallye, ein weiterer Höhepunkt des Kurses. Spiele, wie das Erraten von Gegenständen oder das Erkennen des Liedes Hänsel und Gretel anhand eines Puzzles, welches man zusammensetzen und anschließend erkennen musste, machten allen sehr viel Spaß. Auch galt es, einen Tischtennisball auf einem Schläger geschickt durch einen Parcours aus Tischen, Stühlen und Bänken zu balancieren oder zu erraten, welche Dozenten welchen Bissabdruck ihrer Zähne in einem Stück Käse hinterließen. Am »Bunten Abend«, an dem u. a. Teilnahme- und Prüfungsurkunden verteilt wurden, bekam außerdem jede Gruppe die Aufgabe, eine von den Dozenten erstellte graphische Partitur mit Gesten und akustisch mit beliebigen Instrumenten darzustellen. Ein lustiger und sehr schöner Abend, der lange in Erinnerung bleiben wird.
Am letzten Tag fand das Abschlusskonzert statt, zu dem die Eltern und sonstige Verwandte und Bekannte gekommen waren. Alle Ensembles, die Liedbegleitungsgruppe und natürlich die Gruppe »Body Percussion« trugen ihre während der Woche erarbeiteten Stücke vor. Dies war der Abschluss einer interessanten und schönen Kurswoche. Wir freuen uns aufs nächste Jahr.
Zupfer treffen Jazzer
[Petra Breitenbach] Über ein international besetztes Dozententeam konnten sich die Teilnehmer des Pfingstkurses freuen. Der Einzelunterricht bei namhaften Dozenten wie Clemer Andreotti (Würzburg), Petra Breitenbach (Lohr), Petra Fröhlen (Würzburg), Oliver Kälberer (München), Elena Olenchyk (Offenbach) und Johannes Wagner (Schweinfurt) sorgte für viel Motivation während des Kurses und sicherlich auch darüber hinaus.
Als besondere Highlights gab es heuer nicht weniger als vier Konzerte für die Teilnehmer: Das sehr gut besuchte und stimmungsvolle Eröffnungskonzert gestaltete diesmal der Rechtenbacher Gitarrist André Herteux, der sein Musikstudium an der Würzburger Musikhochschule bei Clemer Andreotti in Kürze abschließen wird. Bei einem internen Vorspiel boten Elena Olenchyk und Valerij Kisseljow, beide Preisträger internationaler Wettbewerbe, den Teilnehmern virtuose und sehr beeindruckende Spielmöglichkeiten auf Mandolinen und Liuto dar.
Als Gäste des parallel in der Akademie probenden Bayerischen Landes-Jugendjazzorchesters erlebten die Zupfer darüber hinaus eine Premiere der besonderen Art: »Jazz meets Hip Hop«. Alle Zuhörer waren überwältigt von der Klangfülle der Bigbands und der Lockerheit, mit der die jungen Jazzer ihre Soli präsentierten. Sofort entstanden Kontakte zwischen den unterschiedlichen Instrumentalisten. Spontan verabredete man sich zum gemeinsamen Anschauen des WM-Eröffnungsspiels und zauberte mit Trommeln, Pfeifen und reichlich fließenden Getränken »Arena-Stimmung« in den großen Saal der Musikakademie. Das letzte Konzert der Woche bestritten die Teilnehmer selbst und boten einem begeisterten und zahlreichen Publikum einen Querschnitt der geleisteten Arbeit mit Solo- und Ensemblebeiträgen.
Ensemblespiel, Vorträge, Theorie, Instrumentaltechnik, Forumsunterricht, Liedbegleitung, »Rhythm and Groove« und die Möglichkeit, die Laienmusikprüfung (D-Kurs) abzulegen, rundeten das Angebot ab. In diesem Jahr legten von den insgesamt 41 Teilnehmern (Jugendliche und Erwachsene) 26 erfolgreich die D-Prüfung ab. Erfreulich war, dass die Anforderungen im praktischen Teil fast immer weit überschritten wurden, die Prüfung also auf besonders hohem Niveau stattfand.
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Standing Ovations für Zupf-Ensemble Lohr
[02.07.2006 • Manuel Roth in der Main-Post] Über 200 Musikinteressierte waren zum Jahreskonzert des Zupf-Ensembles Lohr gekommen. Unter dem Titel »Mozart meets Miles« verwöhnten die Musiker das Publikum durch einen erstklassigen Auftritt. Mit ihrer voluminösen Stimme zog Eva-Maria Michaelis beim Singen von Arien die Besucher in ihren Bann. Auch Nachwuchstalent Florian Salzmann führte wieder einmal vor, wie man gefühlvoll die Mandoline zupft.
In einer Gemeinschaftsaktion von Zupf-Ensemble, Frauenstimmen-Ensemble, Violingruppe und Schulband hat die Sing-und Musikschule Lohr (SMS) auch in diesem Jahr das Jahreskonzert des Zupf-Ensembles um Petra Breitenbach in der Aula der Lohrer Realschule gemeistert. Das Konzert gliederte sich in zwei Teile, in denen beliebte und bekannte Werke aus verschiedenen Epochen und Stilrichtungen zu Gehör kamen. Die erste Hälfte war vorwiegend der Klassik gewidmet. Eva-Maria Michaelis, die derzeit am Konservatorium in Nürnberg studiert, sang dabei mit einer bezaubernden Stimme zwei Arien von Georg Friedrich Händel und ließ mit der Habanera aus der Oper Carmen von Georg Bizet spanisches Flair in die Aula einziehen. Unterstützt wurde sie dabei durch die Flötistin Corina Nastoll aus Zeil und das Frauenstimmen-Ensemble der Städtischen Musikschule.
»Ich bin sehr froh, dass wir ihnen in diesem Jahr einen besonders talentierten Nachwuchsmusiker aus eigenen Reihen präsentieren können«, sagte Musiklehrerin Petra Breitenbach vor Florian Salzmanns Soloauftritt. Der angehende Musikstudent hat bereits sein Abitur und die praktischen Aufnahmeprüfungen hinter sich und wird in naher Zukunft in Wuppertal Mandoline und Instrumentalpädagogik studieren. Sein solistisches Können stellte er beim Konzert D-Dur für Mandoline und Zupforchester von Antonio Vivaldi unter Beweis. Wie kommt eigentlich ein junger Mensch auf die Mandoline? »Als Kind war ich bei Petra in der musikalischen Früherziehung, manchmal hat sie Mandoline gespielt und das hat mich sehr beeindruckt«, erklärte der junge Musiker gegenüber der MAIN-POST.
Der zweite Teil des Konzerts war vorwiegend der Unterhaltungsmusik gewidmet. Besonders eindrucksvoll war dabei der Song Music (was my first love) von John Miles … den natürlich kein anderer solo sang als Peter Häring, Leiter der Sing- und Musikschule Lohr. Dieser anfangs sehr ruhige Pop-Song hat einen fetzigen Zwischenteil, der es in sich hat. Für diesen rockigen Abschnitt des Songs war die Schulband der Sing- und Musikschule unentbehrlich. Seine Freude über den Sieg der Nationalelf über Argentinien spielte sich dabei der kultige Musiklehrer Hans-Jürgen Zezula aus den Fingern. Gekleidet in schwarzen Hosen, gelbem T-Shirt und mit einer roten Gitarre hatte sich der beliebte Gitarrenlehrer auf elegante Weise als Fan verkleidet. Seine kurzen, fetzigen und rockigen Soli sind wohl keinem Musik-Spezialisten entgangen. Jazzig ging es zu, als Gerhard Kunkel bei einer Studie von Fred Witt, einem altbewährten Arrangeur für Zupfinstrumente, ins Saxophon bließ. Das Frauenstimmen-Ensemble bewies sein Können mit From a Distance von Julie Gold. Sichtlich beeindruckt zeigten sich die Zuhörer, als sie am Ende des Konzerts die Musik-Künstler mit stehenden Ovationen würdigten.
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Mandolinen mit Niveau
Preisträger des Deutschen Orchesterwettbewerbs im KOM Olching
[01.06.2006 • Oliver Strömsdörfer] Selten erlebt man ein Freundschaftskonzert, das seinen Namen so verdient wie das Konzert des Ensemble Roggenstein mit dem hessischen Mandolinenorchester aus Neuenhain am vergangenen Samstag in Olching. Die herzliche Atmosphäre zwischen den Spielern und den zahlreichen Freunden im Publikum sprach Bände.
Sehr sensibel begann das Ensemble Roggenstein – vom ersten Pult aus geleitet von Oliver Kälberer – mit Präludium und Fuge von Bach, absolut souverän in der Gestaltung und im Bewusstsein der Steigerungen, die in der hochchromatischen Fuge gefordert werden. Das Partnerorchester aus Neuenhain eröffnete seine Konzerthälfte ebenfalls mit Barockmusik: ein stürmisches Concerto von Abaco, gestisch lebhaft befeuert vom Dirigenten Helmut Oesterreich.
Interessant auch die Gewichtung der Romantik: Die Neuenhainer mit diabolischem Impetus, im berühmten Czardas von Monti Seelenzustände klanglich auslotend und im italienisch-romantischen Schmelz schwelgend. Die Roggensteiner mit einer dunklen Ballade von Brahms, die in dieser Bearbeitung auch für klaviergewohnte Ohren aufregend frisch klang. Sehr überzeugend nutzten die Ensemblemitglieder die spontanen agogischen Freiheiten, welche Kälberer ihnen gewährte. Diese konstante Kombination von wissendem Verständnis und Augenkontakt unter den Spielern hielt jedem professionellen Anspruch stand.
Ein Streichquartett des Puchheimer Jugendkammerorchesters verstärkte das Ensemble Roggenstein bei Oliver Kälberers Komposition »Kali — Closing the Circle«. Der Kontrast der statischen Klangflächen der Streicher mit den asymmetrisch gegliederten Tonkaskaden der Zupfinstrumente ergab einen faszinierenden Mischklang, der vor allem in den meditativen Passagen von Kali für atemlose Aufmerksamkeit sorgte. Eine andere Art von Mischung komponierte Christopher Grafschmidt mit Cut: Sequenzen von unterschiedlichen, leider auch teilweise banalen Stilen werden in bunter Weise, wie beim TV-Zappen, übergangslos aneinandergereiht, fesselnd interpretiert vom Orchester aus Neuenhain.
Am Ende durfte der Zusammenschluss zu einem großen Orchester nicht fehlen. Dass die Orchesterleiter dafür populäre Musik von Astor Piazzolla unter Verwendung von E-Mandoline und E-Gitarre auswählten, bewies, dass diese Zupforchester beispielgebend auf der Höhe der Zeit sind.
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Verdienstmedaille in Bronze für Rainer Vollmann
[29.05.2006 • Petra Breitenbach] Für seine herausragenden Verdienste um die Zupfmusik in Bayern wurde Rainer Vollmann mit der Verdienstmedaille in Bronze des Bund Deutscher Zupfmusiker ausgezeichnet. Beim Abschlusskonzert des 25. Unterfrankenkurses für Mandoline und Gitarre überbrachte Landesmusikleiterin Petra Breitenbach dem gebürtigen Gerolzhofener die Glückwünsche des Landesvorstandes und würdigte sein langjähriges Engagement.
Im Jahr 1981 gründete Rainer Vollmann den Wochenendlehrgang Unterfranken, leitete ihn 25 Jahre lang und machte den Kurs in dieser Zeit weit über die regionalen Grenzen bekannt. Wer einmal hinter die Kulissen einer solchen Organisation geschaut hat, weiß um die zahlreichen Hürden, die damit verbunden sind. Vollmann ist es immer auf eine sehr sympathische Art gelungen, die unterschiedlichsten Wünsche und Forderungen der Teilnehmer mit dem Profil des Kurses und den Ansprüchen der Dozenten in Einklang zu bringen. Kein einziges Mal war der Lehrgang wegen geringer Teilnehmerzahlen oder Motivationsschwächen gefährdet.
Daneben leistete Vollmann als Dozent auf allen nordbayerischen Lehrgängen der letzten 25 Jahre durch seine aufgeschlossene und offene Art großartige musikpädagogische und jugendpflegerische Arbeit. Dabei griff er zahlreiche Strömungen aus der elementaren Musikerziehung auf und gab viele Impulse, die die Stundenpläne und Kursangebote im ganzen Freistaat beeinflussten und lebendig-modern gestalteten. Sein Name ist untrennbar mit einer erfolgreichen Lehrgangsarbeit des BDZ in Bayern verbunden. Um den Nachwuchs so früh wie möglich für die Zupfmusik zu begeistern, entwickelte er gemeinsam mit anderen Musiklehrern vor einigen Jahren neuartige Konzepte für Kinderkurse. Schon bei ihrer Premiere stellten sich diese Kurse als Feuerwerk aus Musik, Spiel und Spaß dar und sind heute in Rekordtempo ausgebucht.
Als Leiter des Zupforchesters Gerolzhofen und Konzertveranstalter bei den »Gerolzhofener Kulturtagen« sorgt Vollmann darüber hinaus seit vielen Jahren für eine große regionale Präsenz der Zupfmusik in Unterfranken und fördert mit instrumenten- und stilübergreifenden Gemeinschaftsveranstaltungen zahlreiche Begegnungen. Die Nachwuchssorgen vieler Zupforchester sind in Gerolzhofen unbekannt, weil es Rainer Vollmann gelingt, seine Schüler – von denen viele beim Wettbewerb »Jugend musiziert« erfolgreich waren und sind – frühzeitig in die Orchesterarbeit zu integrieren und an den Erfolgen teilhaben zu lassen. Seine Begeisterungsfähigkeit und Betreuung motivierte zahlreiche junge Musiker, ein Musikstudium aufzunehmen und sich Tätigkeitsfelder in Musikschulen im Landesverband des BDZ zu erschließen.
Abschließend sei noch erwähnt, dass Rainer Vollmann als Bearbeiter, Komponist und Musikverleger das Repertoire an Spielliteratur für Gitarre in hohem Maße bereichert.
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Vivaldi Mäuse auf Orchesterfreizeit
[12.05.2006 • Dr. Andrea Deininger] Nach den Tigern im Februar fuhren kürzlich die Vivaldi Mäuse, die Jüngsten des Vivaldi-Orchester-Nachwuchses zum Probenwochenende nach Kienberg im Allgäu.
Bereits kurz nach der Ankunft am Freitag Abend wurde fleißig geübt, danach gab es Teamspiele zum besseren Kennenlernen und Verstehen. Am Samstag waren verschiedene Proben angesetzt. Alex Stöhr, der die Vivaldi Mäuse in Kürze von der langjährigen Leiterin Monika Fuchs-Warmhold übernehmen wird, studierte bereits einige Stücke ein. Die musikalische Auswahl war vielseitig, so spielte man Musik zum Kinderbuch Pinocchio, ein Stück aus dem Film Harry Potter und Folklore aus Südamerika. Die Kinder musizierten auch in kleinen Gruppen und übten in Eigenregie kleine Werke ein.
Wie immer kamen auch Spaß und Spiel nicht zu kurz. Es wurden Kleiderketten geknotet und eine improvisierte Modenschau mit Papier und Kleber auf die Beine gestellt. Die Kinder zeigten viel Kreativität und Fantasie und es wurde viel gelacht. Unterkunft, Essen und Räumlichkeiten waren wie gewohnt gut. Mit einer anderen ebenfalls anwesenden Gruppe hat man sich gut arrangiert. Am Sonntag hieß es dann Abschlussprobe, Zimmer aufräumen und Konzertsaal herrichten, denn am Nachmittag kamen die Eltern ins Allgäu und bekamen die eingeübten Werke dargeboten. Sie staunten nicht schlecht über die Musikalität ihrer Sprösslinge.
Monika Fuchs-Warmhold und das Betreuerteam Steffi Klein und Alex Stöhr haben sich mit dem musikalischen Nachwuchs viel Mühe gegeben, ihnen gebührt der Dank der Eltern.
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Schwungvolle Matinee des Bayerischen Landeszupforchesters in Alteglofsheim
[11.05.2006 • Bianca Brand] Rund 150 Zuhörer fanden den Weg in die Bayerische Musikakademie Alteglofsheim, wo das Bayerische Landeszupforchester unter der Leitung von Dominik Hackner am 9. April ein niveauvolles Programm mit Ausschnitten der erst kürzlich auf CD eingespielten Werke darbot. Der Dirigent hatte sein Orchester innerhalb eines Wochenendes für dieses Konzert gut vorbereitet und zeigte von Beginn an Engagement und großen Einsatz. Mit genauen Angaben, aber auch musikalischem Feingefühl konnte er seine Musiker jederzeit zur Höchstform motivieren.
Mit dem bekannten Konzert in G-Dur von Antonio Vivaldi eröffnete das Orchester das Matinée-Konzert äußert schwungvoll. Die beiden Solistinnen an der Barockmandoline, Gertrud Weyhofen und Bianca Brand waren bestens aufgelegt und wurden einfühlsam vom Orchester begleitet. Beim darauf folgenden Sug Al-Safafir in Fall konnten die Zuhörer einen musikalischen Rundgang auf dem orientalischen Markt der Kupferschmiede miterleben. Rami Al-Regeb – gebürtiger Iraker – hat in seinem Werk arabische Elemente mit westlicher klassischer Musik kombiniert. Beim Lärm des Marktgeschehens entstehen harmonische Klänge, die von den arbeitenden Schmieden erzeugt werden. Nicht selten entsteht eine rhythmische Folge von Klangelementen, die wie das Zusammenspiel eines Orchesters wirkt. Mit der Canzona e burletta aus den Tre pezzi concertante von Antonius Streichardt konnte das Publikum die sonoren und schönen Klangeigenschaften der Mandola, gespielt von Bianca Brand, genießen.
Sabine Spath vergrößerte anschließend den Farbenreichtum des Zupforchesters. In den vier Modi für Klavier und Zupforchester von Raimo Kangro zeigte die Solistin am Flügel große Fingerfertigkeit und wusste auch mit percussiven Anschlagstechniken geschickt umzugehen. Ein homogener Klang zwischen Klavier und Zupforchesterpart – geprägt von urtümlicher Volksmelodik und ostinaten Rhythmen. Auch die Gitarre konnte noch als Soloinstrument, in Verbindung mit Zupforchester gehört werden. Der junge Gitarrist Heiko Holzknecht beschrieb im ersten Satz des Werkes Il sogno del pesciolino von Eduardo Angulo mit viel Gefühl die Geburt des Fisches Alevin und Millionen seiner Artgenossen. Dabei konnte er, bestens unterstützt vom Orchester, auch den tänzerischen Charakter des Werkes hervorholen und verstand es mit viel Spielfreude, den Funken zum Publikum überspringen zu lassen. Engagiert und perfekt einstudiert begeisterten die Stücke die Zuhörer. Zum Schluss spielte das Orchester Epigonics 2 von Valdo Preema, ein Werk, das Einflüsse aus der Popularmusik erkennen lässt. Großer Beifall belohnte die Musiker und ihren Dirigenten für die tolle Leistung. Als Zugabe erklang Sincerely von Valdo Preema.
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Eine Seefahrt, die ist lustig – Kinderkurse kommen an
[07.05.2006 • Petra Breitenbach] Die Kinderkurse des BDZ (Landesverband Bayern) standen in diesem Jahr ganz im Zeichen der Seefahrt. Musik und Geschichten von Piraten und tapferen Seeleuten lockten im Februar und März über 60 Gitarren- und Mandolinenschüler aus Unterfranken zu abenteuerlichen Musikwochenenden in die Schullandheime Schaippach und Reichmannshausen.
Die sieben- bis elfjährigen Musikschüler erhielten Einzelunterricht auf ihrem Instrument, machten aber auch die ersten Erfahrungen im Orchesterspiel und in einem kleineren Ensemble. Beim Liedbegleiten hatten die jungen Musiker viel Spaß, beim Notenquiz erlebten sie, dass Notenlesen und Tonleitern eigentlich ganz einfach sind und bei »Rhythm’ and groove« studierten sie einen Seefahrer-Rap ein, der sich zum Ohrwurm entwickelte. Zwischendurch wurden Piratenzubehör gebastelt, T-Shirts bemalt, gespielt und geübt.
Am Sonntag im Abschlussvorspiel waren die Eltern ganz begeistert von dem, was ihre Sprösslinge gemeinsam mit den Dozenten Bianca Brand, Petra Breitenbach, Petra Fröhlen, Andreas Kantenwein, Robin McBride und Angela Weber erarbeitet hatten. Besonderer Höhepunkt war der Auftritt des großen Orchesters mit dem Lied »Eine Insel mit zwei Bergen«, bei dem alle Kinder mitwirkten und so schwungvoll musizierten, dass eine Zugabe verlangt wurde.
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Vivaldi Orchester entführt Zuhörer in südliche Gärten
[07.04.2006 • Dr. Andrea Deininger] Mit einem abwechslungsreichen Konzert hat das Vivaldi Orchester Karlsfeld wieder einmal vor heimischer Kulisse geglänzt und seine Zuhörer im vollbesetzten Bürgerhaus Karlsfeld begeistert.
Zu Anfang bewiesen die Tiger, die Älteren der beiden Jugendorchester, dass sie zu Recht ein Aushängeschild der Nachwuchsarbeit von Monika Fuchs-Warmhold sind. Spaß an Vivaldi – das erste Stück – wurde gefühlvoll und eindringlich vorgetragen. Mit Rasta Basta und La Camisa Negra gab es einen Ausflug in die Pop-Musik. Schönes Zusammenspiel und sauberer Klang entzückten hier die Zuhörer und setzten sogar die Spieler des großen Orchesters in Erstaunen. Die begannen im ersten Teil mit großen Komponisten: Das Konzert für zwei Mandolinen von Antonio Vivaldi mit Reinhard Pobel und Katrin Nozicka war ein Höhepunkt.
Mit Spannung erwartet wurde die Uraufführung Toskanana von Jürgen Schieber, ein Stück für Marimba und Zupforchester. Jürgen Schieber wurde 1961 in Nürnberg geboren und studierte Schlagzeug bei Professor Hermann Gschwendtner. Schon während des Studiums entdeckte er die Liebe zur Marimba und begann bald Arrangements für klassische Stücke und später auch eigene Kompositionen zu schreiben. Mit dem Vivaldi Orchester Karlsfeld verbindet ihn eine langjährige Freundschaft und musikalische Verbundenheit. Er begleitete das Orchester auf zwei Konzertreisen in die Toskana. Und genau wie an manchen Abenden in der Toskana sitzt man zusammen, einer fängt an zu spielen und nach und nach musizieren alle mit, bis später, kurz vor Morgengrauen, auch die letzten ihre Instrumente einpacken und die Marimba mit der Mandoline schlafen geht. Dieser Gedanke wurde wunderbar vom Solisten und vom Orchester umgesetzt und die Zuhörer fühlten sich tatsächlich in südliche Gärten versetzt.
Nach der Pause gab es Bekanntes zu hören. Bei Sevilla von Isaac Albeniz klang die Rhythmik spanischer und andalusischer Volksmusik an. Monika Fuchs-Warmhold dirigierte mit leichter Hand. Folkloristische Elemente folgten auch, als Christine Hupfauf fabelhaft klar und rein spanische Lieder sang. Die Mezzosopranistin erhielt etliche Bravo-Rufe.
Nach einer Jazz-Pop-Rock-Suite von Claudio Mandonico, bei der das Orchester temperamentvoll summte und stampfte, ging die italienische Reise weiter. Giuseppe del Duca, ein waschechter Neapolitaner gab italienische Canzone zum Besten, stets perfekt begleitet vom Orchester. Die Zuhörer klatschten mit und forderten drei Zugaben, die vom sympathischen Sänger gern gegeben wurden.
Durch das Programm führte kurzweilig Angelika Füssl. Die Dekoration wurde von Gabi Till angefertigt.
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Neue Geschäftsführerin des BDZ-Bayern offiziell gewählt
[15.02.2006] Nachdem Sie ihr Amt schon seit einiger Zeit kommissarisch ausgeübt hatte, wurde Karla Jenuwein auf der letzten Landesmitgliederversammlung des BDZ – Landesverband Bayern offiziell als Geschäftsführerin und damit zur Nachfolgerin von Claudia Ströhlein gekürt. Da die Geschäftsstelle Dreh- und Angelpunkt des Landesverbandes und in den meisten Fällen erster Ansprechpartner für Orchester und Einzelmitglieder ist, wollen wir Ihnen die neue Frau im Herzen des Landesvorstandes vorstellen:
Karla Jenuwein lebt in dem schönen Städtchen Lohr a. Main am Rande des Spessarts. Sie ist seit 24 Jahren Mitglied des Zupf-Ensembles Lohr und damit eines der Gründungsmitglieder. Bis vor zwei Jahren spielte sie 1. Mandoline, hat aber dann auf die Gitarre gewechselt. Während ihrer bisherigen Zupferkarriere spielte sie im Bayerischen LandesJugendZupfOrchester, nahm an Jugend-musiziert-Wettbewerben teil und erlebte mit dem Lohrer Quartett camerata musica viele musikalische Highlights.
Im »richtigen Leben« arbeitet Karla Jenuwein als Krankenschwester auf der Intensivstation am Gesundheitszentrum Lohr. Nach ihrem Schulabschluss war sie zunächst einige Jahre in der Verwaltung tätig. Damit hat sie sich im Laufe ihrer beruflichen Tätigkeiten hervorragende Kompetenzen sowohl im organisatorischen als auch im sozialen Bereich erworben und bringt damit sehr gute Voraussetzungen für die vielfältigen Aufgaben einer Geschäftsführung mit. Sie ist offen für Anregungen und Kontakte jeglicher Art und freut sich auf eine gute weitere Zusammenarbeit.
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Osterkurs ausgebucht
[10.02.2006] So schnell ging’s noch nie – knapp vier Wochen vor dem offiziellen Anmeldeschluss ist der Osterkurs des Bund Deutscher Zupfmusiker LV Bayern vom 17. bis 22. April 2006 bereits ausgebucht. Organisationsleiterin Bianca Brand freute sich über die schnellen Anmeldungen: »Der Kurs ist einfach ein Top-Angebot für Gitarren- und Mandolinenspieler/innen in Bayern. Hohes musikalisches Niveau und jede Menge Spiel und Spaß sind eine Kombination, die die Kursplätze weg gehen lässt wie warme Semmeln.«
Die rund 35 Teilnehmer können sich auch in diesem Jahr wieder auf ein breites Lehrangebot im Einzelunterricht und Ensemblespiel, bei der Vermittlung von Musiktheorie, im Forumsunterricht und bei weiteren musikalischen Zusatzveranstaltungen mit engagierten Dozenten freuen. Das Eröffnungskonzert werden diesmal Oliver Kälberer und Clemer Andreotti gestalten.
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Einladung zum Bayerischen Landesmusikfest 2006
[02.02.2006] Liebe Musikfreunde,
das Bayerische Landeszupforchester besteht seit 25 Jahren. Ein Vierteljahrhundert Zupfmusik auf hohem Niveau, mit viel Freude, legendären Konzerten und grandiosen Auslandsreisen – dies möchten wir auf einem Landesmusikfest mit allen Zupfmusikbegeisterten ordentlich feiern.
Alle unsere Orchester und Ensembles wurden bereits aufgerufen, an der Gestaltung des Festes vom 10.–12. November 2006 in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg mitzuwirken. Geplant sind mehrere Konzerte, diverse Ausstellungen und Workshops. Die Veranstaltung beginnt am Freitag mit dem Eröffnungskonzert um 20 Uhr und wird mit einem Abschlusskonzert am Sonntag um 10.30 Uhr enden.
Um die Vielseitigkeit und Lebendigkeit des Landesverbandes zu präsentieren, sollen die Darbietungen vor allem neue oder selten gespielte Werken umfassen. Die bei Landesmusikfesten aufgeführten Werke geben sowohl den Besuchern als auch den teilnehmenden Spielern und Dirigenten die Möglichkeit, sich über Neuerscheinungen zu informieren. Wir sind deshalb bestrebt, das breite Spektrum der Zupfmusik möglichst vollständig aufzuzeigen. Wir freuen uns auf ereignisreiche Zupfertage in Hammelburg.
Herzlichst Ihr
Joachim Salzmann
Präsident des BDZ – Landesverband Bayern
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Neue CD des Bayerischen Landeszupforchesters: »Marktklänge«
[02.02.2006] Die zahlreichen musikalischen Bausteine, die der Komponist Rami Al-Regeb in seinem dem BLZO gewidmeten Werk Sug Al-Safafir in Fall verarbeitet, um einen orientalischen Basar zu beschreiben, lassen sich gut mit der breiten Angebotspalette der neuen CD des Bayerischen Landeszupforchesters vergleichen.
Das von Al-Regeb sehr farben- und klangreich inszenierte Stück, das das Hämmern, Schmieden und viele andere Handwerkstätigkeiten musikalisch in Szene setzt, besteht sicherlich aus ebenso zahlreichen Klangquellen, wie die von den Akteuren des Orchesters, sowie den Solisten Michael Tröster (Gitarre), Sabina Spath (Klavier) und Bastian Brand (Perkussion) eingebrachten musikalischen Kreationen. Unter der Leitung von Dominik Hackner erlebte das Orchester bei der Einspielung im Herbst hinsichtlich Teamgeist und Präzision ein Highlight in der nun 4-jährigen Zusammenarbeit mit dem jungen Dirigenten. Mit viel Geschick, Engagement aber auch viel Humor kitzelte er aus jedem Beteiligten ein Höchstmaß an Konzentration und schönen Tönen hervor.
Mit der aktuellen CD »Marktklänge« präsentiert sich das Bayerische Landeszupforchester aber nicht nur in einer beeindruckenden Spiellaune und Harmonie, sondern auch auf hohem musikalischem Niveau. Eingespielt wurde ein bunter Reigen aktueller und neuerschienener Zupfmusikliteratur:
Dominik Hackner: »Sketch-Book«
Rami Al-Regeb: »Sug Al-Safafir in Fall«
Marcel Wengler: »Konstellationen«
Valdo Preema: »Epigonics«
Raimo Kangro: »Modus« für Klavier & Zupforchester
Eduardo Angulo: »Il sogno del pesciolino« für Gitarre & ZO
Valdo Preema: »Sincerely«
Die CD erscheint unter dem Label Vogt & Fritz Sound und ist zum Preis von € 16,50 erhältlich.
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Tag der Zupfmusik in Heimbuchenthal
Bezirksmusikfest Unterfranken glänzt auf hohem Niveau
[07.12.2005 • Salzmann/Mangels] Zu ihrem 10-jährigen Bestehen haben die Mandolinenfreunde Spessartzupfer Heimbuchenthal in November gleich ein ganzes Bezirksmusikfest ausgerichtet. Insgesamt 180 Musikerinnen und Musiker aus Unterfranken präsentierten Zupfmusik vom Feinsten und machten das Fest zu einer stimmungsvollen Begegnung. Neben den Gastgebern sorgten Orchester aus Arnstein, Haibach, Lohr, Mömlingen, Schweinfurt und Zeil sowie der Gitarrist André Herteux aus Rechtenbach für eine breite Palette unterschiedlicher Stilrichtungen im Rahmen von zwei Konzerten. Als ein Erlebnis auf hohem Niveau bezeichnete Joachim Salzmann, Präsident des BDZ Landesverband Bayern, die Veranstaltung, auf der von Bartók bis Beatles alles zu hören war. Ob klassisch oder traditionell folkloristisch: die örtliche Presse war von den beiden Konzerten begeistert und verglich die Veranstaltung mit einem phantastisch bunt schillernden Bild.
Den Anfang im Nachmittagskonzert machten die Gastgeber des Festivals. Unter Dirigentin Sabine Geis spielten sie Drei heitere Epigramme, nach Johann Wolfgang von Goethe von Richard Rudolf Klein. Die Texte wurden vom örtlichen Pfarrer rezitiert. Danach begeisterten sie ihre Zuhörer mit traditioneller osteuropäischer Musik. Das Zupforchester Arnstein unter der Leitung von Bianca Brand zeigte sein Können mit einer Irischen Suite von Bruno Szordikowski sowie der Suite Latina von Klaus Schindler. Ein ganz besonderes Highlight war sowohl für die jungen Spieler als auch das Publikum die Uraufführung der Toccata von Elke Tober-Vogt. Mit Vito Ugolinos Sinfonia G-Dur begrüßte das Zeiler Zupforchester mit seinem Dirigenten Gerhard Vogt den Saal und setzte dann einen Glanzpunkt des ersten Festivalkonzertes, denn das Concerto Nr. 2 von Olof Näslund mit der Gitarristin Bianca Brand als Solistin versetzte das Publikum in die wunderschöne Landschaft des fernen Norwegens. Den Abschluss des Konzertes machte das Zupf-Ensemble Lohr, das an diesem Tag zwar ohne seine Leiterin Petra Breitenbach spielen musste, aber mit Musik von Leopold Mozart und heiteren Klängen von Mirko Schrader und Danielle de Rover das Publikum dennoch begeisterte.
Zu Beginn des Abendkonzertes betrat das traditionelle Orchester Mandolinenfreude Haibach von Manfred Hock die Bühne und brachte nach der Konzert-Ouverture von Otto Schanno, das Concertino A-Dur von Ferdinando Carulli zu Gehör, dessen Solopart Roland Trautsch übernahm. Den Abschluss dieses Auftritts bildete das traditionelle Immer lustig. Es folgte der Beitrag des Mandolinen- und Gitarrenorchesters der Naturfreunde Schweinfurt unter der Leitung von Jürgen Klose. Die Spieler zauberten mit dem Klassiker What a wonderful world, Melancholia – Herbstimpressionen einer Eigenkomposition des Dirigenten und der wundervollen Maria Elena von Lorenzo Barvelata eine träumerische Atmosphäre. Diese nutzte André Herteux, um seine Drei Spessart-Impressionen der Fachwelt vorzustellen. Man konnte während seines Spiels förmlich die berühmte Stecknadel fallen hören, so sehr zog er das Publikum in seinen Bann. Das Quartetto con fuoco von und mit Sabine Geis weckte danach mit spritzigen Werken von Raffaele Calace, Bela Bartók und Paul Simon den Saal und machte somit seinem Namen alle Ehre. Den krönenden Abschluss des Tages boten das Zupforchester Stringendo und der junge Chor Butterfly unter der Leitung von Sabine Geis und Miriam Görl. Sie zeigten den Zuhörern, dass Zupfmusik nicht nur Klassik, Folklore und Moderne ist, sondern durchaus auch mit viel Witz und Spaß ihr Publikum mit Popmusik begeistern kann. Vor allem das Arrangement des Beatles-Songs Yellow Submarine riss die Zuhörer von den Sitzen: Eine eigens hierfür engagierte Gruppe aus Bläsern und Paukern zog als The Band durch die Stuhlreihen, aus einer Wasserflasche wurde das Signalhorn eines Dampfers, Regenmacher erzeugten Meeresrauschen und Orff’sche Instrumente sorgten für zusätzlichen Rhythmus-Kick.
Zwischen den Konzerten konnten sich alle Beteiligten mit Speis und Trank stärken, die Notenausstellung des Musikversands Thiergärtner nach neuen Stücken durchforsten und sich mit alten und neuen Bekannten austauschen. Insgesamt war der »Tag der Zupfmusik in Unterfranken« dank der Orchester, aber auch dank der großartigen Organisation in Heimbuchenthal ein voller Erfolg für jeden Teilnehmer und eine Glanzveranstaltung des BDZ-Landesverbandes.
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Kooperation Zupforchester–Ganztagsschule
[07.12.2005] Durch gesellschaftliche Veränderungen hat sich das Bild der Familie gewandelt. Eltern setzen nicht einseitig auf Familie oder Beruf, sie wünschen sich die Vereinbarkeit beider Lebensbereiche. Dies wirkt sich auch unmittelbar auf Erziehung und Unterricht in der Schule aus. Darauf hat sich die Schule einzustellen und die entsprechenden Antworten – auch über den Unterricht hinaus – zu geben.
Zur familiengerechten Förderung und Betreuung gehören neben der Mittagsverpflegung und der Hausaufgabenbetreuung auch sportliche, gestalterische und musische Aktivitäten. Kinder und Jugendliche sollen zum Beispiel die Möglichkeit erhalten, nach dem planmäßigen Unterricht zu singen und zu musizieren.
Im Rahmen der Ganztagsangebote an allgemein bildenden Schulen werden deshalb auch Musikschulen, Musikvereine und private Musiklehrer dazu eingeladen, sich an der Gestaltung der Tagesangebote als Kooperationspartner zu beteiligen.
Vor diesem Hintergrund hat sich eine Arbeitsgruppe des Bund Deutscher Zupfmusiker e.V. mit dem Thema Ganztagsangebote an Schulen beschäftigt und Handreichungen (pdf, 500 KB) zur Beteiligung von Zupforchestervereinen an der »offenen Ganztagsschule« entwickelt, die beim Aufbau einer solchen Kooperation helfen sollen.
[07.12.2005 • Joachim Salzmann] Ihnen ist sicherlich nicht entgangen, dass im Laufe der letzten Jahre die staatliche Unterstützung unserer Arbeit immer knapper geworden ist. Nur durch massive Einsparungen in der laufenden Arbeit unserer beiden Auswahlorchester und durch Kürzung der Fördermittel unsererseits, konnten wir als Verband unseren Standard bei Seminarangeboten und Fortbildungen sowie in den Auswahlorchestern bisher halten. Aus der politischen Großwetterlage lässt sich erahnen, dass die Mittel in den nächsten Jahren noch weiter gekürzt werden. Wir mussten uns deshalb schweren Herzens dazu entschließen, die Teilnahmegebühren dem aktuellen Bedarf anzupassen. Da dies nur maßvoll geschehen kann, sind wir darüber hinaus auf die Erschließung neuer Geldquellen angewiesen und sehen Chancen, Werbepartnerschaften aus der Wirtschaft und vielleicht auch Gönner aus anderen Bereichen zu finden.
Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Zupfmusikern selbst. Über die Jahre haben wir leider feststellen müssen, dass viele ehemalige Musikerinnen und Musiker den Kontakt zur Zupfmusik verloren haben. Die Altersstruktur unseres Verbandes zeigt einen deutlichen Abbruch der Mitgliederzahlen zu dem Alter, in dem Beruf und die eigene Familie in den Vordergrund rücken und zumindest für einige Zeit nicht mehr genug Raum und Muße zum Musizieren besteht. Dennoch bleibt die Jugend in den Vereinen und den Musikschulen unsere größte Chance, weiter erfolgreich zu bestehen und die Zupfmusik hoch zu halten.
Wir haben uns aus diesen Gründen dazu entschlossen, erneut einen Verein der Freunde und Förderer der Zupfmusik in Bayern zu gründen, der die rechtliche und organisatorische Basis bildet, Gelder zu erwirtschaften, die der Jugendarbeit zufließen sollen.
Wir wollen alle aktiven Musikerinnen und Musiker, deren eigene »Sponsoren« (Eltern und Großeltern etc.) und auch alle »Ehemaligen« für diese Sache gewinnen. Mit einem bescheidenen Jahresbeitrag (der dann auch steuerlich absetzbar ist) und mit der Solidarität dieser Personen wäre ein Anfang gemacht. Der Verein soll eigene Aktivitäten entfalten, z.B. Vermittlung von Konzerten oder Auftritten zu Firmenjubiläen oder Kongressen etc. So können wir sicher neue »potente« Mitglieder oder Spender gewinnen.
Um den Stellenwert dieses Vereins entsprechend darstellen zu können, haben wir schon einige Prominente aus der Zupferszene gewinnen können: so steht Michael Tröster als Präsident zur Verfügung. Wir haben bereits einen Satzungsentwurf und suchen momentan Personen, die sich in die Vorstandsarbeit einbringen wollen. Im Jahr 2006 soll – wenn alles vorbereitet ist – die Gründungsversammlung stattfinden.
Sie alle bitte ich herzlich darum, schon im Vorfeld für den neuen Förderverein zu werben. Sie selbst laden wir schon heute ein, Mitglied zu werden und so Ihre Verbundenheit mit der Zupfmusik und unserer Jugendarbeit zu zeigen.
Also unsere Bitte zum Schluss:
Schicken Sie uns Namen und Adressen aller potentiellen Mitglieder, erklären Sie persönlich Ihre Bereitschaft, mitzumachen und helfen Sie, den Förderverein zum Erfolg zu führen.
Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen für die Advents- und Weihnachtszeit
Ihr Joachim Salzmann
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Neapolitanischer Abend mit dem Vivaldi Orchester Karlsfeld
[30.11.2005 • Dr. Andrea Deininger] Aus Anlass des 5-jährigen Bestehens der Deutsch-Italienischen Gemeinschaft Germering (DIG) wurde am 18.11.2005 im vollbesetzten Orlando-Saal der Stadthalle ein neapolitanischer Abend gefeiert. Es sang Giuseppe del Duca (Tenor), begleitet vom Vivaldi-Orchester Karlsfeld und dem Chor des italienischen Kulturinstituts München. Die musikalische Gesamtleitung hatte Monika Fuchs-Warmhold, Chorleiter war Matthias Utz.
Dem Thema entsprechend gab es für die 850 Gäste italienische Canzone in unterschiedlichen Besetzungen zu hören. Mal sang der Tenor, begleitet vom Orchester, dann traten Tenor, Orchester und Chor gemeinsam auf, schließlich brillierte der Tenor mit einem kleinen Zupfensemble.
Bruno Diazzi, der Vorsitzende der Deutsch-Italienischen Gemeinschaft führte charmant durch den Abend. Das perfekte Zusammenspiel aller Musiker und die gefühlvollen, teils bekannten Lieder begeisterten das Publikum. Stürmischer Applaus war der Lohn, es wurden zwei Zugaben gesungen.
Am 02.12.2005 tritt das Vivaldi Orchester Karlsfeld bei einem weihnachtlichen Lichterabend im Gartencenter Kiefl in Gauting auf, der Beginn ist um 19 Uhr.
Zum Festakt »25 Jahre Bürgerhaus Karlsfeld« am 13.12.2005 sorgen das Vivaldi Orchester Karlsfeld und das Karlsfelder Symphonie-Orchester für die musikalische Unterhaltung der geladenen Gäste.
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Neuer Link: Tonträger etc. unserer Mitglieder
[21.11.2005] Um die Produktivität unserer Mitglieder einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, wird der Bayerische Zupfbote ab heute mit einem neuen Link auf diverse Veröffentlichungen unserer Mitglieder hinweisen. Ob Tonträger, Noten, Bücher oder Aufsätze – es ist alles willkommen. Selbstverständlich sind wir auch hier auf Hinweise unserer Leser angewiesen und bitten um möglichst viele Anregungen.
[13.10.2005] Die musikalischen Lehrgänge des BDZ LV Bayern stehen im Bundesvergleich auf höchstem Niveau. Dies wurde dem Landesverband jetzt auch auf der Tagung der Landesmusikleiter in Rudolstadt bescheinigt.
Eine von der Universität Marburg betreute Umfrage über die Fortbildungsangebote aller BDZ-Landesverbände ergab, dass in Bayern sowohl in der Breitenwirkung mit den regionalen Wochenendlehrgängen, Kinderkursen und den Laienmusikprüfungen D1–D3 auf den Oster- und Pfingstkursen als auch im professionellen Bereich mit dem Schweinfurter Seminar eine kontinuierliche und sehr gute Arbeit geleistet wird.
Derzeit gibt es beispielsweise nur fünf Bundesländer in denen spezielle Kinderkurse angeboten werden. Flächendeckende regionale Wochenendlehrgänge bieten außer uns nur noch Rheinland-Pfalz, das Saarland und Nordrhein-Westfalen an. Auch die Möglichkeit, zweimal pro Jahr eine D-Prüfung ablegen zu können, wurde lobend hervorgehoben.
Besonders erfreulich ist, dass im November 2005 wieder ein C3 Lehrgang »Orchesterleitung Zupfinstrumente« (mit staatlicher Anerkennung) in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Musikakademie Hammelburg starten wird und so die Qualifikation unserer Dirigenten gesichert bleibt.
Der Dank gilt an dieser Stelle einmal mehr allen Organisatoren und Dozenten der Lehrgänge, die sich alljährlich mit großem Engagement für die musikalische Jugend- und Weiterbildung einsetzten. Ohne sie wäre eine solche hervorragende Position auf Bundesebene nicht zu erreichen.
Weiteres Ergebnis der Umfrage war ein Wunsch nach »Specials«, die in allen Bundesländern noch mehr angeboten werden sollten. Obschon es auch hier bereits ein reichhaltiges Angebot auf bayerischen Lehrgängen gibt, ist die Musikleitung bestrebt, weitere Innovationen in die Arbeit einzuführen. Ideen sind jederzeit erwünscht, Ansprechpartner ist Landesmusikleiterin Petra Breitenbach.
Außerdem soll eine bundesweite Dozentenbörse eingerichtet werden, um den Austausch über die Ländergrenzen hinweg zu fördern und mehr Vernetzung in die deutsche Kurslandschaft zu bringen.
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Flotte Zupfer kommen ins Guinness Buch der Rekorde
[12.10.2005] Ein Weltrekord der besonderen Art gelang Ende September beim Spessart-Bundesfest in Bürgstadt: Das größte Mandolinenorchester der Welt »Die Flotten Zupfer« wurde ins Guiness Buch der Rekorde eingetragen. Mit dabei waren Spielerinnen und Spieler des Zupforchesters der Sing- und Musikschule Lohr und der Mandolinenfreunde Haibach.
Insgesamt 392 Zupfmusiker zwischen 7 und 81 Jahren aus Bayern und Hessen waren anlässlich des Spessart-Festivals an der Mainhölle angetreten und spielten unter der Leitung von Helmut Arnold den Marsch »Gut Klang«, »When I’m Sixty Four« von den Beatles, und unterstützt durch den Gesang des Publikums das Frankenlied und das Spessartlied. Zeugen des Weltrekordversuchs waren der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Zöller, die Landräte von Miltenberg und Aschaffenburg, der Bürgermeister von Bürgstadt. Über 600 mitgereiste Fans, sowie zahlreiche Wandergruppen des Spessartvereins sorgten für ausgelassene Stimmung bei diesem einmalige Unternehmen.
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Vivaldi Orchester Karlsfeld in der Toskana
[28.09.2005 – Dr. Andrea Deininger, Ulrike Pobel] Ein schönes landwirtschaftliches Gut bei Riparbella, ca. 30 km westlich von Volterra war das Ziel der diesjährigen Konzertreise des Vivaldi Orchesters Karlsfeld. Hier waren die Vivaldis bereits 2002 als Feriengäste untergebracht gewesen und so begeistert, dass aufgrund der Erzählungen dieses Jahr viele Freunde und Familienangehörige mit dabei sein wollten. So kam eine stattliche Gruppe mit insgesamt 62 Personen im Alter zwischen 4 und 80 Jahren zusammen. Im Landgut Riparbella gab es Wohnungen unterschiedlicher Größe, ideal für Familien oder auch bunt gemischte Wohngemeinschaften, 2 Pools, Grill- und Tennisplatz sowie ein Restaurant.
Die ersten Angekommenen hatten bereits einen Begrüßungsrotwein beim nahegelegenen Weinbauern besorgt, und so wurde der erste Abend gleich sehr gemütlich. Am zentralen, großen Steintisch reichte der Platz nicht für alle, so dass jeden Abend Tische dazugebaut werden mussten. Die gemeinsamen Aktionen wie Grillen, Weintrinken, Singen und natürlich Gitarrespielen waren dann immer sehr unterhaltsam, die Stimmung in der relativ großen Gruppe war prima.
Die Tagesabläufe wurden, mit Ausnahme der fixen Probentermine, je nach Lust und Laune gestaltet. Ob Besichtigungstour, Baden im nur 10 km entfernten Meer, Relaxen in der Anlage oder Action am Pool, jeder fand hier die passende Betätigung. Musiziert wurde natürlich auch kräftig, und abends saßen dann alle aktiven und passiven Vivaldis wieder zusammen.
Als Ehrengäste des Kulturvereins Volterra besuchten das Orchester und seine Begleitung zunächst das historische Stadtfest mit Fahnenschwingerwettbewerb. Auf dem Rathausplatz, einem der schönsten Italiens, durfte die Gruppe auf der Tribüne Platz nehmen und wurde vom Veranstalter besonders herzlich begrüßt. Gleichzeitig rührte er auch noch kräftig die Werbetrommel für das Konzert des Vivaldi Orchesters, das wenige Tage nach dem Stadtfest stattfinden sollte.
Insgesamt wurde dreimal geprobt und zur Freude von Monika Fuchs-Warmhold, der musikalischen Leiterin des Orchesters, klappte das Programm trotz vierwöchiger Sommerpause sehr gut. Beschwingt und voller Vorfreude fuhren Spieler und Begleiter zum Konzert nach Volterra. Zunächst waren alle überwältigt vom wunderschönen Konzertsaal, dem Teatro Persio Flacco. Hier gab es Platz für ca. 300 Zuhörer und so viele besuchten dann tatsächlich auch das Konzert.
Zuerst hörten die Zuhörer Tabulaturen aus der Renaissance, Tänze und Trinklieder. Christine Hupfauf, eine Spielerin des Orchesters, sang anschließend mit schöner klarer Mezzosopranstimme drei englische Lautenlieder von John Dowland aus dem 17. Jahrhundert. Den Höhepunkt des ersten Teils bildete ein Konzert für zwei Mandolinen und Orchester von Antonio Vivaldi. Katrin Nozicka und Reinhard Pobel gelang nach dem ersten Satz ein gefühlvolles Largo gefolgt von einem schwungvollen Allegro. Der Gitarrenchor spielte nach der Pause eine zeitgenössische Kalimba von Jürg Kindle. Mit italienischen Canzones klang der Abend aus. Monika Fuchs Warmhold leitete engagiert und routiniert das Orchester. Die Zuhörer waren begeistert und zeigten dies mit langanhaltendem Applaus, so dass drei Zugaben gespielt wurden.
Anschließend waren alle Spieler mit ihren Familien und den Kulturverantwortlichen der Stadt Volterra zum gemeinsamen 4-Gänge-Menu eingeladen. Ein unvergesslicher Abend für alle! Für das Jahr 2006 wurde die Karlsfelder bereits wieder eingeladen, in Volterra ein Konzert zu geben.
Am letzten Urlaubstag in Riparbella wurde mit einem Brunch ein 100jähriger Geburtstag gefeiert: Mandolinenspielerin Carola wurde 20 und die älteste Teilnehmerin, Irmi Blechschmidt, 80 Jahre. Irmi war 1986 Gründungsmitglied des Fördervereins des Vivaldi Orchesters. Seither begleitet sie die Musiker auf vielen Reisen und Konzerten.
Die Woche – hier waren sich alle einig – ist viel zu schnell vergangen. Die Stimmung war trotz diverser Regengüsse zwischendurch immer bestens. Nun freuen sich alle auf einen Riparbella-Abend, an dem mit vielen Fotos und Filmen die schönen Erinnerungen wieder aufgefrischt werden.
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Feiner Klangzauber, delikat instrumentiert
Bayerisches Landes-Jugend-Zupforchester in Stadtbergen
[Augsburger Allgemeine Zeitung vom 13.09.2005. Von Erna Aumann.]
Mandoline ist in unseren Breiten nicht unbedingt ein gebräuchliches Instrument. Dass es aber durchaus hörenswerte Konzertmusik dafür gibt, bewies das Bayerische Landes-Jugend-Zupforchester bei einem mitreißenden Konzert im Stadtberger Bürgersaal.
»Zauber der Klänge« trugen die besten Mandolinenspieler Bayerns ins Augsburger Land. Zwar hatten sich nur rund 60 Zuhörer eingefunden – diese wurden aber durch das musikalische Können und die künstlerische Qualität der dargebotenen Stücke bestens unterhalten. Eindrucksvoll geleitet wurden die 35 jungen Musiker von ihrem Dirigenten Oliver Strömsdörfer. Das Bayerische Landes-Jugend-Zupforchester spielt in der traditionellen Besetzung der romantischen Mandolinenorchester. 16 Mandolinen, drei Mandolen, 15 Gitarren und eine Bassgitarre. Die Musiker haben sich für alle musikalischen Richtungen geöffnet, sowie für alle Epochen und Stile. Dass das Ensemble zu Recht als Preisträger aus dem Wettbewerb »Jugend musiziert« hervorging, bewies das eineinhalbstündige Konzert.
Sie eröffneten mit »Ein gut Dantzerei« von Elke Tober-Vogt (geboren 1957), einer Tanzfolge mit Melodien aus Polen, Schottland, England, Ungarn und Deutschland. So wurden, dank des grandios aufspielenden Ensembles, vergessene mittelalterliche und Renaissance-zeitliche Tanzsätze zu neuem, modern angehauchtem Leben erweckt. Wunderschön erklang das Concerto Nr. 3 des schwedischen Komponisten Olof Näslund (1952). Dieses Werk bot unter anderem ein wuchtiges und Temperament geladenes Allegro molto und Larghetto, das sich aus chromatischen Akkorden aufbaute. Das Finale schließlich bestand aus einem synkopierten Allegro assai. Einen begeisterten Sonderapplaus erntete dabei der Sologitarrist Felix Mack.
Auf einen arabischen Markt entführte der Dirigent Musiker und Zuhörer mit »Sug Al-Safafir in Fall« des in Bagdad geborenen zeitgenössischen Komponisten Rami Al-Re. Das Werk ist eine glutvolle Schilderung der bunten, exotischen orientalischen Welt in raffinierter Kombination arabischer mit westlich-klassischer Musik. Hier glänzte der hervorragende Percussionist Silvan Wagner. Von Letzterem stammte auch eine »Suite Medieval« – ein tief melancholisches Trauerlied des Tristan, gefolgt von einem rasant überschäumenden Trotto. Das Stück klang aus in La Manfredina, einem zärtlichen Liebeslied, eingeleitet von den Mandolinen und übernommen von den Gitarren in lodernder Fröhlichkeit und ausgelassenem Tanzrhythmus.
Nach der Pause erschien das »Aramis Quartett«. Anna Torge und Antje Wolff (Mandolinen) sowie Silvan Wagner und Oliver Strömsdörfer (Gitarren) zelebrierten in spürbarer Achtung vor Johann Sebastian Bach, Präludium und Fuge BWV 859 mit berührender Vornehmheit. Im Anschluss daran gab’s einen virtuos flirrenden »Luftwirbel«, den Dorothea Hofmann musikalisch mit allen instrumentalen Raffinessen gespickt hatte. Zum Endspurt hatte der Chef »Tres Piezas de Sudamérica« von Markus Kugler ausgesucht. Sein Kammerensemble spielte zunächst einen heißblütigen Tango infernal und eine edle Milonga. Bei der Samba schließlich prasselte das südliche Feuer so stark, dass es das Publikum beinahe von den Stühlen riss.
Auf die »grüne Insel« führte dann eine »Irish Folk Suite«, bestehend aus mitreißenden Jigs und Reels – ein überzeugendes Beispiel, wie ansteckend irisches Temperament sein kann. Das Publikum zeigte sich derart begeistert, dass es als Zugabe noch ein italienisches Amore e dolore geboten bekam.
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Kunstminister Thomas Goppel genehmigt rund 426.000 Euro für die Bayerische Musikakademie Hammelburg
Rund 426.000 Euro hat Kunstminister Thomas Goppel für die Bayerische Musikakademie Hammelburg genehmigt. »Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert leistet die Musikakademie Hammelburg wertvolle Arbeit als zentrale Stätte der Weiterbildung und der Begegnung für alle Bereiche der Musik«, erklärte Goppel am 20. September in München. »In den bayerischen Musikakademien laufen viele Fäden des Musiklebens zusammen und werden zu neuen Mustern verwoben«, so der Minister weiter. Die Musiker, die mit ihren neuen und besser ausgebildeten Fähigkeiten aus den Akademien wieder ins Land hinausgingen, seien Impulsgeber für die knapp eine Million Laienmusiker in Bayern.
Die Musikakademien verbinden musikalische Bildung und Ausbildung und sind Kristallisationspunkte des Musiklebens in ihrem jeweiligen Einzugsbereich. Sie dienen vor allem der musikalischen Bildung im Rahmen der Schulungsarbeit der Laienmusikverbände, stehen aber auch den Vereinigungen und Verbänden professioneller Musiker und Musiklehrer für Fortbildungsmaßnahmen zur Verfügung. Als bundesweit erste Musikakademie wurde im Jahre 1980 die Musikakademie Hammelburg von der Bayerischen Staatsregierung gegründet. In den Jahren 1984 und 1999 folgten die bayerischen Musikakademien in Marktoberdorf und in Alteglofsheim. Rund 10.000 Menschen begegnen sich jährlich an den bayerischen Musikakademien in musikalischen Kursen und Projekten, hierunter auch viele junge Menschen, deren Entwicklung nach allen wissenschaftlichen Erkenntnissen durch musikalische Erziehung positiv beeinflusst wird.
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Einladung zur Mitgliederversammlung des BDZ LV Bayern e.V.
am Dienstag, 01.11.2005 um 15 Uhr
in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg
Tagesordnung
Begrüßung
Feststellen von Anwesenheit und Stimmkraft
Tätigkeitsbericht des Präsidiums mit Kassenbericht
Entlastung des Präsidiums
Neuwahl der Geschäftsführung
Bericht von der Bundesdelegiertenversammlung im September (Neuigkeiten, Änderungen)
Vorschau Eurofestival Mai 2006 und Landesmusikfest November 2006
Vorbereitung zur Gründung eines Vereins der Freunde und Förderer der Jugendarbeit im BDZ Bayern
Verschiedenes
Diese Einladung zur Mitgliederversammlung entspricht Art. 8 der Satzung des Landesverbands Bayern und ist somit rechtsgültig. Anträge zur Landesmitgliederversammlung sind schriftlich spätestens 3 Wochen vor der Versammlung beim Präsidenten einzureichen.
Lohr am Main, 11. September 2005
gez.
Joachim Salzmann
Präsident des BDZ – Landesverband Bayern
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Rund 3,1 Mio. Euro für Laien- und Volksmusik in Bayern
Mit rund 3,1 Mio. Euro fördert der Freistaat Bayern in diesem Jahr die Laien- und Volksmusik. Die staatliche Förderung trägt laut Kunstminister Thomas Goppel dazu bei, dass die Laien- und Volksmusik vor allem im ländlichen Raum das kulturelle und gesellschaftliche Leben in den Kommunen weiter mitgestalten und bereichern kann.
Von den rund 2,5 Mio. Euro, die für die Laienmusik zur Verfügung stehen, erhalten 23 bayerische Blasmusik-, Chor- und sonstige Instrumentalverbände einen Zuschuss von über 1,5 Mio. Euro. Die Mittel dienen beispielsweise der finanziellen Unterstützung von Fortbildungsmaßnahmen, Musikwettbewerben, bedeutsamen Konzertveranstaltungen oder Konzertreisen bayerischer Laienmusikensembles ins Ausland und dem Erwerb von Noten und Instrumenten.
In Bayern engagieren sich eine halbe Million Musizierende in über 11.000 Ensembles unter dem Dach des Landesverbandes Singen und Musizieren in Bayern. Zusammen mit den nicht vereinsmäßig organisierten Laienmusikern liegt die Zahl der Musikerinnen und Musiker in Bayern bei mehr als einer Million.
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»Kleine« und »Große« mischten sich
BLJZO und BLZO bei gemeinsamer Arbeitstagung erfolgreich
[28.07.2005] Nach zweijähriger Vorbereitung konnte endlich ein lang geplantes Vorhaben in die Tat umgesetzt werden: Eine gemeinsame Arbeitstagung der beiden Auswahlorchester des BDZ-Landesverbandes Bayern.
So trafen sich in den Pfingstferien das Bayerische LandesJugendZupfOrchester und das Bayerische LandesZupfOrchester in Kastell Windsor nahe Regensburg zum gemeinsamen Proben. Das BLJZO reiste bereits zwei Tage früher an und bereitete sich mit seinem künstlerischen Leiter Oliver Strömsdörfer auf das gemeinsame Konzert am 28. Mai vor, bei dem beide Orchester sowohl getrennt als auch zusammen auftreten sollten. Als das BLZO unter der Leitung von Dominik Hackner hinzu kam, wurden vorrangig die von den beiden Dirigenten ausgewählten gemeinsamen Stücke geprobt.
Das BLJZO hatte die »Suite Medieval« von Silvan Wagner ausgewählt, was den Musikern die Möglichkeit gab, ein Werk gemeinsam mit dem Komponisten einzustudieren. Wagner, Dozent des BLJZO, verstand es in einer lehrreichen Einführung, sowohl den höfischen als auch den theologischen Charakter mittelalterlicher Musik zu verdeutlichen. Oliver Strömsdörfer konnte die nun knapp 60 Musiker in kürzester Zeit zu einer Einheit formen, so dass die Melodien aus der Entstehungszeit mehrstimmiger Musik im Konzert hervorragend vorgetragen wurden.
Dominik Hackner studierte mit den beiden Orchestern das Werk »Sug Al-Safafir in Fall« des irakischen Komponisten Rami Al-Regeb ein. Es beschreibt mit westlichen Ausdrucksformen den Lärm der Kupferschmiede im Markt von Bagdad. Ergänzt mit wesentlichen Schlagwerkeinwürfen präsentierten sich die Musiker dabei spielfreudig und bestens vorbereitet. Das Konzert wurde damit zu einem wahrem Ohren- und Augenschmaus und es war schön zu sehen (und zu hören), dass es keine »Kleinen« und »Großen« gibt, sondern einfach Musizierende in verschiedenem Alter, die unter hervorragender Leitung der zwei Dirigenten praktisch verschmolzen.
Auch abseits von Konzert und Proben verstand man sich gut und bewies Kondition. Nur beim Fußballspielen ging dem BLZO gegen Ende »die Luft aus«. Zur Pause noch 2:0 führend, mussten sich die Erwachsenen den Jugendlichen am Ende mit 2:3 geschlagen geben (der Fairness halber muss zugegeben werden, dass die Jugendlichen mit 14 Personen auf dem Platz standen, die Erwachsenen aber mit nur 9 Personen …). An den anderen Abenden wurden – dank des Wetters draußen im Gras sitzend – zusammen Lieder gesungen (natürlich mit Gitarrenbegleitung) oder über frühere Zeiten geplaudert; immerhin spielten viele der heute im BLZO Mitwirkenden vor einigen Jahren selbst im Jugendorchester. Eine gelungene Arbeitsphase, die Lust auf mehr macht und bestimmt eine Fortsetzung finden wird.
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Mandolinenartistinnen und Gitarrendompteure
[07.03.2005] »Im Zirkus tönt so allerlei: Ohren auf – Manege frei!« – Unter diesem Motto trafen sich Anfang März über 30 Gitarren- und Mandolinenschüler der Sing- und Musikschulen Schweinfurt, Gerolzhofen und Volkach im Schullandheim Reichmannshausen.
Die sieben- bis elfjährigen Musikschüler erhielten Einzelunterricht auf ihrem Instrument und machten erste Erfahrungen im Orchesterspiel und in einem kleineren Ensemble. Viel Spaß hatten die Kinder auch beim Liederbegleiten, beim Notenquiz und am Programmpunkt »Rhythmus und Bewegung«. Zwischendurch wurde gebastelt, gespielt und an Zirkusvorträgen geübt. Am Sonntag im Abschlussvorspiel waren die Eltern ganz begeistert über das, was ihre Sprösslinge gemeinsam mit den Dozenten Petra Breitenbach, Roland Eckert, Rainer Vollmann und Johannes Wagner erarbeitet hatten. Alle Teilnehmer sind schon neugierig auf das Motto im nächsten Jahr, wenn sie wieder zu »Musik, Spiel und Spaß für Kinder« nach Schaippach kommen.
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BLJZOler erreichen Ersten Preis mit Neuer Musik
[01.02.2005] Der Wettbewerb Jugend musiziert motiviert Jahr für Jahr viele junge Musikerinnen und Musiker zu besonderen künstlerischen Leistungen. So haben in der Vergangenheit auch viele Gitarren- und Mandolinenspieler aus Bayern am Wettbewerb teilgenommen und in den Regional-, Landes- und Bundesausscheidungen regelmäßig hervorragende Platzierungen erreicht. Dass dies nicht nur in der Kategorie Zupfmusik möglich ist, sondern Zupfinstrumente auch in anderen Wertungen groß heraus kommen können, haben jetzt zwei Spieler des Bayerischen LandesJugendZupfOrchesters bewiesen.
Der 18-jährige Florian Salzmann aus Lohr (Mandoline) und die 20-jährige Monika Väth aus Würzburg (Gitarre) präsentierten sich beim diesjährigen Regionalwettbewerb als Duo in der Wertung »Neue Musik«. In dieser Kategorie sollen neueste Kompositionen vorgestellt werden und anspruchsvolle Werke in unkonventioneller Tonsprache auf hohem künstlerischem Niveau dargeboten werden. Die beiden meisterten dies mit Bravour und erspielten sich mit 24 Punkten und dem Prädikat »hervorragend« einen 1. Preis.
Florian Salzmann wird an der Sing- und Musikschule Arnstein von Bianca Brand unterrichtet, nachdem er lange Zeit Schüler von Petra Breitenbach an der Musikschule Lohr war. Schon mehrmals nahm er an verschiedenen Wettbewerben teil und konnte dort erstklassige Preise erzielen. Seine Duo-Partnerin Monika Väth wird an der Musikschule Würzburg von Clemer Andreotti ausgebildet. Brand und Andreotti bereiteten die beiden Schüler auf den Wettbewerb vor und schulten ihr technisch-musikalisches Können ebenso, wie die Qualität des Zusammenspiels und die Bühnenwirksamkeit.
Auf dem Landeswettbewerb in Hof wird das Duo erneut die Werke präsentieren, mit denen es auf der Regionalebene erfolgreich war. Dabei ist das Werk des jungen Komponisten Silvan Wagner hervorzuheben, das die beiden Musiker mit großer Ausdruckskraft und Virtuosität präsentierten. Einmal fröhlich, zum anderen melancholisch gestalteten sie einzelne Phrasen und ließen ihrer Begeisterung am Spiel freien Lauf. Bei den anderen beiden Werken der Komponisten Otto Jezek und Oliver Kälberer zeigten die Zupfmusiker vor allem ihr rhythmisches Können, immer wieder mussten sie »aus einem scheinbaren Chaos von Motiven« Melodien herausarbeiten und dem Zuhörer näher bringen. Teilen höchster Spannung folgten Phasen völliger Ruhe, in der beide Stimmen homogen erklangen.
Gespannt darf nun die Ausscheidung in Hof erwartet werden, bei der sich Mandoline und Gitarre gegen teils ungewöhnliche Instrumentenkombinationen oder den Einsatz von Klangverstärkern und Klangveränderungen (vom Tonband über Klangverzerrer bis hin zu computergesteuerten elektronischen Klangeffekten) durchzusetzen haben.
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95 Jahre Mandolinen- und Gitarrenverein Noris Süd
Ältestes Zupforchester Bayerns feiert großes Festkonzert mit 250 Gästen
[23.11.2004] Unter dem Motto »Eine musikalische Weltreise« präsentierte sich der Mandolinen- und Gitarrenverein Noris Süd Ende Oktober in seinem großen Jahreskonzert. Die Nürnberger haben seit Ihrer Entstehung schon viele Jubiläen feiern können, die Zahl indes wird immer imposanter: Mit 95 Jahren ist der MGV das älteste aktive Zupfensemble in Bayern.
Thomas Hammer, Claudia Ströhlein, Roland Stützinger, Willi Wiedemann, Hildegard Löffler, Horst Schiller, Joachim Salzmann
Das von der langen erfolgreichen Tradition und vielen persönlichen Freundschaften getragene Orchester erreichte wieder ein großes und treues Publikum – das Jubiläumskonzert war mit 250 Besuchern bis auf den letzten Platz ausverkauft. Zu den Gästen zählten unter anderem der Präsident des Bundes Deutscher Zupfmusiker Joachim Salzmann, Geschäftsführerin Claudia Ströhlein und der Bezirksvorsitzende des BDZ für Mittelfranken Dr. Thomas Hammer. Sie gratulierten dem Orchester – allen voran dem Vorsitzenden Willi Wiedemann – zum eindrucksvollen Jubiläum und ehrten Hildegard Löffler und Roland Stützinger für 25 Jahre aktives Spielen im Orchester. Viele Aktive gehören dem Ensemble schon seit Jahrzehnten an. Ein besonderer Dank galt Horst Schiller, der nach über 21jähriger musikalischer Leitung des Orchesters seinen Dirigentenstab zum Jahresende aus gesundheitlichen Gründen niederlegen muss.
Das Konzert wurde – wie in den vergangenen Jahren – ein großer Erfolg. Moderiert von Heinz Kelber begab sich das Orchester in gewohnter Leidenschaft auf die »Weltreise«, eindrucksvoll unterstützt von Petra Wiedemann (Solo-Mandoline), Hildegard Löffler (Solo-Mandola), Reinhard Burg (Solo-Mandola), Birgit Schiller (Solo-Gitarre), Eva Schiller (Violine) und Julia Wiedemann (Violine). Mut zum Besonderen zeigte die Noris mit dem Auftritt von Monika Jenning. Zu den Klängen der Komposition »Arabien« von Gustav Lüttgers bot sie mit ihrem orientalischen Tanz eine gelungene optische Überraschung.
Wir wünschen der Noris Süd auch weiterhin alles Gute und frohes Schaffen und freuen uns auf die 100ste! Das Ensemble ist mit jährlich zehn Auftritten, darunter regelmäßig auf dem Nürnberger Altstadtfest, aus dem Kulturleben der Frankenmetropole nicht weg zu denken.
[18.10.2004] Das Musikforum Schweinfurt veranstaltet vom 4. bis 7. Mai 2005 wieder einen internationalen Mandolinenwettbewerb. Als Hommage an den vor einiger Zeit verstorbenen japanischen Komponisten und guten Freund zahlreicher bayerischer Zupfmusiker Yasuo Kuwahara trägt der Wettbewerb dessen Namen. Die Ausschreibung mit allen Informationen ist beim Veranstalter erhältlich: Musikforum Schweinfurt, Friedrich-Stein-Str. 10, 97421 Schweinfurt/Deutschland. Anmeldeschluss ist der 1. Februar 2005.
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Betörend sanfte Klangwelt
Das Bayerische LandesJugendZupforchester in Langweid
[30.09.2004] Im Rahmen seiner 25. Arbeitstagung unter Dirigent Oliver Strömsdörfer gab das Bayerische LandesJugendZupfOrchester im September ein überragendes Konzert in Langweid. Dass dieser Auftritt wieder einmal viele Zuhörern zu neuen Fans der Mandolinen- und Gitarrenmusik machte, stellt der folgende Konzertbericht der Augsburger Allgemeinen Zeitung eindrucksvoll unter Beweis:
»Musik geht vielfältige Wege. Oder wer hatte schon vom Bayerischen LandesJugendZupfOrchester gehört? Nun, das ist die Elite unter den jugendlichen Gitarren- und Mandolinenspielern aus ganz Bayern, zusammengefasst unter der Leitung von Oliver Strömsdörfer (Fürstenfeldbruck), selbst mit höchsten Preisen ausgezeichneter Instrumentalist und Kammermusiker.
Preludio e Fuga von Claudio Mandonico, im neobarocken Stil komponiert, ließ zu Beginn sofort ahnen, dass bei diesem Auftritt gute, ernste Musik angesagt war. Was 12 Gitarren, 12 Mandolinen und ein Bass an Klang erzeugen können, geht weit über das hinaus, was man sich unter solcher Musik gern vorstellt. Das klingt mal hart, mal weich, wird mal kurz und heftig angerissen, dann aber liegt im gesamten Raum ein Zauber von betörenden Klängen, ohne dass man die Finger hört. Ein einziges Instrumentarium meint man vor sich zu haben.
In der Suite Medieval erklangen vier mittelalterliche Melodien aus dem Italien des 14. Jahrhunderts, eigens arrangiert für das Orchester. Die Weise Lamento di Tristano zählt zu den bekanntesten Melodien aus der Zeit, nicht zuletzt aufgrund ihres durchgehenden Einsatzes für Film- und Fernsehproduktionen seit Beginn des Tonfilms. Die überaus lehrreiche kurze Einführung in das Werk durch den selbst im Orchester mitwirkenden Arrangeur der Suite, Silvan Wagner, half bei der Vorstellung sowohl des höfischen, als auch des theologischen Charakters von mittelalterlicher Musik.
Einen wahren Glanzpunkt vor der Pause setzte die Suite mexicana des 1954 geborenen Mexikaners Eduardo Angulo. Einmal entschieden fröhlich, festlich, von sprühendem Witz, zum anderen tief bewegt und melancholisch, versprühte das Orchester eine Leidenschaft und Süße, die vom Publikum mit frenetischem Beifall aufgenommen wurde.
Mit Antonio Vivaldi kehrten die Musiker in europäische Klangstrukturen zurück. Das Konzert G-Dur RV 532, eine Originalkomposition für zwei Solomandolinen und Orchester, bestach durch Heiterkeit, ja Ausgelassenheit im besten Sinne. Hier wurde lebendig phrasiert, dynamisch fein gestaltet, eine schwungvolle, lebendig vorwärts drängende Interpretation, hörbar am Vorbild der beispielgebenden Einspielungen von i Musici orientiert. Die Solistinnen Anna Torge und Antje Wolff verliehen dazu ihrem Part einen geradezu freudig springenden Rhythmus, der die Begeisterung und das Vergnügen am Spiel ausstrahlte.
Die folgende fünfteilige Roscommon Suite des legendären irischen Harfenisten Turlough O’Carolan aus dem 18. Jahrhundert zeigte die Wandlungsfähigkeit des LandesJugendZupfOrchesters: trotz des barocken Flairs der Folk-Tunes – O’Carolan orientierte sich an den Größen seiner Zeit, Vivaldi und Corelli – strömte plötzlich Wärme, Verträumtheit und heitere Festlichkeit.
Zum Abschluss ehrte das Orchester den renommiertesten und kürzlich verstorbenen japanischen Komponisten für Mandoline, Yasuo Kuwahara mit der Aufführung seines Song of Japanese Autumn. Als eine Art szenische Darstellung des Frühherbstes in Japan mit Regen und Wind in allen Stärken und Facetten zeichnete Oliver Strömsdörfer ein imposantes Tongemälde mit grandiosen Steigerungen und Stimmungsumschwüngen. Nach einer in sich gekehrten Solomandolinenkadenz verklang die Coda im entschwindenden pianissimo eines feinen japanischen Nieselregens.«
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Kompositionspreis für Oliver Kälberer
[27.09.2004] Udawálawe – die neueste Komposition von Oliver Kälberer ist beim Kompositionswettbewerb des Logroño-Festivals 2004 mit einem zweiten Preis ausgezeichnet worden.
So ungewöhnlich wie der Name ist auch die Entstehungsgeschichte des Werkes:
Anfang des Jahres, als Oliver Kälberer in Madras/Südindien weilte, erreichte ihn dort eine eMail von Carlos Blanco, dem Leiter des spanischen Bandurria-Orchesters La Orden de la Terraza aus Nájera/Rioja. Blanco bat ihn, ein Stück für sein Orchester zu schreiben, das beim Kompositionswettbewerb des Logroño-Festivals 2004 uraufgeführt werden sollte. Er hatte das Ensemble Roggenstein im vergangenen Jahr in Logroño gehört und war insbesondere von den dort dargebotenen Kälberer-Stücken begeistert. Obwohl Oliver Kälberer seit vier Jahren nicht komponiert hatte, sagte er zu – frisch inspiriert durch einen Aufenthalt in Sri Lanka über den Jahreswechsel und hier vor allem durch die Elefanten im Nationalpark Udawálawe im Süden des Landes. Nach der Rückkehr aus Indien wurde das Stück schnell fertig und trat seine Reise nach Spanien an. Das Bandurria-Orchester, das sich über die Komposition überaus gefreut hatte, war auf dem Wettbewerb natürlich hoch motiviert und holte den mit 1800 Euro dotierten 2. Platz.
Freuen kann sich auch Oliver Kälberer: Nachdem das Ensemble Roggenstein mit seinen Werken bereits dreimal mit dem Sonderpreis des Deutschen Orchesterwettbewerbs für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes ausgezeichnet worden ist, hat er jetzt seinen allerersten Kompositionspreis erhalten.
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Talentschmiede Eichenau–Olching–Roggenstein
[15.09.2004] Ihren hervorragenden Ruf als Talentschmiede für Zupfmusiker haben im Juli die Orchester aus Eichenau und Olching in drei denkwürdigen Konzerten wieder einmal eindrucksvoll bestätigt.
In ihrem traditionellen Zupforchesterkonzert begingen die Zupforchester der Kreismusikschule Fürstenfeldbruck den 30. Jahrestag ihrer Gründung durch Inge Kälberer. Drei Generationen mit Spielern im Alter von sieben bis siebzig präsentierten die ganze Vielfalt orchestralen Zusammenspiels. Besonders erfreulich war, dass mit dem Kinderzupforchester Olching unter der Leitung von Antje Wolff, dem Jugendzupforchester Olching und dem Jugendzupforchester Eichenau (beide unter der Leitung von Anna Torge) gleich drei Nachwuchsorchester in einem Konzert zu hören waren. Sie trafen hier auf die etwas reiferen Damen des Cantabile-Spielkreises unter der Leitung von Inge Kälberer und das Ensemble Roggenstein unter Oliver Kälberer, das gleichzeitig sein 25. Jubiläum feiern konnte.
Im ersten Teil des Konzertes konnten alle Formationen ihre altersgemäß hohe musikalische Qualität unter Beweis stellen. Dabei entzückten vor allem die Kleinsten mit Werken von Wolfgang Lorch und Elke Tober-Vogt. Auf dem Programm der Jugendorchester standen sowohl romantische Mandolinenmusik von Raffaele Calace als auch große Namen wie Ludwig van Beethoven, die von den »Teenies« offensichtlich gut verstanden und ausdrucksvoll interpretiert wurden. Der Cantabile-Spielkreis und das Ensemble Roggenstein rundeten das Konzert mit Werken von Valentin Rathgeber und Hans Leo Haßler bzw. Johann Sebastian Bach und Oliver Kälberer gelungen ab.
Grandioser Schlusspunkt aber war der gemeinsame Auftritt aller Orchester mit traditionellen Liedern aus Israel und Rumänien, die von Belisa Mang wunderschön arrangiert und von Anna Torge musikalisch anmutig in Szene gesetzt wurden.
Das zweite Konzert war eigentlich aus einer Sektlaune auf dem Rathausplatz in Osnabrück entstanden, als sich die aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck stammenden Preisträger des Deutschen Orchesterwettbewerbs 2004 – das Jugendkammerorchester Puchheim, das Akkordeonorchester Eichenau und das Ensemble Roggenstein – gegenseitig zu ihrem Erfolg gratulierten. In Rekordzeit war ein gemeinsames Preisträgerkonzert im stilvollen Kleinen Saal des Veranstaltungsforums Fürstenfeldbruck geplant, bei dem alle drei Orchester dem begeisterten Fürstenfeldbrucker Publikum nochmals ihr Wettbewerbsprogramm präsentierten.
Mit dem dritten Konzert ging für das Ensemble Roggenstein ein Traum in Erfüllung: Ein Auftritt im traditionsreichen und renommierten Prinzregententheater in München. Eingeladen von der Alfons-Goppel-Stiftung präsentierte sich das Ensemble im Rahmen einer Gala-Benefizveranstaltung gemeinsam mit Preisträgern diverser Musikwettbewerbe und dem weltberühmten Tenor René Kollo der Münchner High Society. Das wohl eher an Oper und Sinfonie-Konzert gewöhnte Publikum zeigte sich angenehm überrascht von den Klängen der Mandolinen, Mandolen und Gitarren. Margret Kopp, Geschäftsführerin der Alfons-Goppel-Stiftung, bestätigte diesen Eindruck in einem Dankesbrief: Es sei eindrucksvoll gewesen zu erleben, welche wunderbare Musik mit ausschließlich Zupfinstrumenten dargeboten werden könne. Der Abend habe zu den absoluten Höhepunkten der Konzertreihe gehört. Maßgeblichen Anteil daran habe das Ensemble Roggenstein.
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Bayern gratuliert Erhard Fietz
[10.09.2004] Mit einer Doppelspitze würdigte kürzlich der BDZ-Landesverband Bayern ein Multitalent der deutschen Zupfmusikszene: Zum 70. Geburtstag des Komponisten, Wissenschaftlers und Musikpädagogen Erhard Fietz waren Präsident Joachim Salzmann und Ehrenpräsident Gerhard Vogt nach Zwickau gereist, um dem Jubilar ihre besten Wünsche persönlich zu überbringen. Gerhard Vogt und Elke Tober-Vogt, die seit vielen Jahren freundschaftlich mit Erhard Fietz verbunden sind und die enge Beziehung zwischen den Zupfmusikern in Sachsen und Bayern aufgebaut haben, würdigten den Ehrenpräsidenten des Landesverbandes Sachsen als bedeutende Figur der Szene. Der stets humorvolle Jubilar hat sein Lebenswerk der Mandoline verschrieben und das Instrument zu DDR-Zeiten stets hoch gehalten. Er gilt als Motor für die Gründung des Bundes der Zupfmusiker der DDR, war langjähriger Präsident des Landesverbandes Sachsen und Mitinitiator des Roland-Zimmer-Wettbewerbs in Glauchau.
Neben vielen Ehrengästen nahm an dem Festakt auch Kurt Schwaen teil. Der bekannte Komponist hatte natürlich ein besonderes Geschenk mitgebracht: Zwei neue Stücke, die Erhard Fietz gewidmet sind und an seinem Geburtstag zur Uraufführung kamen.
Dr. Kurt Schwaen, Erhard Fietz, Gerhard Vogt, Joachim Salzmann
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Förderung für musikalisch besonders begabte Jugendliche
[17.08.2004] Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst stellt zur finanziellen Unterstützung musikalisch besonders begabter und sozial bedürftiger Jugendlicher Fördermittel zur Verfügung.
Voraussetzungen sind:
Höchstalter 20 Jahre
Wohnsitz seit mindestens einem Jahr in Bayern
Wettbewerbserfolg bei »Jugend musiziert« (mindestens 21 Punkte auf Landesebene)
Alternativ kann die musikalische Begabung durch das Gutachten einer musikalischen Berufsausübungsstätte oder durch den Leiter bzw. Fachdozenten eines Bayern weit tätigen Jugendorchesters nachgewiesen werden. Darüber hinaus muss ein Einkommensnachweis belegen, dass ohne die Bewilligung staatlicher Beihilfen die musikalische Begabung nicht weiter entwickelt werden könnte.
Gefördert werden Unterrichts- oder Fahrtkosten bis maximal 75 € monatlich oder die Anschaffung eines neuen Musikinstrumentes bis zu 20 Prozent der Kosten.
Antragsformulare sind erhältlich beim Bayerischen Musikrat: Maria-Theresia-Straße 20, 81675 München, Telefon 089 520464-0
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Würzburg–Erfurt via München
BLJZO-Quintett beim Tag der Zupfmusik in Thüringen
[27.07.2004] Auf Einladung des Landesverbandes Thüringen spielte im Juni ein Quintett aus Spielerinnen und Spielern des Bayerischen LandesJugendZupfOrchesters beim Tag der Zupfmusik in Erfurt. Der Zupfer-Event findet traditionell anlässlich des Krämerbrückenfestes in der Thüringischen Landeshauptstadt im idyllischen Hof der Musikschule statt. Joachim Salzmann, Präsident des BDZ-Bayern, lobte das hohe Niveau der musikalischen Beiträge und bezeichnete die Veranstaltung als vorbildhaftes Beispiel für einen regen musikalischen Austausch zwischen den Nachbarländern.
Hier der Bericht von Florian Salzmann:
»Als wir drei Franken, Julia Kern (Gitarre), Monika Väth (Gitarre) und Florian Salzmann (Mandola), am 19. Juni in München aus dem Zug stiegen, dachten wir uns insgeheim: ›Schon seltsam, dass man von Würzburg über München nach Erfurt fährt!‹ Wir wurden am Bahnhof schon von den zwei ›Münchnerinnen‹ Marita Kuhn und Sonja Kennerknecht (beide Mandoline) erwartet und begannen nach einem kurzen Imbiss für uns fünf Mitglieder des BLJZO die Proben. Zum Glück musste nicht viel geklärt werden, denn viel Zeit hatten wir zur intensiven Beschäftigung mit unserem Programm nicht, da wir uns gleich wieder auf den Weg machen mussten.
Doch nicht etwa nach Erfurt! Nein! Wir fuhren an diesem Abend erst mal nach Wasserburg, da unsere Mandolinistinnen dort mit dem Ensemble Roggenstein ein Konzert gaben. Also hieß es: ›Ab ins Auto!‹ und ›Los nach Wasserburg!‹
Nach einem hervorragenden Konzert, das die Herzen der anwesenden Zupfmusikliebhaber – und so auch unsere – höher schlagen ließ, fuhren wir fünf wieder zurück, da es am nächsten Morgen schon um 5 Uhr mit dem Schönheitsschlaf wieder vorbei sein sollte. So nahmen wir nach einer äußerst kurzen Nacht Kurs auf unser eigentliches Ziel und sprangen auf den Zug nach Erfurt auf. Sechs Stunden später standen wir auch schon auf dem Erfurter Bahnhof. Wir waren durch das viele hin und her an diesem Wochenende sichtlich desorientiert, da keiner wirklich das Gefühl hatte, München je wieder verlassen zu haben.
Als wir in der Musikschule ankamen, wurden wir herzlichst von Herbert Dietze begrüßt, der sich über unser Erscheinen sichtlich freute. Wir fühlten uns nach diesem warmherzigen Empfang wieder etwas wacher und erkundeten nach einer kleinen Probe die wunderschöne Innenstadt Erfurts. Kurz bevor wir auftreten sollten, fing es an zu regnen, was für eine Veranstaltung, die im Freien stattfindet, nicht gerade förderlich ist und so wurde beschlossen, ins trockene Innere der Musikschule umzuziehen. Nach dem Tumult, den ein solcher Umzug nun einmal mit sich bringt, gelang es uns dennoch, die Herzen des Publikums mit Sätzen aus den Werken Fresken von Antonius Streichart, Summertrip von Jürgen Klose und Divertimento von Eduardo Angulo eine halbe Stunde für uns zu erobern. Leider mussten wir uns kurz nach unserem Auftritt auch schon wieder verabschieden, da Verpflichtungen wie Universität, Schule oder Abiturscherz für den nächsten Tag auf dem Plan standen.
Alles in Allem war es für uns ein sehr ereignisreiches Wochenende mit sehr wenig Schlaf aber wunderschönen neuen Eindrücken! Wir würden uns einem solchen Mammutwochenende jederzeit wieder unterziehen, wenn der Grund ein solch schöner ist wie der ›Tag der Zupfmusik‹ in Erfurt.«
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Insaiter erobern Salzburg
[20.07.2004] Im Rahmen einer Konzertreise nach Österreich begeisterte das Zupfensemble Insaiter der Musikschule Gerolzhofen im Juni zahlreiche Musikliebhaber der Alpenrepublik. Im Saal des Schlosses Mattsee sowie im romantischen Saal des Stiftes St. Peter in Salzburg lauschten den Musikern unter der Leitung von Rainer Vollmann auch so bedeutende Zuhörer der »Salzburger Szene« wie der Direktor des Musikum Salzburg, Musikförderkreisvorsitzende sowie eine Abordnung des Salzburger Zupforchesters einschließlich dessen Dirigenten. Bei herrlichem Sonnenschein kam auch das Rahmenprogramm mit Besichtigung der Feste Hohensalzburg, des Domplatzes und des zauberhaften Mattsees nicht zu kurz. Zum Schluss waren sich alle Insaiter einig: Es war ein unvergessliches Erlebnis.
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Pfingstkurs 2004 – Klassik, Spaß und Latin Groove
[Petra Breitenbach, 12.07.2004] Überwiegend zehn- bis vierzehnjährige Teilnehmer trafen im Juni neugierig in der Bildungsstätte Benediktushöhe in Retzbach zum diesjährigen Pfingstkurs des BDZ-Landesverbandes Bayern ein. Kursinhalte waren wie immer: Einzelunterricht bei namhaften Dozenten (Clemer Andreotti, Petra Breitenbach, Petra Fröhlen, Oliver Kälberer, Anna Torge und Rainer Vollmann), Ensemblespiel, Konzerte, Vorträge, Theorie, Instrumentaltechnik, Forumsunterricht, Liedbegleitung und die Möglichkeit, die Laienmusikprüfung (D-Kurs) abzulegen. Für viele Teilnehmer war es der erste »längere« Kurs und sie staunten nicht schlecht über ihre eigene Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit.
Eröffnet wurde der Kurs mit einem beeindruckenden Konzert des Dozentenquartetts des Bayerischen Landesjugendzupforchesters mit Anna Torge, Antje Wolff, Silvan Wagner und Oliver Strömsdörfer in der Wallfahrtskirche Maria im Grünen Tal, zu dem sich außer den Kursteilnehmern auch eine kleine Schar Publikum einfand.
Besonderes Highlight des Stundenplans war heuer die Brasilianische Popularmusik mit Clemer Andreotti, die soviel interessierte Teilnehmer lockte, dass der Tagungsraum fast aus allen Nähten platzte. Die schwierigen Akkorde schreckten nur wenige ab (sie waren ständig auf den Gängen zu hören) und Clemer hatte mit den »Nachlieferungen« gut zu tun …
Insgesamt gab es viele lateinamerikanische und »swingende« Klänge auf dem Kurs und im Abschlusskonzert zu hören – wo es neben dem Dank an die Dozenten für ihren unermüdlichen Einsatz (viele Extraproben) auch ein dickes Lob für die Teilnehmer gab: Sie waren nicht nur besonders fleißig gewesen, sondern zeigten auch ein vorbildliches und auffallend positives Sozialverhalten, sodass der Pfingstkurs sehr harmonisch verlaufen ist.
In diesem Jahr nahmen von den insgesamt 34 Teilnehmern (Jugendliche und Erwachsene) 22 erfolgreich an der D1- bzw. D3-Prüfung teil. Erfreulich war, dass die Anforderungen im praktischen Teil fast immer weit überschritten wurden, die Prüfung also auf besonders hohem Niveau stattfand. Die Absolventen waren:
D1: Pauline Bechold, Sieglinde Dotterweich, Julian Full, Rebecca Gehrsitz, Christopher Gold, Antonia Heitmann-Gordon, Christina Hübner, Thomas Krause, Danielle Lohmann, Julian Plener, Simon Plener, Christian Römer, Lisa Scheuring, Sophie Scheuring, Jannik Schilling, Henrika Schlenker, Fabian Schmitt, Mona Schwenk, Xenia Trendel, Theresa Weis, Eva Wohlfahrt, Hedwig Ziegler.
D3: Matthias Gold
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Musikfreundschaft und Fußballrivalität
Mit dem Bayerischen Landeszupforchester durch BeNeLux
[21.06.2004] Seine erste Auslandsreise unter Dirigent Dominik Hackner unternahm das Bayerische Landeszupforchester Anfang Juni. Ziel waren unsere westlichen Nachbarländer Luxemburg und die Niederlande. Nachdem von München bis in die Pfalz Spieler und Dirigent eingesammelt waren, fuhr der Tour-Bus zunächst nach Luxemburg-Stadt. Dort hatte man ein paar Stunden Gelegenheit, sich die Beine zu vertreten und die Stadt zu besichtigen. Besonders sehenswert war der Stadtteil Grund, der in einer tiefen Senke liegt und den man über unzählige Treppenstufen oder auch per Aufzug erreicht.
Nach diesem Ausflug ging es weiter zur Unterkunft nach Larochette, wo eine mittelalterliche Doppelburg gleich alle Blicke auf sich zog. Das dortige Jugendgästehaus kann wärmstens empfohlen werden, da es ruhige und helle Zimmer bietet und man im Freien essen kann. Ein großer Spielplatz lädt auch mitreisende Kinder ein. So genoss man den Abend in entspannter Atmosphäre und bei (noch) schönem Wetter.
Am nächsten Morgen ging es aber erst einmal an die Arbeit. Das anspruchsvolle Programm mit Werken von Stamitz, Hansen, Erdmann, Gluck, Wengler, de Falla und Hackner erhielt im Kaminzimmer inmitten von Designermöbeln seinen letzten Schliff. Als man sich nach dem Mittagessen auf den Weg zum Schwimmbad von Larochette machen wollte, kam der große Wetterumschwung. Innerhalb von Minuten bezog sich der Himmel mit dunklen Wolken und es prasselten Regen und Hagel herunter. Leider begleitete diese Wetterlage das Orchester auch während der nächsten Tage.
Zunächst bleiben wir aber in Luxemburg, wo es am Abend nach Esch-sur-Alzette, eine Stadt im Südwesten des Landes, ging. Hier, fast an der Grenze zu Frankreich, war das BLZO einer Einladung von Juan Carlos Muñoz und des Ensemble à Plectre Municipal d’Esch-sur-Alzette gefolgt und gab ein gelungenes Konzert in einer hellen, festlich anmutenden Kirche. Das zahlreich erschienene Publikum bedankte sich beim Orchester mit warmem, herzlichem Applaus. Ehrengast war Marcel Wengler, der sich die Interpretation seiner Konstellationen persönlich anhörte. Nach dem Konzert wurde das BLZO in die Probenräume des Gastgeberorchesters zu Speis und Trank mit luxemburgischen Spezialitäten eingeladen. Besonders die Pflaumen-Tarte und das Erdbeer-Tiramisù blieben lange Zeit im Geschmacksgedächtnis.
Am nächsten Morgen ging es mit dem Bus durch Belgien in die Niederlande, wo man zunächst in Maastricht Station machte. Bei einer 90-minütigen Stadtführung erfuhr man Einiges zur Geschichte und zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Vorherrschende Farbe – wie überall in Holland – war orange. Die beginnende Fußball-EM warf ihren farbenfrohen Schatten voraus. So war es nicht verwunderlich, dass der bayerische Bus mit dem deutschen Nummernschild immer wieder Zielscheibe verschiedener „Deutschland – Deutschland – alles ist vorbei“-Rufe in holländischem Akzent war. Abgesehen davon konnte man sich in Maastricht gut aufhalten. Hübsche Geschäfte luden zum Bummeln ein und sogar der Regen machte während der Besichtigung eine Pause.
Am Abend kam das Orchester in Kerkrade an, wo es seine Unterkunft für die nächsten zwei Tage bezog. Besonders erstaunt war man über die Neue Straße bzw. Nieuwstraat, die genau auf der Grenze zu Deutschland liegt. Auf der einen Straßenseite war man in Holland, mit niederländischen Hausnummern und Autokennzeichen, direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite in Aachen, mit den entsprechenden deutschen Schildern. Hier dürfte das Fußballspiel Deutschland:Holland besonderes Flair gehabt haben. Die Unterkunft in Kerkrade war so hellhörig, dass einige Spieler des BLZO eine Orchesterprobe der besonderen Art abhielten: Jeder blieb in seinem Zimmer, machte die Tür zu und spielte La Vida Breve von de Falla. Und tatsächlich kam beinahe ein guter Orchesterklang dabei heraus. Dominik Hackner beschloss dann aber trotzdem, die nächste Probe im dafür vorgesehenen Gemeinschaftsraum abzuhalten.
Entsprechend gut vorbereitet begab man sich zunächst nach Valkenberg, wo das holländische Gastgeberorchester um Annemie Hermans eine interessante Höhlenführung organisiert hatte. Danach fuhr man nach Stein, wo man mit dem Orchester The Strings ein gemeinsames Konzert bestritt. Da Aachen nicht weit weg war, konnte man sich auch hier über prominenten Besuch in der Person von Marga Wilden-Hüsgen freuen. Auch Verleger Theo Hüsgen fand den Weg nach Stein, um die bayerischen Zupfer zu hören. Nach dem Auftritt waren sich alle einig, dass man eine ganz besondere Leistung vollbracht hatte. Die Stimmung war hervorragend, die Akustik perfekt und das BLZO hatte das Beste aus sich heraus geholt. (Wie man gesehen hat, nahm sich die Deutsche Nationalelf daran ein Beispiel und machte gegen Holland ebenfalls eine gute Figur.)
Der Abend klang bei vielen, wenn auch kleinen, Gläschen Gerstensaft und netten Gesprächen mit den Gastgebern aus. Zurück in Kerkrade wurde dann nochmals kräftig mit Sekt angestoßen. Zum einen, weil Mirko Schrader seinen Ausstand als Gitarrendozent im BLZO gab und zum Anderen, weil es insgesamt eine schöne Reise war.
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Musikalisches Bayern
Über 10 Millionen Euro für Bayerische Sing- und Musikschulen
Mit über 10 Millionen Euro unterstützt der Freistaat Bayern in diesem Jahr seine Sing- und Musikschulen. Musikalische Bildung und gemeinsames Musizieren seien vor allem für junge Menschen in hohem Maße persönlichkeitsbildend, betonte Kunstminister Thomas Goppel am Dienstag. Deshalb habe der Freistaat Bayern die Förderung der Sing- und Musikschulen im Jahr 2004 trotz der knappen Haushaltslage nicht gekürzt, sondern gegenüber 2003 sogar um 500.000 Euro erhöht, hob der Minister hervor. Die Musikerziehung in den Musikschulen bilde eine wertvolle Ergänzung zum regulären schulischen Musikunterricht, so Goppel. Gegenwärtig werden 219 Sing- und Musikschulen mit über 135.000 Schülern gefördert. Damit hat sich in den letzten dreißig Jahren die Zahl der Musikschulen mehr als verdreifacht, die Zahl der Musikschüler sogar fast vervierfacht. Die Verteilung der zur Förderung der Sing- und Musikschulen zur Verfügung stehenden Mittel erfolgt über den Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen in Weilheim.
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Bayerische Ensembles beim Deutschen Orchesterwettbewerb erfolgreich
[24.05.2004] Gleich zwei Orchester des Bayerischen Landesverbandes des BDZ hatten sich im November für den Deutschen Orchesterwettbewerb qualifiziert, der vom 15. bis 23. Mai in Osnabrück stattfand. Mit dem Zupfensemble Lohr und dem Ensemble Roggenstein war sowohl Nord- als auch Südbayern auf dem Bundeswettbewerb vertreten.
Die Zupforchesterwertung fand am 20. und 21. Mai in der Mehrzweckhalle der Ursulaschule in Osnabrück statt, die zwar nicht die allerbeste Akustik aber dennoch ein relativ gutes Ambiente aufweisen konnte. Insgesamt traten 13 Zupforchester aus ganz Deutschland an, deren Präsentationen von vier Fachjuroren und einer Teilnehmerjury mit je einem Spieler aus jedem Orchester sowie dem zahlreich erschienenen Publikum aufmerksam verfolgt wurden.
Die Ergebnisse wurden am Samstagmittag auf dem Osnabrücker Rathausplatz verkündet:
Das Zupfensemble Lohr erreichte mit 20,8 Punkten das Prädikat »mit gutem Erfolg teilgenommen« und war mit seiner Leistung insgesamt sehr zufrieden. Wie die Leiterin Petra Breitenbach später berichtete, hatte man sich bewusst für Werke entschieden, die vielleicht nicht unbedingt viele Punkte garantierten, aber den Musikerinnen und Musikern dafür riesige Spielfreude. Neben dem Pflichtstück »Danza de Saudade« von Dieter Kreidler spielten die Lohrer drei Sätze aus den Fresken von Antonius Streichardt und »Sevilla« von Isaac Albéniz.
Mit 24,1 von insgesamt 25 Punkten – und damit nur mit einer Winzigkeit von einem Zehntelpunkt Rückstand auf den Sieger – belegte das Ensemble Roggenstein (Zupforchester der Kreismusikschule Fürstenfeldbruck) den 2. Platz. Bereits das Beratungsgespräch mit der Jury im direkten Anschluss an den Auftritt ließ ein gutes Ergebnis erwarten. Mit Werken von Claude Debussy, Dieter Kreidler und Oliver Kälberer hatten die 16 Musikerinnen und Musiker um Oliver Kälberer die Fachjuroren tief beeindruckt. Glanzstück des Auftritts aber zwar zweifellos der erste Satz des Brandenburgischen Konzertes Nr. 3 von Johann Sebastian Bach, dessen Interpretation von allen Juroren als einzigartiges musikalisches Erlebnis bezeichnet wurde.
Das Ensemble Roggenstein ist mit insgesamt zwei ersten und zwei zweiten Plätzen innerhalb von 12 Jahren und als dreimaliger Träger des Sonderpreises für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes das erfolgreichste Zupforchester des Deutschen Orchesterwettbewerbs. Zum vierten Mal in Folge erreichte es das höchste zu vergebende Prädikat »mit hervorragendem Erfolg« (1. Preis).
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DOW: Erlebnisbericht des Zupf-Ensemble Lohr
[Elke Breitenbach] Am Donnerstag, 20.05.2004 um 9.30 ging es für das Zupf-Ensemble Lohr zum 6. Deutschen Orchesterwettbewerb nach Osnabrück. Das Ensemble nahm zum 2. Mal am Wettbewerb teil.
In drei Kleinbussen reisten wir nach Bramsche, in unser idyllisch gelegenes Hotel. Die erste Probe fand in der hoteleigenen Tennishalle statt, in der vor allem die Plättchenspieler mit ihrem »Aufschlag« glänzten. Rechtzeitig zur Probe traf auch unsere »Kleingruppe« ein, die auf das Gruppenerlebnis in den Bussen freiwillig verzichtet hatte und quer durch Deutschland sowie beinahe über Holland nach Bramsche gefunden hatte …
Am Freitag ging es nach einer kurzen Probe nach Osnabrück in die Ursula-Schule zum Wertungsspiel. Es wurde langsam Ernst. Nach einem kurzen Blick in den Wertungsraum trafen wir die letzten Vorbereitungen im Aufenthalts- und Einspielraum. Auf der Bühne ein kurzer Sound-Check, dann war es soweit. Unser Wertungsspiel verlief (bis auf die sich ständig verstimmenden Instrumente) super, es störte den angenehmen Verlauf der Orchesterreise nicht weiter. Da wir erst Freitagnachmittag spielten und nicht in Osnabrück wohnten, haben wir von den anderen Orchestern ganz wenig gehört, was sehr schade war und wir so kaum einen Eindruck vom Wettbewerb gewinnen konnten.
Leider mussten einige unserer MitspielerInnen sofort wieder abreisen. Ein schneller Sekt am Bus, Fotos und schon waren fünf Ensemble-Mitglieder wieder auf der Rückreise. Die Trauer bei den in Osnabrück gebliebenen währte nur kurz und wurde mit einem leckeren Essen beim Italiener gemildert.
An diesem Abend besuchten wir das Nachtkonzert am alten Schacht, wo uns neben einem Querflötenorchester, den Köpenicker Zupfern, einem Saxophon-Ensemble vor allem ein Perkussionsorchester tief beeindruckte. Zurück im Hotel stieg die tägliche Pyjama-Party, in der unzählige Gummibärchen ihr Leben verloren. Über den Rest wird geschwiegen.
Am Samstag vor dem Frühstück war Sport angesagt. Es wurde gewalkt, geschlafen und geschwommen. Es war nicht leicht, das Schwimmbad aus der Hand der einheimischen Rentner zu befreien, aber wir haben es geschafft. Es zeigten sich jedoch bei den Mädels blaue Flecken und die Gitarristen wiesen Kratzer auf.
Nach der Ergebnisbekanntgabe auf dem Rathausplatz war »Geschichte« bei der Varus-Schlacht angesagt. Die Führung war toll, wir lernten, dass niemand 1,50 m hohe germanische Erdwälle so leicht überrennt, was Karla (Höhe 1,54 m) schon vorher wusste. Am Abend besuchten wir den Festakt und waren mit dem auf der Bühne stehenden Teilnehmer einer Meinung: »Die Nächte waren das Beste …« beim Orchesterwettbewerb. Es folgte erneut die obligatorische Party im Hotel. Auf der Rückfahrt am Sonntag besuchten noch einige das Nixdorf-Museum (größtes Computer-Museum der Welt) in Paderborn, so dass wir am frühen Nachmittag wieder in Lohr ankamen.